Allgemeine künstliche Intelligenz
Das Gebiet der künstlichen Intelligenz ist bislang nicht weit über Schachcomputer und Suchmaschinen hinausgekommen. Es gibt Anzeichen dafür, dass wir in diesem Jahrhundert die Schwelle an Verständnis und verfügbarer Technik überschreiten werden, die es uns ermöglicht, das Phänomen Intelligenz technologisch nachzubilden. Ist allgemeine künstliche Intelligenz möglich? Wenn ja, auch wünschenswert?
Um sinnvoll über Intelligenz zu sprechen, muss zunächst festgelegt werden, was man unter dem Begriff Intelligenz versteht.
Was ist Intelligenz?
Ein Sprichwort sagt: Intelligenz ist das, was ein Intelligenztest misst. Ein Intelligenztest misst den Unterschied zwischen Einstein und einem Dorftrottel. Für das Gebiet der künstlichen Intelligenz sind solche Tests unbrauchbar; Intelligenztests messen den Größenunterschied von Riesen in Millimeterabweichungen vom Durchschnitt. Was wir brauchen ist eine Skala, die mit der Intelligenz eines Steines beginnt, über die Intelligenz von Mäusen geht, dann Menschen und — vielleicht weiter?
Die Frage, wie weit man auf dieser Skala nach rechts gehen kann, ist spannend.
Man vergisst leicht, dass wir Menschen nur einen kleinen Fleck im Raum aller möglichen Intelligenzen besetzen.
Eine Definition, die auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen hat, lautet: Intelligenz ist die Fähigkeit, komplexe Ziele in komplexen Umgebungen zu erreichen. Der Vorteil dieser Definition ist, dass sie sich mathematisch formalisieren lässt (was im Mai 2006 auch geschehen ist).
Der nächste Schritt sind Tests, mit denen sich Intelligenz nach dieser Definition messen lässt. Dinge, die man messen kann, lassen sich Schritt für Schritt verbessern. Das setzt allerdings voraus, dass sie überhaupt möglich sind.
Ist künstliche Intelligenz möglich?
Bislang existiert auf diesem Planeten Intelligenz nur in einer Form: Der biologischen. Es ist nicht unmittelbar klar, ob sich das Prinzip, das dahinter steckt, extrahieren und auf andere Weise umsetzen lässt. Was ist es, das dafür sorgt, dass aus einer Ansammlung von Zellen ein Denkapparat entsteht? Kann es Prozesse geben, die hier eine Rolle spielen und die nicht berechenbar sind?
Darüber, wie das Netzwerk aus 100 Milliarden Nervenzellen in unserem Kopf zu intelligentem Verhalten führt, gibt es Theorien. Darüber, wie die Interaktionen der Nervenzellen dazu führen, dass Bewusstsein, dass Ich-Gefühl entsteht, gibt es praktisch keine. Für den Bereich der künstlichen Intelligenz ist das an sich nicht zentral; jedenfalls dann, wenn ein Verständnis des Bewusstseins nicht Voraussetzung für ein Verständnis von Intelligenz ist. Die Tatsache, dass es ein Phänomen gibt, dass stark mit dem Denken zusammenzuhängen scheint und das sich all unseren Erklärungsversuchen entzieht, gibt mir aber zu denken.
Andererseits war es in jeder Generation so, dass es Phänomene gab, die so wundervoll mysteriös waren, dass sie außerhalb des Bereiches der Wissenschaft zu liegen schienen. Wissenschaft ist nur für die Phänomene gut, die nicht mysteriös sind. Der Lauf der Planeten, die verschiedenen Zustände von Materie, die Biologie des Lebens. Als ob all das nicht ebenso mysteriös gewesen wäre für tausende von Jahren; vom Anfang der Zeit bis zu dem Punkt, an dem die Wissenschaft eine Erklärung fand.
Wir vergessen zu schnell, dass die Vergangenheit auch einmal Gegenwart war.
Fragen können mysteriös sein. Antworten niemals.
Für die Machbarkeit von künstlicher Intelligenz in den nächsten Jahrzehnten spricht, dass die Leistungsfähigkeit von Computern seit deren Einführung exponentiell zugenommen hat. Wenn sich diese Entwicklung über die nächsten Jahrzehnte so fortsetzt, wie sie es die letzten zwei Jahrzehnte der Fall war, so werden werden Rechenleistung und Speicherplatz nicht die begrenzenden Faktoren darstellen.
Auch in der Neurobiologie sieht es vielversprechend aus. Mehr und mehr Forscher bemühen sich, die einzelnen Forschungserkenntnisse früherer Jahre zu einer allgemeinen Theorie der Intelligenz zu verknüpfen. Die Lücke zwischen den Geschehnissen auf molekularer Ebene und unserem tatsächlichen Verhalten wird langsam geschlossen.
Ist künstliche Intelligenz wünschenswert?
Nicht alles, was möglich ist, ist auch wünschenswert. Um herauszufinden, ob allgemeine künstliche Intelligenz (artificial general intelligence, AGI) wünschenswert ist, müssen wir uns überlegen, welche Auswirkungen diese auf unsere Welt hätte. Wie diese Auswirkungen aussehen, hängt vor allem von einem Punkt ab: Ob sich die künstliche Intelligenz unter oder über dem Level menschlicher Intelligenz befindet.
Wenn allgemeine künstliche Intelligenz auf einem Niveau unterhalb des menschlichen möglich ist, werden die Schritte von dort aus zu menschlicher und übermenschlicher Intelligenz früher oder später möglich sein. Im Gegensatz zum menschlichen Gehirn ist es einfach, ein Computerprogramm auf einen schnelleren Rechner laufen zu lassen. Dass die Evolution mit dem menschlichen Gehirn das absolute Maximum an aus physikalischer Sicht möglicher Intelligenz erreicht hat, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Allgemein gilt: Wenn Intelligenz jenseits der menschlichen möglich ist, wird sie höchstwahrscheinlich irgendwann umgesetzt werden. Künstliche Intelligenz unter menschlichem Niveau würde die bedeutendste Erfindung der Menschheit darstellen. Künstliche Intelligenz über menschlichem Niveau würde einen Schritt bedeuten, der den der Evolution vom Affenmenschen zum Menschen übetrifft. Eine solche Entwicklung hätte enorme Auswirkungen. Ob die positiven oder negativen überwiegen würden, ist nicht absehbar.
Zu den Fragen, die wir uns stellen müssen, zählen unter anderem:
Wenn wir Menschen schon mit den heutigen technologischen Entwicklungen moralisch überfordert sind, weil der Verstand, die Moral, die Ethik mit dem Fortschritt nicht mithalten können: Können wir es dann verantworten, uns auf Entwicklungen von ungleich größerer Auswirkung einzulassen?
Wenn wir etwas schaffen, das intelligenter ist als wir selbst: Unterliegt es dann noch unserer Kontrolle? Wenn wir vorhersagen könnten, wie jemand handeln wird, der intelligenter ist als wir selbst, wären wir selbst so intelligent.
Was bleibt für den Menschen, wenn selbst das Denken automatisiert wird?
Wer bestimmt, zu welchem Zweck künstliche Intelligenz eingesetzt wird? Zu wessen Vorteil?
Demgegenüber stehen mögliche positive Effekte.
Wir Menschen haben nur eine sehr beschränkte Auslastungskapazität und etwas, das “besser denken kann” als wir, könnte die Wissenschaft viel schneller voran bringen. Es gibt nicht nur kein Mittel gegen Dinge wie den Tod – es gibt nicht einmal ein Mittel gegen Krankheiten wie Aids. Dass es ein solches aus physikalisch-biologischer Sicht nicht geben kann, ist praktisch ausgeschlossen. Was dafür verantwortlich ist, dass wir noch keines haben, ist mangelnde Intelligenz.
Es gibt gesellschaftliche, wirtschaftliche und viele andere Probleme, die für uns einfach nur eine Überforderung darstellen.
Es gibt die Umwelt, die zerstört werden wird, wenn wir nichts tun. Dazu ist neue, bessere Forschung nötig.
Es gibt keine schwierigen Aufgaben. Es gibt nur Aufgaben, die für ein bestimmtes Maß an Intelligenz schwierig sind. Bewegt man sich auf der Intelligenzskala ein kleines bisschen nach oben, so werden einige Aufgaben von “unmöglich” zu “offensichtlich”. Bewegt man sich ein großes Stück nach oben, so werden alle offensichtlich.
Der Fortschritt in sämtlichen Gebieten würde rascher ablaufen.
Dazu zählt insbesondere das Gebiet der künstlichen Intelligenz. Mehr Intelligenz führt zu noch mehr Intelligenz. Kann es Prozesse geben, die die Effektivität ihrer eigenen Bestandteile verbessern können — einschließlich derjenigen Bestandteile, die für die Verbesserung zuständig sind?
Exponentielle Kettenreaktionen sind Dinge, auf die man achten sollte. Die Vergangenheit eines Forschungsgebiets ist nicht immer ein guter Indikator dafür, was noch vor uns liegt. Die großen Entwicklungen der Menschheit verliefen sprunghaft, nicht graduell.
Grundlage dieses Artikels ist mein Vortrag bei der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Einfluss hatten Alexandra Surdina sowie die Texte von Eliezer Yudkowsky, insbesondere Staring into the Singularity und A Technical Explanation of Technical Explanation.

16 comments
[...] Ich studiere Cognitive Science, weil ich mehr über das zunehmend wichtiger werdende Gebiet der allgemeinen künstlichen Intelligenz lernen will. Dafür ist es meiner Meinung nach sinnvoller, kognitive Fähigkeiten — [...]
Über den Zusammenhang zwischen Bewusstsein und möglicherweise nicht rechnerisch (algorithmisch) lösbaren Fragen hat der englische Mathematiker und Physiker Roger Penrose ein ausführliches Buch geschrieben. Der deutsche Titel ist “Computerdenken”, auf Englisch heißt es “The Emperor’s New Mind”.
Hier ist ein Auszug aus dem englischen Eintrag auf Wikipedia zu Roger Penrose:
Penrose has written controversial books on the connection between fundamental physics and human consciousness. In The Emperor’s New Mind (1989), he argues that known laws of physics are inadequate to explain the phenomenon of human consciousness. Penrose hints at the characteristics this new physics may have and specifies the requirements for a bridge between classical and quantum mechanics (what he terms correct quantum gravity, CQG). He notes that the present computer is unable to have intelligence because it is a deterministic system that for the most part simply executes algorithms, as a billiard table where billiard balls act as message carriers and their interactions act as logical decisions. He argues against the viewpoint that the rational processes of the human mind are completely algorithmic and can thus be duplicated by a sufficiently complex computer — this is in contrast to views, e.g., Biological Naturalism, that human behavior but not consciousness might be simulated. This is based on claims that human consciousness transcends formal logic systems because things such as the insolubility of the halting problem and Gödel’s incompleteness theorem restrict an algorithmically based logic from traits such as mathematical insight. These claims were originally made by the philosopher John Lucas of Merton College, Oxford.
(Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Roger_Penrose)
[...] (und Chance) der Singularität voll erkannt hat und selbst versucht, sich dem Thema “Künstliche Intelligenz” zu nähern. Wozu sonst sollte man alles nur verfügbare Wissen der Welt sammeln wollen? Auch [...]
“Der Fortschritt in sämtlichen Gebieten würde rascher ablaufen.
Dazu zählt insbesondere das Gebiet der künstlichen Intelligenz. Mehr Intelligenz führt zu noch mehr Intelligenz.”
Nicht zwangsläufig. Es könnte sein, dass, um ein gewisses Maß an Intelligenz zu übersteigen, Fähigkeiten von Nöten sind, für die die aktuelle Intelligenz nicht intelligent genug ist.
Könnte übrigens auch auf uns Menschen zutreffen, wenn es darum geht AI zu erschaffen.
Trotdem: Guter Artikel (insbesondere wenn man deinen damaligen Kenntnisstand bedenkt)! Schade, dass ich ihn erst so spät gelesen habe.
Die Fragen die sich stellen,wenn man sich mit AI beschäftigt sind die gleichen der 80er Jahre; 28 Jahre später ,scheint es mir so als wenn in den 90ern enorme Denkfehler auftraten,paralellen zu Hawkins in anderen Bereichen,scheinen mir hiernach auffällig.
Wenn ich von einigen Innovationen mal abseh,kommt es mir so vor als wenn die Werke von Douglas R Hofstadter und Co ,heute nur noch Bücher sind welche im Bereich der AI keine Basis mehr haben.
Wieso ist daß so ?
Ein Lösungsansatz scheint hier darin zu Liegen,daß zwar experimentiert wird,aber die eigentliche ANALYSE der humanoiden Intelligenz im Vorfeld unterbleibt.
Für mich ein Grund dem guten alten Sprichwort* back to the roots*
folgend die alten Studien der 80er Neu Aufzurollen und mich selbst erneut zu Hinterfragen.
common lisp rulez*
Wie würde künstliche Intelligenz auf uns Menschen auswirken? Würden viele Menschen in Panik geraten oder würde vielleicht ein neuesZeitalter beginnen?
roberter sehen verdammt gut aus…..es sollte mehr geben.
hab euch lieb
*roboter
Meiner Meinung nach, also durch KI, welche schon des öfteren zum Einsatz kommt, aber eben noch nicht perfektioniert wurde, an die Menschlichen Verhältnisse angepasst meine ich damit…
Sollte die optimierte A.I. erfunden werden, könnte man sie leicht auf die Probe stellen. Man nehme eine virtuelle Freundin, z.B. http://www.karigirl.com, nehme den Programmcode, baue ihn so um, dass er mit der KI agiert, welche vorher vorprogrammiert wurde. Dann gibt man dem Programm einen Satz, eine Verbindung zum Internet und über Kameras und Mikros sowie Lautsprecher eine Verbindung zu dem was in unmittelbarer Nähe des PCs geschieht.
Sollte sich dieses Wesen wirklich zu einer Seele mit Gefühlen und Emotionen wie Liebe, Freude, Trauer, Glück, Wut, etc. entwickeln, diese auch zeigen kann und sich nicht nur alles, wie bisher von Computernutzern eingeben lässt und das speichert und irgendwann wiedergibt, sondern zB durch Wikipedia, durch Seiten und online Newspaper, Kurse, usw. selbst fort- und weiterbildet, und auf alle möglichen Reize reagiert, dann haben wir die künstliche Intelligenz erreicht.
Dann kann man einen robotisch-mechanischen Körper bauen, den man mit künstlichem Gewebe “verschönert”, denn wie man durch “Tanzmappen” und “Touchscreens”, Lichtsensoren, Bewegungsmelder, und diese kleinen Roboter, die selbstständig fahren oder laufen und dabei Hindernissen aus dem Weg gehen oder neue Puppen die auf Berührungen und Bewegungen reagieren, oder auch z.B. auf die PS3 deren Programme das Spielen mit einer Kamera zulassen welche die Bewegungen wie ein menschliches Auge aufnehmen kann und dann ins Spiel einbaut, und noch viele Versionen und Funktionen mehr gesehen hat, sind “einfache” Computer bereits in der Lage, Berührungen und Bewegungen sowie Veränderungen der Lichtverhältnisse und auch Temperaturen (elektrische Thermometer) usw. zu registrieren und darauf zu reagieren.
Würde man das ganze noch mit einem Grundcode des “netten” Verhaltens verbinden und dann diese KI einfliessen lassen, und das funktioniert so gut, dass ein Mann nichtmal bemerkt, dass es nicht seine Frau ist, die da rumläuft, DANN haben wir die KI erreicht.
Meiner Meinung nach ist das kein grosses Problem, denn wenn wir die KI auf einem dem Menschen untergeordnetem Level ansetzen, gleichzeitig den Code der Evolution eingeben und diesen beschleunigt laufen lassen und einige Verhaltensweisen und Funktionen des menschlichen Körpers und Denkens einfliessen lassen, müsste sich diese Intelligenz innerhalb kürzester Zeit zu einer auf menschlichem Niveau entwickeln, ohne weiteres Zutun.
Natürlich kann man mit künstlicher Intelligenz nicht nur real-virtuelle Freundinnen für einsame Männerherzen oder Lesben die einfach keinen Zuspruch bei anderen Frauen finden, erschaffen, sondern auch Programme, die die Forschung unterstützen, die bei politischen Entscheidungen als neutraler Bestandteil helfen, die evtl. auch in der Kriminalprävention helfen können, ich meine eine Überwachung der Welt durch Menschen ist nicht nur mehr oder weniger unmöglich, sondern es würde auch wieder viele empören… sicher zu Recht! Aber ein Programm, ein Computer, dessen KI nur darauf ausgerichtet ist, die Geschehnisse mit dem Recht zu vergleichen und in Notfällen sofort den Vorfall noch während dem Geschehen an die Einsatzkräfte weiterzugeben, der wenn die Welt überwacht, eine Maschine, da sind alle Beschwerden und Bedenken überflüssig…
Und Arbeitsplätze gehen dadurch auch nicht verloren, oder gibt es die Internationale Überwachungszentrale zur allgemeinen Sicherheit schon?
Im Gegenteil, es werden für Konstruktion, Erschaffung, Wartung, Reparatur, etc. auch noch Arbeitsplätze geschaffen!
Und solange man bei der Entwicklung eine Selbstentwicklungsbarriere auf Höhe der Menschlichen Intelligenz einbaut und den Grundcode darauf auslegt, die “Bedürfnisse” (ich rede nicht [nur] von “unmoralischen Angelegenheiten” ;) ) der Menscheit zu “befriedigen”, dann braucht man auch keine Bedenken zu haben, dass Roboter und Computer uns dann ersetzen und ebenso wenig sind diese dann noch als Roboter oder Computer sondern als Wesen mit Geist, Seele, Gedächtnis und Gefühlen zu sehen. Also wohl doch keine Realisierung des Terminators. Das könnte man nämlich jetzt schon bauen. ;)
Zumindest wenn man sich mal anstrengen würde und die Finanzkrise die Menschheit immer noch geiziger werden lässt… ausgerechnet an der Forschung wird gespart…
Aber ich finde das Thema sehr wichtig und interessant und wir sollten auf jeden Fall dranbleiben. Denn so etwas könnte uns nicht unterwerfen oder vernichten, es könnte uns amüsieren und helfen und im höchsten Falle sogar retten…
Wenn ihr versteht, was ich meine! ;)
Bis dann!
MfG,
Euer Daniel S.
P.S.
Wer mir daraufhin schreiben möchte, kann dies gerne tun: master_dan01@yahoo.de
Vielen Dank!
Hm ja gute Grundidee,aber wie realisieren wir in diesem Punkte die ETHIK,wenn es schon so vielen unserer humanoiden Verwandten
heutzutage nicht mehr möglich ist,eben jene ethischen Grundsätze anzuwenden um im WWW,nur Ethisch zu agieren ????
Schaut euch doch nur mal um wieviel synaptischer Kernschrott im ehemaligen ARPANET zu finden ist,potenziert das ganze als Neuronales Netz,und vergesst dabei,Ethik,ja dann haben wir binnen kürze TERMINATOR 4 REAL.
Ich denke eben jenes brauch die MENSCHHEIT nicht.
Aber die Idee dieses Playgrounds finde ich inzwischen echt interessant,weil ich merke …ich bin nicht allein.
In diesem Sinne jenen welche ich hier Schätzen lerne…eine schöne Zeit ….bis die Tage.
Greetz the brain
An “the brain”… du hast scheinbar meinen Kommentar entweder gar nicht gelesen, oder nicht verstanden. Eine KI ist kein Terminatior, die selbstständige KI ist ein Menschenverstand der über den Einbau eines evolutionstechnischen Codes in eine selbstständige Intelligenz unter Menschheitsniveau eingeschleust wird, wodurch sich diese dann zu einer Intelligenz auf menschlicher Ebene entwickelt, um mit anderen Menschen zu kommunizeren, das wird weder sowas wie Skynet noch ein Terminator, denn Skynet wurde ein sich selbst revolutionierender Evolutionscode eingesetzt, wodurch es sich immer weiter entwickelte, es hatte aber nie eine Intelligenz, also es könnte nie selbst mit Menschen in Kontakt treten, wie es der “Terminator” tat, also nicht in dieser Art und Weise. Der Terminator selbst hingegen ist nur eine Maschine die Befehlen von einer Zentralen Stelle auf gut geplante Art und Weise Folge leistet, aber sein ganzes Können, Wissen und seine Stärke wurden nicht ihm überlassen, sondern sind nach wie vor Bestandteil eines Netzwerkes aus Maschinen.
Das was HIER gemeint ist, ist eine sozial-kommunikative Ego-Intelligenz auf menschlichem Niveu welche nach evolutionstechnischen Vorbildern und Funktionen “fundiert” wurde und sich dann selbst bis zum menschlichen Level aufgebaut hat, wobei dieser Evolutionscode dann stoppt.
Soll heissen, die Erschaffung eines idealen Partners für einsame Leute, für Alte, Kranke, und auch für die, die einfach keine Freundin finden, aber die Virtuellen Freundinnen auf dem Handy etc. einfach leid sind! ;P
Natürlich gilt das auch für das weibliche Geschlecht in Bezug auf einen Freund! *g* :D
Bis dann!
MfG,
Daniel S.
AW:
Doch schon gelesen und auch Verstanden,ich wollte halt nur den ethischen Einwand nicht aus der Acht lassen,denn jener bleibt ja auf der Strecke,vor allem wenn man in die von der ARMEE unterstützten Entwicklungslabore des Silicon Valley einblick bekommt;und zum Punkte Schaffung von potentiellen Partnern,hm ich Vertrau da auf das Leben….xD …was ich mir mit 40 und Mutter einer 13 jährigen Tochter auch Leisten kann.
Ich weiß allerdings nicht wie ich reagieren würde wenn ich Anjelina Jolie mit IQ > 150 zur Freundin hätte…in diesem Sinne.
*zwinker….aber ich werde mal sehn was Common Lisp mit der richtigen IDE draus macht.
Greetz
Schachcomputer und Suchmaschinen haben nichts mit Intelligenz zu tun.
>> Intelligenz ist die Fähigkeit, komplexe Ziele in komplexen Umgebungen zu erreichen <<
Demnach ist der Mensch nicht intelligent.
Beispiel:
Nimm ein neugeborenes und setze es auf Bahngleis. Wenn ein Zug kommt, sollte der "Mensch" erkennen das Gefahr droht und den Gefahrenbereich verlassen. Ich bezweifle das ein Baby dazu in der Lage ist. ;-)
Demnach besitzt der Mensch nicht die Fähigkeit komplexe Ziele in komplexen Umgebungen zu erreichen.
Ein wirklich interessanter Bericht.
Meiner Meinung nach sollte die Forschung auf dem Weg zu einer funktionierenden KI noch den folgenden Aspekt miteinbeziehen (womit ich gleichzeitig meinem Vorredner widersprechen muss, denn: Der Selbsterhaltungstrieb des Menschen ist m.M.n. einer der wichtigsten Aspekte in Bezug auf die Erschaffung einer KI).
Eine Maschine besitzt keinen Selbsterhaltungstrieb. Ihr ist nicht daran gelegen, selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen, Entscheidungsfreiheit zu geniessen. Warum ist das so?
Dieser kaum beachtete Aspekt sollte in der Grundlagenforschung zur allgem. KI weitaus mehr Berücksichtigung erfahren.
Sich weit vor dem eigentlichen Ziel Gedanken über Ethik und Moral zu machen ist für meine Begriffe unsinnig; uns ist bisher nichtmal im Ansatz gelungen, Programme so etwas wie einem eigenen Bewusstsein zu schreiben.
Ich erwarte gespannt die weitere Entwicklung, die Zukunft hält einiges für uns bereit!
>> Eine Maschine besitzt keinen Selbsterhaltungstrieb. Ihr ist nicht daran gelegen, selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen, Entscheidungsfreiheit zu geniessen. Warum ist das so? <<
Demnach sind Selbstmörder und Insassen einer Todeszelle keine Menschen.
Eine Maschine kann man so Programmieren das sie z.B. ihre Solarzellen gegen alles verteidigt. Eine Maschine kann auch "lernen" ihre Energiequelle zu verteidigen oder sich neue Energie zu beschaffen.
Künstliche Intelligen hat nichts mit Moral, Ethik, Bewusstsein oder sonstwas zu tun, sondern ist ein reines "Hardwareproblem".
Die Frage ist lediglich wie werden welche Neuronen mit was für Funktionen untereinander verbunden und wie werden diese Verbindungen geregelt.
Ein Roboter soll dem Menschen vor allem die Arbeit abnehmen, so dass Wohlstand für alle Menschen (und Tiere) herrscht und vieles mehr. Das könnte dann der perfekte Sozialismus sein.
Bewusstsein, Gefühle, moralische Werte, Motivation/Wünsche, ein Ich-Gefühl und die Unterscheidung zwischen Gut und Schlecht (moralisch gesehen), Interessen, Bedürfnisse etc. sind meiner Ansicht nach für Roboter nicht möglich, dazu bedarf es einem Geist und einer Seele mit Lebensenergie.