Archiv May 2007

Predicting Intentional Systems

In April 2006, Shane Legg and Marcus Hutter suggested a formal measure of machine intelligence based on the idea that intelligence basically amounts to achieving complex goals within complex environments and that this idea can be formalized within the framework of algorithmic information theory. While not aiming at characterizing intelligent systems, Daniel Dennett’s paper “Intentional Systems” suggests something similar: A way to tell intentional systems from non-intentional ones by thinking about the behavior of systems in a way that has a normative, logical basis rather than an empirical one. Dennett’s method of comparing the actual behavior of a system to the most rational things to do, given some goals, constraints and information about the present state of affairs, sounds very much like a recipe for a general test of intentionality, if not intelligence.

Daniel Dennett Dennett introduces three levels of abstraction we can use to describe intentional systems: Descriptions on the level of physics, a functional perspective and the intentional stance. In order to determine in how far these levels presuppose optimal design and rational behavior, I am first going to explain what Dennett means when he talks about intentional systems, then describe each of the three different levels of abstraction and finally analyze what role the notions of optimality and rationality play for each of them. Weiterlesen »

Was bleibt?

Was bleibt vom Menschen, wenn er die Möglichkeit hat, selbst zu bestimmen, was ihn antreibt? Kleine Änderungen im Motivationssystem unseres Gehirns haben große Änderungen in unserem Verhalten und Denken zur Folge. Wenn wir selbst bestimmen könnten, welche Aktivitäten und Stimuli welche Gefühle verursachen, wären wir freier, als wir es so je sein können. Die Möglichkeit zu solchen Veränderungen ist nicht fern — und wird verändern, was es heißt, ein Mensch zu sein.

Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, trinken oder Sex haben, wird in unserem Gehirn der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt. Was auch immer wir dann gerade tun, sehen und fühlen, Dopamin verknüpft es mit einem Gefühl von Glück und Belohnung und führt so dazu, dass wir, wenn unser Dopaminspiegel wieder auf einem niedrigeren Level ist, diese Sinneseindrücke und Aktivitäten wiederholen wollen. Dopamin ist der Grund dafür, dass wir ein Verlangen danach haben, uns ein Stück Pizza in den Mind zu schieben, es zu kauen und zu schlucken.

Schon wenn wir die knusprig braune Schinken-Thunfisch-Pizza vor uns sehen, wird im Hypothalamus, dem Steuerzentrum für alles, was unbewusst in unserem Körper abläuft, etwas Serotonin freigesetzt. Mit den ersten Bissen und den damit aufgenommenen Kohlenhydraten steigt der Serotonin-Level im Hypothalamus weiter an, ein Gefühl der Zufriedenheit breitet sich aus. Wenn Schokolade glücklich macht, dann deswegen, weil sie Tryptophan enthält, eine Aminosäure, aus der im zentralen Nervensystem Serotonin aufgebaut wird. Serotonin führt dazu, dass es uns gefällt, zu essen.

Wenn wir selbst bestimmen könnten, wonach wir verlangen und was uns gefällt, beispielsweise indem wir regulieren, wann welche Neurotransmitter freigesetzt werden, hätten wir ein Maß an Kontrolle über unser Leben, das alles überschreitet, was man durch Selbstdisziplin erreichen kann. Wenn das, was wir wollen, weil es zu unseren Überlebenschancen im Sinne der Evolution beiträgt und deswegen als “gut” in unseren Genen verdrahtet ist, nicht im Einklang mit dem ist, was wir bewusst wollen, könnten wir es ändern.

Wir könnten das Verlangen nach sozialem Status und die Beeinflussbarkeit durch den sozialen Status anderer abschalten und unbeeinflusst von Autoritätsdenken objektiver denken und handeln. Wir könnten damit aufhören, Menschen unbewusst danach zu beurteilen, wie symmetrisch ihr Gesicht ist, wie sehr es dem Durchschnitt entspricht und wie sehr das Verhältnis zwischen Taillen- und Hüftumfang dem entspricht, das unsere Gene bei Menschen des anderen Geschlechts am liebsten sehen. Wir könnten uns dafür entscheiden, die romantische Liebe für einen Partner nie enden zu lassen (ein ausgeglichener Oxytocinspiegel wäre ein Anfang). Wir könnten Wissen zur aufregendsten Sache der Welt machen, zu etwas, wonach wir mehr Verlangen haben als nach allem anderen. Wir könnten dafür sorgen, dass wir in allem Sinn sehen — oder in nichts.

Unsere Gene legen die Konfiguration fest, die bestimmt, mit welchen Gefühlen wir auf welche Stimuli reagieren, wonach wir verlangen und was uns gefällt. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Ausstattung dem entspricht, was wir als bewusste, nicht oder nicht ausschließlich an der Weiterverbreitung unserer Gene interessierte Wesen wählen würden, wenn wir die Wahl hätten.

Was von uns bleibt, wenn wir die Wahl haben, ist, wer wir wirklich sind.

Mind and Brain, Software and Hardware

Hilary Putnam
Hilary Putnam

Richard Hamming, an American mathematician, once held a speech in front of 200 scientists and asked: “What are the most important problems in your field? Are you working on one of them? Why not?” Nobody manages to work on important problems all the time, but if you catch yourself more often than not working on things that are not going to lead to anything important, make sure that this is what you really want. If your field is philosophy of mind, the central question to think about is how mind and body are related to each other.

Intuitively, mind is fundamentally different from matter, sensations are fundamentally different from brain processes. According to John Smart’s identity theory of mind, they are identical in the same sense that lightning is just an electric discharge. I am first going to discuss the objections to identity theory the American philosopher Hilary Putnam raises in his essay “The nature of mental states” and then present Putnam’s alternative, functionalism. Weiterlesen »