Cognitive Science in Osnabrück
Was ich gerne vor Beginn meines Studiums in Osnabrück gewusst hätte.
Unter anderem: Wie das erste Semester aussieht. Was man in den einzelnen Fächern lernt. Wer das Studium nach zwei Semestern abbrechen wird. Wie die Bachelor-Note zustande kommt. Was Cognitive-Science-Studenten nach dem Studium machen. Bonus: Zusammenfassungen der Vorlesungen, Mitschriften und Beispielaufgaben.
Lies weiter und du erfährst, ob du Cognitive Science studieren willst und wie du das erste Semester überstehst.

Übersicht
- Cognitive Science
- Osnabrück
- Der Stundenplan
- Stud.IP
- Mathematik
- Informatik
- Neurobiologie
- Statistik + Empirical Methods
- Linguistik
- Foundations of Cognitive Science
- Logik
- Die Bachelor-Note
- Noch Fragen?

Cognitive Science
Was ist Cognitive Science?
Eine der ersten Vorlesungen des Studiengangs hat den Titel “What is Cognitive Science?”. Wer meint, definitiv zu wissen, für was er sich da entschieden hat, erfährt in einem der ersten Slides von Kai-Uwe Kühnberger:

© Kai-Uwe Kühnberger
Cognitive Science ist die Wissenschaft, die versucht, zu verstehen, wie unser Gehirn funktioniert. Kognitive Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Denken, Lernen, Motorik und Sprache werden untersucht und modelliert. Das menschliche Gehirn ist das komplexeste System des uns bekannten Universums. Um dieses System auch nur ein kleines bisschen zu verstehen, genügt es nicht, sich aus nur einer Richtung anzunähern. Cognitive Science ist interdisziplinär: Eine zentrale Rolle spielen Informatik, Mathematik, Neurowissenschaft, Psychologie, Linguistik und Philosophie.
Erwarte nicht, dass irgendjemand aus deinem Bekanntenkreis weiß, was Cognitive Science ist. Solche Dialoge stehen auch dir bevor:
“Ich studiere Kognitionswissenschaft.”
“Du studierst was? Kommunikationswissenschaft?”
“Kognitionswissenschaft.”
“Konditionswissenschaft?”
Für wen ist das Studium?
Cognitive Science ist dein Studiengang, wenn …
- du im Bereich der künstlichen Intelligenz arbeiten oder forschen willst, Studiengänge wie Mathe oder Informatik dir aber zu allgemein (zu wenig Fokus auf das Verständnis von Intelligenz) und zu spezifisch (Herangehensweise auf ein Wissenschaftsgebiet beschränkt) sind.
- dich die kognitiven Fähigkeiten des menschlichen Gehirns faszinieren und du etwas in der Richtung machen willst, aber noch nicht weißt, was.
- du einen anspruchsvollen Studiengang mit obligatorischem Auslandssemester suchst, den nette und interessante Leute studieren.
Studiere besser etwas anderes, wenn …
- du Mathe nicht magst.
- du kein Interesse an Informatik hast.
- du Psychologie studieren wolltest, aber der NC im Weg stand.
- du dich auf das faule Studentenleben freust.
- dich acht Prüfungen in zwei Wochen abschrecken.
- dir viel an einem gut bezahlten Job liegt.
- Initiative nicht dein Ding ist.
Ich zitiere Bastian Tenbergen, der den CogSci-Bachelor inzwischen hinter sich hat und nun Human Computer Interaction an der Oswego State University in New York studiert:
Generell gilt: Cognitive Science ist sau hart. Aber dafür habt ihr schon nach drei Jahren genug Wissen, um mit anderen, themenverwandten “Vollblutwissenschaftlern” mehr als mithalten zu können. […] Aber keine Angst vor der Herausforderung — alle Kommilitonen sind freundlich und hilfsbereit und es gibt viele Interessante Hilfe-Seiten — von CogScis — für CogScis.
Und, einige Zeilen später:
In meinem Semester haben ca. 110 Leute angefangen (es gibt ja auch keine Maximalzahl von Plätzen, die vergeben werden…). Nach dem ersten Jahr waren es nur noch knapp 50. Jetzt sind in meinem Semester nur noch knapp 40. Ein Jahr später war ich Tutor für die *neuen* Ersties und habe die Organisationswoche und den Kennenlern-Trip nach Lutter organisiert (mit Hilfe von einigen lieben Freunden, versteht sich). Es haben 85 Leute angefangen. Jetzt sind noch knapp 50 übrig.
Eines sollte man bei all den Vorwarnungen nicht vergessen:
Mit Interesse und Spaß an der Sache ist das Studium schaffbar.
Was mache ich nach dem Studium?
Nach dem Bachelorstudium stehen im Grunde zwei Möglichkeiten zur Wahl:
- Der Masterstudiengang Cognitive Science in Osnabrück
- Ein Masterstudiengang in einem verwandten Fach an einer anderen Universität (bei einigen Fächern nur im Ausland möglich): Informatik, Neuroinformatik, Neuroscience, Computational Neuroscience, Linguistik, Computerlinguistik, Cognitive/Biological Psychology, Artificial Intelligence, Logik, Robotik, …
Etwa 10 Studenten pro Jahrgang wählen die erste Option, die meisten Studenten — etwa 40 sind dann noch übrig — die zweite. Das liegt einerseits daran, dass der Abschluss Cognitive Science bislang in Deutschland, auch bei Personalchefs, kaum bekannt ist und andererseits daran, dass es sinnvoll ist, sich nach den Grundlagen in allen möglichen Bereichen in eine Richtung zu spezialisieren (ansatzweise geschieht das auch schon während des Bachelorstudiums).
Ja, aber was mache ich danach?
Das hängt stark von der Richtung ab, in die du dich spezialisierst. Fünf Minuten Googeln haben haben ergeben, dass ehemalige Bachelor-Studenten beschäftigt sind als:
- Scientist at the Center for Environmental Systems Research
- Researcher at the Fraunhofer Insitute IAIS
- Assistant Professor / Sen. Researcher at the Institute of Computer Science, Multimedia and Applications Augsburg
- Postgraduate Student of Artificial Intelligence at the Universitat de Barcelona
- PhD student Psychology and Neuroscience at the Duke University, USA
- PhD student Neural and Behavioural Sciences at the MPI for Biological Cybernetics
- PhD student at Biopsychology lab, TU Dresden
- PhD student at the Database and Information Systems Department, Max-Planck Institute Saarbrücken
Viele haben vor, in die Forschung zu gehen. (Ich auch.)
Vor drei Jahren sagte der damalige Kultusminister der USA, Richard Riley:
None of the top 10 jobs that will exist in 2010 exist today. Those jobs will require technology that’s still being developed. The most important thing a student can do today is learn to learn.

Osnabrück
Das Umfeld
Bislang ist die Uni Osnabrück die einzige in Deutschland, die Cognitive Science als Bachelorstudiengang anbietet. Im Wintersemester 2006 waren wir etwa 80 Erstsemester — nach Abzug all derjeniger, die sich nur eingeschrieben haben und danach nichts mehr unternommen haben. Ich kann nicht beurteilen, wie es an anderen Universitäten ist, aber in Osnabrück ist der Zusammenhalt der Coxis verglichen mit anderen Studiengängen etwas Besonderes. Die Drittsemester organisieren eine Einführungswoche, eine Fahrt ins Harz (Lutter), eine Kneipenrally und das Coxi-T-Shirt und sind auch sonst einigermaßen hilfreich. Wenn in der Cafeteria an einem Tisch 20 Leute sitzen, kann man davon ausgehen, dass es Coxis sind.
Zugangsvoraussetzungen
Es gibt zwei Zugangsvoraussetzungen: Englischkenntnisse und Mathekenntnisse. Englischkenntnisse hat der internationale Studiengang schon immer vorausgesetzt, die Forderung nach dem Nachweis von Mathekenntnissen ist dagegen neu für die Studienanfänger im Wintersemester 2008.
Folgende Englischkenntnisse sind nötig:
- Sechs Jahre Schulenglisch mit einer Mindestdurchschnittsnote von 3,0 in den letzten beiden Schuljahren
- oder - - Mindestens 79 Punkte in einem internetbasierten TOEFL-Test
- oder - - In besonderen Fällen: Dinge wie Auslandsaufenthalte, zweisprachiges Elternhaus, IELTS/CPE/CAE-Tests etc.
Außerdem sind folgende Mathekenntnisse nötig:
- Eine Durchschnittsnote von mindestens 7 Punkten im Mathe-Leistungskurs in den letzten beiden Schuljahren
- oder - - Eine Durchschnittsnote von mindestens 9 Punkten im Mathe-Grundkurs in den letzten beiden Schuljahren
Wenn du aus der Schule Vorkenntnisse in Biologie (Aufbau und Funktionsweise von Nervenzellen) oder Informatik (Suchalgorithmen, Bäume, etc.) hast und vielleicht noch gut Englisch sprichst, macht das dein Studium einfacher. Mit etwas Arbeitsaufwand wird dein Studium aber auch ohne besondere Vorkenntnisse klappen.

Der Stundenplan
Mit 32 Semesterwochenstunden entsprach mein Stundenplan für das erste Semester dem der meisten anderen Erstsemester. Theoretisch können Mathematik und/oder Informatik auch erst im dritten Semester belegt werden, in der Praxis ist es zwecks kurzer Studiendauer eine gute Idee, beides schon im ersten Semester zu versuchen. Viel Freizeit bleibt dann nicht mehr. Neben Foundations of Cognitive Science ist Erkenntnistheorie I die einzige optionale Vorlesung, die auch von vielen Erstsemestern belegt wurde.
Tipp: Du musst nicht alle Vorlesungen und Übungen besuchen. Wenn ein ausführliches Skript existiert, kann es effektiver sein, sich selbständig mit dem Stoff zu befassen statt — meist passiv — im Vorlesungssaal zu sitzen. Besonders in Statistik kann ich diese Vorgehensweise empfehlen.
Ich schreibe später noch ausführlicher über die einzelnen Fächer. Wichtig: Das sind lediglich die Fächer des ersten Semesters. Ein umfassenderes Bild vermitteln die offiziellen Übersichtspläne des Bachelor-Studiums.

Stud.IP
Die Organisation des Studiums läuft über das Online-System Stud.IP ab. Hier kann man sich für Vorlesungen und Übungen eintragen, Klausur- und andere Termine erfahren, die Slides und Skripte zu den Vorlesungen herunterladen (wichtig!) und Klausurergebnisse erfahren. Angeblich ist das Verzeichnis der Lehrveranstaltungen unter cogsci.uni-osnabrueck.de noch aktueller und zuverlässiger als das im Stud.IP, während des ersten Semesters ist mir das allerdings nicht aufgefallen.

Mathematik
Ich habe die Vorlesung Mathematik I bei Prof. Dr. Peter Meyer-Nieberg besucht.

* Okay, das hier ist ein Foto der Zuhörer der InfoA-Veranstaltung. Ich konnte kein Bild der Mathe-Veranstaltung finden und die Schnittmenge Mathe I - Info A ist sehr groß.
Was du lernst
Die Vorlesung baut auf der Schulmathematik auf — oder, besser: Die Vorlesung baut all das, was in der Schule gelehrt wurde, aus elementaren Bestandteilen auf. Und baut dann noch ein paar Stockwerke höher. Die Themen des 128-seitigen Skripts:
-
Grundlagen
- Körper
- Kombinatorik
- Reelle und komplexe Zahlen
-
Gleichungssysteme und Vektorräume
- Vektorräume und Matrizen
- Der Gauß-Algorithmus, lineare Gleichungssysteme
- Lineare Unabhängigkeit von Vektoren, Basen
- Quadratische Matrizen
- Determinanten
- Direkte Summen und Normalformen
-
Funktionen einer reellen Veränderlichen
- Grenzwerte von Funktionen und Folgen
- Unendliche Reihen
- Stetigkeit
- Differenzierbarkeit
- Integration
- Elementare Differentialgleichungen
Bei keinem Skript ist das Verhältnis Wissen pro Seite höher als bei dem wortsparenden Mathe-Skript. Antworten auf Fragen wie “Was bedeutet das?” oder “Wozu ist das gut?” sind in der Aneinanderreihung von Sätzen, Lemmas und Beweisen nicht zu finden.
Die Vorlesungen
Ohne Vorbereitung sind die Vorlesungen teilweise nicht ganz zu verstehen. Ich habe mir im ersten Semester die Vorlesungen angehört ohne zuvor den entsprechenden Abschnitt im Skript zu lesen und habe danach zu Hause den Abschnitt in für mich sinnvoller Form zusammengefasst. Diese Vorgehensweise funktioniert, ist aber nicht optimal. Es könnte sinnvoller sein, sich die Inhalte vor den Vorlesungen anzusehen um so mehr von den Erläuterungen während der Vorlesung mitzunehmen.
Die Übungen
Die Übungen bei Prof. Dr. Peter Meyer-Nieberg entsprechen im Stil den Vorlesungen. Das heißt: Die Lösungen der für die jeweilige Übung vorgesehenen Aufgaben (die nicht zuvor zu Hause bearbeitet wurden) werden der Reihe nach und mit wenigen Erklärungen an die Tafel geschrieben. Stell Fragen — wenn du etwas nicht verstehst, verstehen es viele andere auch nicht, sagen aber nichts.
Die Hausaufgaben
Jede Woche gibt es ein Hausaufgabenblatt, das in Gruppen zu je drei Studenten zu bearbeiten ist. Die Aufgaben sind schwierig — schwieriger als die meisten Klausuraufgaben. Voraussetzung für die Zulassung zur Klausur ist es, bei den Hausaufgabenblättern insgesamt mindestens 50% der erreichbaren Punkte zu sammeln. Das ist machbar. Wer Probleme mit einem Blatt hat, kann das Mathe-Tutorium besuchen, bei dem es Tipps zur Lösung der Aufgaben geben soll. (In Notfällen: Mail)
Die Klausuren
Du wirst drei Klausuren schreiben: Eine Hauptklausur, die die Endnote bestimmt, und zwei Probeklausuren, deren Bestehen Voraussetzung für die Zulassung zur Endklausur ist und bei der Bonuspunkte für die Endklausur gesammelt werden können. Die Probeklausuren entsprechen im Schwierigkeitsgrad der Endklausur. Die Aufgaben aus dem Bereich der linearen Algebra werden so oder so ähnlich aussehen, die Aufgaben aus der Analysis eher so.
Wer die Klausuren der Schulzeit schwierig fand oder gar keinen Mathe-LK hatte, wird viel Zeit in den Mathe-Schein investieren müssen. Wenn du das erste Mal in der Mathe-Vorlesung sitzt, schau dir deine beiden Nachbarn gut an. Einer von beiden wird die Vorlesung ein Jahr später noch einmal belegen.
Tipp: Die Nachschreibeklausur zählt in Mathe als Freiversuch. Das heißt: Zulassungsvoraussetzungen wie das Bestehen der Probeklausuren oder das Abgeben der Hausaufgaben gibt es hier nicht. (Die Tatsache, dass das im Wintersemester 2006 der Fall war, heißt nicht, dass das weiterhin so sein muss. Besser nachfragen.)
Hilfreiches
- Der Mathe-Vorkurs “Einführung in die mathematische Begriffsbildung”. Hingehen!
- Das Buch Lineare Algebra für das erste Semester
- Mathematik für Informatiker I (Skript, Uni Saarland)
- Übersichtsblätter mit allen wichtigen Formeln (bald online)

Informatik
Ich habe die Vorlesung Informatik A: Algorithmen bei Prof. Dr. Oliver Vornberger besucht.
Was du lernst
Wer keine Vorkenntnisse hat, lernt zunächst, die Kommandozeile unter Linux zu benutzen, dann, den Editor vi aufzurufen und zu benutzen, damit Java-Programme zu schreiben und beim Programmieren verschiedene Konzepte der Informatik anzuwenden. Die wichtigsten Punkte aus dem Lehrplan:
- Die Kommandozeile unter Linux
- Der Editor vi
- Datentypen in Java
- Arrays
- Klassenmethoden
- Rekursion
- Komplexität, Verifikation, Terminierung
- Sortieren
- Objektorientierte Programmierung
- Abstrakte Datentypen
- Hashing
- Graphen
Die Vorlesungen
Die Vorlesungen bei Prof. Dr. Oliver Vornberger waren die besten Vorlesungen des ersten Semesters: Gut vorbereitet, verständlich und unterhaltsam. Wer nicht in das Informatik-Gebäude am Westerberg kommen konnte oder wollte, konnte die Vorlesung auch per Live-Übertragung aus der Innenstadt oder von zu Hause aus verfolgen (wobei der Internet-Livestream öfters nicht funktionierte als schon). Sehr hilfreich sind auch die Video-Downloads früherer Vorlesungen. Zu Hause im Bett liegend die Vorlesung zu verfolgen ist toll.
Das Skript ist ausführlich genug, um für die Vorbereitung der Klausuren keine weiteren eigenen Mitschriften nötig zu machen.
Bei der Umfrage zum Ende der Vorlesungen (1, 2) schrieb einer der Teilnehmer:
Positiv: gut ausgearbeitetes Skript; nette, humorvolle Bemerkungen des Professors, Zusammenhang mit Übung für Testate zum besseren Verständnis des Vorlesungsstoffes; gut gelegene Vorlesungszeiten.
Negativ: manchmal zu anstrengend der Vorlesung zu folgen, zu viel Stoff auf einmal. (unter Umständen & eventuell)
Die Testate
Im Gegensatz zu allen anderen Fächern hat jeder Student in Informatik zusammen mit einem anderen Studenten ein Testat abzulegen. Hier stellt ihr einem Studenten aus einem höheren Semester die Lösungen der aktuellen Hausaufgabe vor (meist ein paar Java-Programme) und beantwortet Fragen zur letzten Vorlesung. Um zur Klausur zugelassen zu werden, muss jedes Testat — bis auf einen Joker — mit mindestens 50% der Punkte bestanden werden.
Die Klausur
Bei fairer Bewertung durch die prüfenden Studenten sind die Punktezahlen bei den Testaten ein guter Indikator dafür, wie du bei der Endklausur abschneiden wirst. Wichtig für die Klausur ist nicht nur ein grobes Verständnis der Konzepte, sondern auch die Kenntnis von Details der Programmiersprache Java (ist “for (;;) {}” valider Code?) und die Fähigkeit, mit Zettel und Papier zu programmieren.
Hilfreiches
- Karteikarten aller klausurrelevanten Inhalte
- Zusammenfassung von Lena Kästner, Nico Möller
- Das Skript im HTML- und PDF-Format, die Vorlesung als Videomitschnitt
- Die Aufgabenblätter im PDF-Format

Neurobiologie
Ich habe die Vorlesung Introduction to Neurobiology bei Prof. Dr. Gunnar Jeserich besucht.
Was du lernst
Die Vorlesung vermittelt eine Ahnung davon, wie unser Gehirn funktioniert. Wer Biologie in der Oberstufe hatte, dem wird einiges bekannt vorkommen — ähnlich wie in der Mathematik werden Themen, die in der Schule angeschnitten wurden, hier mit deutlich mehr Tiefgang behandelt. Ein Umriss der Themen:
- Grundlagen: Proteine, Enzyme, Aufbau von Zellen
- Eigenschaften und Aufbau von Nervenzellen
- Intrazellulärer Transport von Stoffen
- Die Struktur der Zellmembran
- Wie elektrische Spannung in Nervenzellen entsteht (Ruhepotential)
- Wie Signale entstehen und weitergeleitet werden (Aktionspotential)
- Wovon die Weiterleitung von Signalen abhängt
- Wie Synapsen funktionieren
- Wie Gifte und Drogen wirken
- Wie wir lernen
- Wozu Gliazellen gut sind (von denen es 10x mehr als Nervenzellen gibt)
- Warum wir manche Dinge kaum kontrollieren können (Herzschlag, Reflexe)
Die Vorlesungen
Die Vorlesungen finden auf Englisch statt und zählen mit zu den besten des ersten Semesters. Die Sprache ist kein Hindernis: Zu Beginn jeder Vorlesung sind ein paar Minuten für die Einführung des neuen Fachvokabulars reserviert. Ein weiterer Pluspunkt: Im Gegensatz zu den meisten anderen Professoren ist bei Jeserich eine Kaffeepause nach 45 Minuten üblich.
Wer in der Oberstufe kein Bio hatte oder vergesslich ist, sollte sich vor den Vorlesungen die Inhalte entweder im Skript, sofern das dann schon online ist, oder in einem Buch wie Neuroscience. Exploring the Brain. ansehen, um mehr von der Vorlesung zu haben.
Die Klausur
Bei den Klausuren darf jeder entscheiden, ob er diese lieber auf Deutsch oder auf Englisch schreibt. Um bei der Klausur, die zur Hälfte aus Multiple-Choice-Fragen, zur Hälfte aus Freitext-Fragen besteht, gut abzuschneiden, ist jede Menge Detailwissen nötig. Was im Skript steht, muss gekonnt werden — ausnahmslos. Dazu zählen auch Details wie die Namen der verschiedenen Proteine, die für die Befestigung von Myelin am Axon zuständig sind. Etwa 70% der Teilnehmer haben die Klausur bestanden.
Hilfreiches
- Meine Zusammenfassung von Skript und Slides
- Zusammenfassung von Fabian M. Suchanek
- Lena Kästners Mitschriften zu den Fragen der beiden Seminare
- Das Buch Neuroscience. Exploring the Brain.

Statistik + Empirical Methods
Ich habe die Vorlesungen Statistik I und Empirical Methods for Cognitive Sciences bei Priv. Doz. Dr. Reinhard Suck besucht. Manchmal.
Was du lernst
Statistik ist für mindestens zwei Dinge gut. Erstens: Die sinnvolle Darstellung bereits vorhandener Daten. Zweitens: Das Erstellen von Vorhersagen über zukünftige Daten (und dazugehörige Tests, die feststellen, ob die Vorhersagen aus einer Theorie mit den tatsächlichen Daten übereinstimmen). Die beiden Teilbereiche nennen sich “Deskriptive Statistik” und “Inferenzstatistik” und beide werden in der Vorlesung “Statistik I” behandelt. Um das nötige Handwerkszeug zu haben, lernst du vor dem Einstieg in die Inferenzstatistik die Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie.
- Was kann man mit welcher Art von Daten anfangen? (Skalenniveau)
- Deskriptive Statistik
- Häufigkeitsverteilung
- Kennwerte von Daten
- Korrelation
- Regression
- Wahrscheinlichkeitsrechnung
- Wahrscheinlichkeitsraum
- Bedingte Wahrscheinlichkeiten (Bayes)
- Zufallsvariablen
- Verteilungen
- Kombinatorik
- Inferenzstatistik
- Stichproben
- Parameterschätzung
- Hypothesenprüfung
- Anpassungstests
Empirical Methods erkundet (hauptsächlich aus Sicht der Psychologie), wie man zu wissenschaftlichen Erkenntnissen gelangt, wie Experimente aussehen sollten und wie mit den Daten umzugehen ist, die man durch wissenschaftliche Experimente erhält:
- The scientific enterprise
- Philosophy of Science: Explanations, theories, laws, models.
- Measurement and Operationalism
- Data: How to get, how to evaluate
- (Experimental) Design theory
- Mathematical modelling
- Logistic regression
Die Vorlesungen
Die auf Englisch gehaltene Empirical-Methods-Vorlesung, die nur von Coxis besucht wurde, fand dienstags um 8:00 Uhr morgens statt und hatte desöfteren einstellige Besucherzahlen. Die Statistik-Vorlesung wurde auch von Psychologie-Studenten besucht, hier sah es was die Besucherzahlen angeht entsprechend besser aus.
Die Inhalte beider Vorlesungen sind relevant für deine Zukunft als Coxi. Wenn du irgendetwas in Richtung Psychologie machen willst, wirst du ohne Statistik-Kenntnisse mit den Daten deiner Experimente wenig anfangen können. Wenn du an künstlicher Intelligenz und Machine-Learning-Algorithmen interessiert bist, sind Kenntnisse der Inferenzstatistik Grundvoraussetzung, z.B. für Bayessche Netze. Außerdem: Ohne Wahrscheinlichkeitstheorie keine Wissenschaft.
Wenn der Stil der Vorlesungen dir zusagt, besuche die Vorlesungen — ansonsten lerne die Inhalte eigenständig. In jedem Fall: Gehe zu den Übungen. Hier bekommst du die Inhalte der Vorlesung kurz zusammengefasst, rechnest Aufgaben, die denen der Klausur ähnlich sind und kannst Fragen (besser) stellen.
Achtung: Es gibt eine weitere Vorlesung namens “Wahrscheinlichkeitsrechnung & Statistik” aus dem Bereich der Mathematik, die erst nach dem Absolvieren von Mathe I und Mathe II zugänglich ist. Diese ist nicht mit der Erstsemestervorlesung zu verwechseln — die Erstsemestervorlesung ist mehr auf Psychologie- als auf Mathe-Studenten ausgelegt, entsprechend niedriger sind die Anforderungen.
Die EM-Hausaufgabe
Über die Weihnachtsferien gibt es eine etwas umfangreiche Hausaufgabe, die überprüfen soll, ob die Inhalte der Empirical-Methods-Vorlesung und der Einführung in die Statistik-Software SPSS verstanden wurden und die Voraussetzung für die Zulassung zur Endklausur ist. Jeder Student erhält ein individuelles Datenblatt und muss diese Daten mit Blick auf verschiedene Aufgabenstellungen analysieren. Aufgrund des langen Bearbeitungszeitraumes ist diese Aufgabe auch dann zu schaffen, wenn man 90% der EM-Vorlesungen verpasst hat und nicht in der SPSS-Einführung war. Wir haben uns einen Tag vor Abgabe der Hausaufgabe getroffen, Pizza bestellt und die Hausaufgabe zusammen erledigt. Das Ergebnis sah dann beispielsweise so aus. Zu den abgegebenen Hausaufgaben haben weder wir noch der Jahrgang vor uns je wieder etwas gehört.
Die Klausur
Die Klausur besteht aus 10 Multiple-Choice-Fragen (ja/nein) und sechs bis sieben weiteren Aufgaben. Die Multiple-Choice-Fragen beziehen sich auch auf Inhalte der EM-Vorlesung (insbesondere auf den Bereich Versuchsplanung), die anderen Aufgaben nicht. Regressionsgeraden, Parameterschätzung und — besonders wichtig — Hyothesentests sind Teil jeder Klausur. Hypothesentests beantworten Fragen wie: “Sind die Abweichungen, die sich bei meinem Versuch ergeben haben, nur Zufallsschwankungen oder bringt das Wundermittel X wirklich etwas?”. Eine Klausur könnte so ähnlich aussehen. 46 von 156 Teilnehmern haben die Klausur im Wintersemester 2006 nicht bestanden.
Hilfreiches
- Statistik I Skript
- Statistik II Skript
- Empirical Methods: Slides
- Statistik I Übersicht
- Statistik I Mini-Skript (sehr nützlich)

Linguistik
Ich habe die Vorlesung Introduction to Linguistics bei Prof. Dr. Peter Bosch und Jun. Prof. Dr. Stefan Evert besucht.
Was du lernst
Die auf Englisch gehaltene Vorlesung gibt eine Einführung in das Gebiet der Sprachwissenschaft. Dazu zählen:
- History of linguistics
- Phonetics
- Phonology
- Morphology
- Syntax
- Semantics
- Pragmatics
- Discourse Processing
- Sentence Processing
- Connectionist Models
Linguistik ist aus zweierlei Gründen wichtig für die Kognitionswissenschaft. Einer davon wird bereits im ersten Slide der ersten Vorlesung erklärt: Sprache ist eine angeborene kognitive Fähigkeit des Menschen — und nur des Menschen. Deshalb muss jede Theorie des menschlichen Geistes auch das Phänomen Sprache beachten.

© Peter Bosch
Der zweite Grund: Linguistik ist Voraussetzung für die Computerlinguistik, die wiederum ein Teilgebiet der künstlichen Intelligenz ist. Hier wird versucht, Aufgaben zu automatisieren, die ein gewisses “Verständnis” von Texten erfordern (maschinelle Übersetzung, Textzusammenfassung, etc.).
Mir persönlich fiel es schwer, mich für Linguistik zu motivieren. Ich studiere Cognitive Science, weil ich mehr über das zunehmend wichtiger werdende Gebiet der allgemeinen künstlichen Intelligenz lernen will. Dafür ist es meiner Meinung nach sinnvoller, kognitive Fähigkeiten — Intelligenz — abstrakter zu betrachten als auf Ebene der Sprache (Grund 1) und wenig hilfreich, Teilziele mit pseudointelligenten Algorithmen zu erreichen (Grund 2).
Die Vorlesungen
Obwohl kein Skript zur Verfügung steht, ist es dank der gut ausgearbeiteten Slides nicht schwer, verpasste Vorlesungen daheim nachzuarbeiten. Mehr fällt mir nicht zu den Vorlesungen ein; möglich, dass ich nicht oft genug und nicht oft genug konzentriert in der Vorlesung war. Die Vorlesung fiel auf die letzten zwei Stunden der zehn Stunden Vorlesungen am Dienstag.
Die Hausaufgaben
Im Unterschied zu anderen Fächern zählen die Hausaufgaben in Linguistik zur Endnote. Je vier Studenten erledigen die Aufgaben zusammen. Die Aufgabenstellungen (1, 2, 3, 4) umfassen Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik und Diskursanalyse und sind im Team in 2-4 Stunden pro Hausaufgabe zu schaffen. Wenn du vermeidbaren Ärger vermeiden willst, gib die Hausaufgaben vor der Vorlesung ab, die zum Abgabedatum stattfindet — nicht während, nicht nach.
Die Klausuren
Neben der Tatsache, dass die Hausaufgaben mit in die Note einfließen, unterscheidet sich die Bewertung in Linguistik in noch einer Hinsicht von anderen Fächern: Der Klausurteil der Endnote kommt nicht durch eine Klausur zum Ende des Semesters zustande, sondern setzt sich zu gleichen Teilen aus dem Midterm und der Endklausur zusammen. Das Midterm behandelt die Aspekte bis einschließlich Syntax, die Endklausur alle Aspekte ab (und zum Teil einschließlich) Syntax. Die Fragen in den Klausuren sind zum Teil einfach, zum Teil knifflig, aber immer Multiple Choice. So gut wie jeder hat Linguistik bestanden.
Hilfreiches
- Linguistik Karteikarten Pre-Midterm
- Linguistik Karteikarten Post-Midterm
- Linguistik Post-Midterm Zusammenfassung von Lena Kästner
- Linguistik Post-Midterm Zusammenfassung von Nico Möller
- Zusammenfassung von Fabian M. Suchanek

Foundations of Cognitive Science
Ich habe die Vorlesung Foundations of Cognitive Science bei Jun. Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger besucht.

Die Vorlesungen
Der Besuch der Ringvorlesung Foundations of Cognitive Science ist nicht verpflichtend. Der Schein kann für keines der Module verwendet werden. Die Vorlesung wird dennoch von fast allen Erstsemestern belegt, da sie hilft, einen Überblick über das Gebiet der Kognitionswissenschaft zu bekommen und Interesse an Teilbereichen zu finden, von denen man vorher wenig mehr als den Namen gehört hatte.
Im Gegensatz zu allen anderen Fächern werden die Vorlesungen hier nicht durchgehend von einem Professor gehalten. Stattdessen gibt jede Woche ein anderer Professor Einblick in sein Fachgebiet. Im Jahr 2006 fanden folgende Vorlesungen statt, alle in englischer Sprache:
- What is Cognitive Science?
- Methods Used in Cognitive Science
- What the Hell is Neurobiopsychology?
- Computational Models of Creativity
- Philosophical Problems Concerning Mind and Cognition
- Comprehension as a Paradigm for Cognition
- Lessons from neurodegenerative diseases for a molecular approach to cognition
- Language and Cognition
- Introduction to Combinatorial Optimization
- Knowledge-based Systems
- Special Issues in AI
Wenn ich eine Vorlesung als die interessanteste auswählen müsste, so wäre das Introduction to Combinatorial Optimization von Sigrid Knust.
Die Klausur
Multiple Choice, für jede Frage gibt es genau eine richtige Antwort. Wer bei den Vorlesungen anwesend ist und sich vor der Klausur die Slides zweimal durchliest, eventuell zusammenfasst, wird bestehen. Auch dann, wenn man Rätsel wie das folgende nicht lösen kann — das war die letzte Frage der Klausur:
Mr. Smith: How have you been?
Mr. Jones: Good. How are you and your children?
Mr. Smith: Fine. Thanks for asking.
Mr. Jones: It’s been a while. How old are your three daughters now?
Mr. Smith: The product of the ages of my daughters is 36 and the sum of their ages is today’s date.
Mr. Jones: I know today’s date but I need more information. Give me another hint.
Mr. Smith: OK, my oldest daughter plays the piano.
Mr. Jones: Now I know how old they are…
What are the ages of each daughter?
Hilfreiches

Logik
Ich habe die Vorlesung Foundations of Logic I bei Prof. Dr. Achim Stephan besucht.

Was du lernst
Gottlob Frege, 1918:
Wahrheiten zu entdecken, ist Aufgabe aller Wissenschaften: der Logik kommt es zu, die Gesetze des Wahrseins zu erkennen.
In den auf Englisch gehaltenen Vorlesungen lernst du, mit Aussagen- und Prädikatenlogik umzugehen und, beim Bearbeiten der Übungsaufgaben, welche Vorgehensweise erfolgversprechend ist, wenn man etwas beweisen will. Ein schrittweises Herangehen an Beweise (und Ziele jeder Art!) könnte so aussehen: “Was will ich erreichen?” — “Wie sehen die letzten Schritte aus?” — “Welche Zwischenschritte sind nötig, um zu diesen letzten Schritten zu gelangen?” — “Wie kann ich — ausgehend von dem, was ich habe — zu den Zwischenschritten gelangen?”.
Die Themen der einzelnen Vorlesungen:
- What is Logic? What is it good for?
- Propositional Logic
- Propositions and truth-functional connectives
- “If –then”-Sentences, Conditionals, and Biconditionals
- The Syntax and Semantics of “PropLog”. Validity and logical truth.
- Semantic trees.
- The system of natural deduction for PropLog.
- Derived Rules and Theorems.
- The Axiomatic System CA. Soundness and Completeness.
- Predicate Logic
- A formal language for predicate logic.
- Rules of Proof and Theorems of PredLog.
- Derived Rules of Proof, Models, and Interpretations.
- Interpretations, Models, and Semantic Trees.
Das Wissen aus der Vorlesung brauchst du in Teilbereichen der künstlichen Intelligenz. Logisches Schließen liegt automatischen Beweissystemen (Deduktion) und maschinellem Lernen (Induktion) zugrunde.
Die Vorlesungen
Neben Empiricial Methods war Logik die einzige Vorlesung, die um 8:00 Uhr morgens stattfand. Die Vorlesungen waren sehr gut vorbereitet und folgten exakt dem ausführlichen Skript, das zusammen mit den Slides nach der jeweiligen Vorlesung ins Netz gestellt wurde. Was man in Logik lernt, lernt man hauptsächlich aus dem Bearbeiten von Übungsaufgaben. Im Beweisen von Sätzen wird man nicht dadurch gut, dass man alle Regeln kennt (was notwendig ist), sondern dadurch, dass man es wieder und wieder versucht.
Die Übungen, die ich in Logik besucht habe, wurden (wie auch in Linguistik) von Maria Cieschinger gehalten und das Besuchen hat sich gelohnt. Sie hat den Inhalt der jeweils letzten Vorlesung übersichtlich gegliedert zusammengefasst, Beispielaufgaben bearbeitet und Fragen beantwortet. Sowohl in Logik als auch in Linguistik ist das Besuchen der Übungen wichtiger als das Besuchen der Vorlesungen.
Die Klausuren
Neben der Klausur am Ende des Semesters gab es ein Midterm, das nicht in die Note miteinging und im Vergleich zur Endklausur sehr viel einfacher war.
Mensch-ist-das-einfach-ich-lerne-besser-nichts-mehr-einfach.
Die Endklausur war schwer — für mich die schwerste aller Klausuren des ersten Semesters. 39 von 105 Teilnehmern haben die Klausur nicht bestanden. Für die Endklausur sollte man semantische Bäume und Beweise in Aussagen- und Prädikatenlogik aufbauen, ausformulierte Sätze in logische Systeme übertragen, Countermodels finden und mit den Begriffen Soundness (Widerspruchsfreiheit) und Completeness (Vollständigkeit) etwas anfangen können.
Hilfreiches
- Logic Primer - 2nd Edition - Volltext aus dem Uni-Netz abrufbar
- Einführung in die moderne Logik von Franz von Kutschera, Alfred Breitkopf
- Proof checker, Countermodel Checker, Wff Checker, Equivalency Checker
- Propositional Logic: Semantic Trees
- Predicate Logic: Semantic Trees
- Rules for Proofs
- Proof Tricks
- Countermodels

Die Bachelor-Note
Die Abschlussnote setzt sich zusammen aus den Modulnoten und der Note der Bachelor-Arbeit am Ende des Studiums. Bastian Tenbergen schrieb in seiner sehr lesenswerten Beschreibung des Coxi-Studiums:
CogSci besteht aus Mathematik, Informatik, Philosophie, Psychologie, Neurowissenschaften, Linguistik, Neurobiologie und Künstlicher Intelligenz. Ihr müsst mindestens 5 dieser 8 Module erfüllen durch studienbegleitende Modulprüfungen, zwei der fünf sind jedoch durch Scheinanreichen anerkennbar. Dazu kommt — natürlich — noch die Bsc-These. Welche dieser Fächer ihr nehmt ist einzig euch überlassen.
Das heißt: Von allen Fächern, in denen Klausuren geschrieben werden, sind für den Bachelorabschluss nur die Klausurnoten aus maximal zwei Fächern relevant. Dabei ist zu beachten:
Man bewirbt sich normalerweise NICHT mit seinem BSc-Zeugnis sondern mit seinem Transkript. Darum sind ALLE Noten wichtig (auch wenn nur die Modulprüfungen in Gesamtnote eingehen).
Wer Klausuren nicht besteht (in der Regel ist das mit weniger als 50% der Punkte der Fall, Mathe ist eine Ausnahme), kann an einer Nachschreibklausur teilnehmen. Klappt das auch nicht, so kann die jeweilige Vorlesung im nächsten Jahr noch einmal belegt werden. Mehr zur Notengebung und zu zahlreichen anderen für dein Studium relevanten Fragen kannst du in Bastians CogSci FAQ nachlesen.

Noch Fragen?
Dieser Text ist nicht offiziell, spiegelt lediglich meinen Eindruck nach dem ersten Semester wieder und mag Fehler enthalten, nicht auf dem aktuellsten Stand sein oder gar beides (über Korrekturen freue ich mich). Für weitere, offiziellere und zuverlässigere Informationen:
- Besuche die offizielle Website des Studiengangs.
- Lies die Studienordnung und die Prüfungsordnung.
- Besuche die Fachschaftsseite.
- Besuche die Seite für Erstsemester.
Wenn du noch Fragen zu Osnabrück, zum Studiengang Cognitive Science oder zu einzelnen Fächern hast: Einfach hier als Kommentar oder per Mail schreiben. Ich helfe gerne weiter.
Du bist ab Oktober 2008 mit dabei? In der CogSci Osnabrück 2008-Gruppe im StudiVZ findest du deine zukünftigen Kommilitonen.






Danke Andreas! Das war mal eine detailreiche Zusammenfassung, die einem einen guten Einblick in CogSci verschafft. Mir hat es jedenfalls sehr geholfen :).
Scheint so, als ob jeder nach dem Studium das macht, was er eben daraus macht ;). Master of Computer Science nach nem Bachelor in Cognitive Science scheint mir im Moment ein guter Weg zu sein, AGI/KI zu erforschen. Planst Du auch nach dem Bachelor auf Informatik umzusteigen?
So long,
Lucas
Momentan ist die Kombination Bachelor Cognitive Science - Master Computer Science in Deutschland der beste Weg Richtung AGI. Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, was ich nach dem Bachelor mache, würde meine Wahl auf Informatik an der TU München fallen. Jürgen Schmidhubers Vorlesung Machine Learning & Optimization II sieht spannend aus.
Hey, das ist genau das, was ich gesucht habe!
Die Dinge, die du dich gefragt hast, frage ich mich im Moment (und auch schon länger) auch. Ich danke dir für diese Einblicke in das Studium, das ich wohl dann im kommenden Wintersemester beginnen werde. :)
Hey, wirklich tolle Seite, die du da eingerichtet hast :)
Nun hab ich aber eine kleine Frage: Nämlich ob ein Fachwechsel nach dem BSc zur Psychologie hier zu Lande möglich ist, da ich nur den Verweis zur “Cognitive/Biological Psychology” gefunden habe.
Nein, ich bin nicht einer von denen, deren Abinote nicht ausreicht und sich deshalb durchwinden möchten, ich habe schon ein ernsthaftes Interesse an Coxi :]
Danke im Voraus! :)
Da die (kognitive) Psychologie eine der Teildisziplinen des Studiums ist und es heißt, dass man bei entsprechender Spezialisierung während des Bachelors in jeder der Teildisziplinen einen Master machen kann, sollte ein Master der Psychologie möglich sein. Die Zulassungsordnungen der meisten Master-Studiengänge enthalten Formulierungen wie “wer entweder an einer deutschen Hochschule einen ersten berufsqualifizierenden Bachelor-Abschluss im Studiengang [Psychologie] oder in einem eng verwandten Studiengang erworben hat”.
Ich bin mir nicht sicher, ob Cognitive Science automatisch als “eng verwandter Studiengang” zählt. Frag hier oder hier nach und schreibe dann, was du erfahren hast. Ich kann mir vorstellen, dass sich viele die Frage stellen.
Vielen Dank für die zügige und ausführliche Antwort Andreas!
Ich werde die Frage weiterleiten und meine Erkenntnisse hier dann veröffentlichen :)
Da ich nur mehr oder weniger unschlüssige Antworten bekommen habe, habe ich mich direkt mit ein paar Universitäten auseinandergesetzt.
Grundsätzlich sei es möglich, allerdings müssen gewisse Leistungsnachweise erbracht werden.
An der Ruhr-Universität Bochum sind das bspw. jene:
“Für die Zulassung zu einem der beiden Masterstudiengänge Psychologie oder Klinische Psychologie. sind Leistungsbescheinigungen auf den Gebieten „Allgemeine und Biologische Psychologie“, „Intra- und Interpersonelle Prozesse“ und „Methodenlehre“ im Umfang von je 20 Kreditpunkten nachzuweisen. Für die Zulassung zum Masterstudiengang Psychologie
sind je nach gewähltem Schwerpunkt zusätzlich Leistungsbescheinigungen im Umfang von 12 Kreditpunkten aus einem dem Schwerpunkt entsprechenden Bereich nachzuweisen. Für die Zulassung zum Masterstudiengang Klinische Psychologie sind zusätzlich zu den Leistungsbescheinigungen für die Bereiche „Allgemeine und Biologische Psychologie“, „Intra- und Interpersonelle Prozesse“ und „Methodenlehre“ Leistungsbescheinigungen in “Klinischer Psychologie / Pathopsychologie” und “Psychotherapie” im Umfang von je 6 Kreditpunkten (bzw. Teilnahme an jeweils einer Vorlesung und mindestens einem Seminar) vorzulegen.
Sofern für einen der beiden Master-Studiengänge die zusätzlichen Leistungsbescheinigungen im Umfang von 12 KP fehlen, kann in besonders begründeten Ausnahmefällen der Prüfungsausschuss eine Zulassung mit Auflagen erteilen.”
Ich erwarte noch Antworten von anderen Universitäten, nun würde ich allerdings gerne wissen, ob man diese Module insoweit zulässig überhaupt belegen kann, damit ein Fachwechsel möglich wäre?
(Für mich besonders interessant ist der Schwerpunkt “Kognitive Neurowissenschaften” ;))
Wenn ich mir die während des Bachelors verpflichtenden und möglichen Psychologie-Vorlesungen ansehe und das mit den Anforderungen der Uni Bochum vergleiche, sieht es für mich nicht so aus, als ob du damit eine gute Grundlage für einen (reinen) Psychologie-Master legst. Aber warte am besten die Antworten der anderen Universitäten ab und frage mit den Informationen nochmals in Osnabrück nach. Falls dir die Psychologen nicht weiterhelfen, wende dich an Kai-Uwe Kühnberger, Achim Stephan oder die zentrale Studienberatung.
Soweit ich nun Antwort erhalten habe, scheint es schon so, dass es generell möglich ist. Man muss auch beachten, dass zur Zeit nicht sonderlich viele Master-Angebote bestehen. Die besten Chancen aufgenommen zu werden bietet wohl die Uni München mit dem Studiengang “Neuro-cognitive Psychology”. Dass ich aber auf jeder zweiten Seite auf das Schlagwort “Elite” stoße, will ich mal nicht weiter erwähnt haben :)
Aber mal ne ganz andere Frage: Trotz aller Recherche fällt es mir schwer einen Eindruck über den gesamten Lernaufwand - insbesondere im ersten bis zweiten Semester - zu gewinnen. Wenn ich den Stoff so auf- und abwälze, scheint das schon immens viel zu sein, obgleich ich vielleicht auch schon gewisse Vorkenntnisse in Logik, Linguistik und Informatik habe. Es sind eben doch reichlich viele Fächer vertreten, da fällt eine Einschätzung irgendwie schwer :]
Verglichen mit anderen Studiengängen ist es viel Stoff, aber es ist machbar — besonders dann, wenn du weißt, aus welchem Grund du die Vorlesungen der ersten zwei Semester besuchst und dein Grund nicht in erster Linie “weil das nun mal die Pflichtveranstaltungen sind” lautet.
Ich habe im ersten Semester unter der Woche den Großteil meiner freien Zeit in das Studium investiert, dafür zwischen Freitag Nachmittag und Sonntag Abend nichts für die Uni getan. Das hat sehr gut funktioniert. Ich hatte ein paar Vorkenntnisse in Informatik, dazu Schulwissen in Mathe, Statistik und Neurobio.
Danke für die zahlreichen Antworten, ich hab hier folgend noch eine kleine Linksammlung angefertigt rund um das Thema CogSi, Studium und Osnabrück.
Berufspraxisfelder der Kognitionswissenschaft
http://www.cogsci.uni-osnabrueck.de/cogsci/dirs/dynamic/kw_bericht.html
Für Erstsemesterer
http://www.cogsci.uos.de/~fachschaft/erstsemester/
Literaturempfehlungen der Uni Freiburg
http://cognition.iig.uni-freiburg.de/teaching/kognitionswissenschaft/Literaturempfehlungen.pdf
Student’s Page (enthält auch zahlreiche Skripte für Nichtstudenten)
http://www.cogsci.uni-osnabrueck.de/~fachschaft/v3/index.php
Interessantes Magazin mit Podcasts, viele passende Themen
http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/798884&_z=798884
Bericht der AK für CogSi
http://www.gk-ev.de/Dokumente/Archiv/2003/Erster Bericht.pdf
Kurzer Überblick der Fachschaft
http://www.fskw.net/docs/FSKWFlyer.pdf
Umfangreiches Mathe Skript
http://www.mia.uni-saarland.de/Teaching/MFI03/mfi1scriptmain.pdf
Veranstaltungs- und Personalverzeichnis zum Reinschnuppern
http://www.osnanet.de/wenner/buchweb/anti/musterse/vpv_mus.pdf
Zum Schmunzeln :)
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/39061/
Zum bisschen besseren Zurechtfinden :]
Hi!
Ich hab mal eine Frage zum Master, falls Du mir darüber auch Infos geben kannst.
Kann man den Master in CogSci auch mit einem Bachelor in Computerlinguistik machen?
Danke schonmal!
Hi Stefanie,
auf http://www.cogsci.uos.de unter Studiengänge - Master heißt es dazu:
“Bewerber und Bewerberinnen für das Cognitive Science Masterprogramm an der Universtität Osnabrück müssen einen Bachelorabschluss in Cognitive Science (oder einem vergleichbaren Abschluss) mit einer Abschlussnote von mindestens 2,0 haben (dies entspricht der ECTS Note B).
Bewerber und Bewerberinnen mit einem Bachelor (oder einem vergleichbaren Abschluss) in Künstlicher Intelligenz, Biologie, Informatik, (Computer-) Linguistik, Mathematik, Neurowissenschaften, Philosophie oder Psychologie können zum Masterprogramm zugelassen werden.”
Jap! Kannste machen ;-)
Liebe Grüße,
Basti
Hallo Andreas,
vielen Dank für die Seite. Nach einer solchen Beschreibung des Faches habe ich schon länger gesucht. Ich fang nun vielleicht auch mit Cognitive Science im Wintersemester an. Nur was ich immer noch nicht herausfinden konnte, ist, ob es außer Forschung noch andere Berufsfelder gibt, wo man, wenn man dann endlich mal fertig ist, arbeiten könnte. Aber wahrscheinlich gibt es da keine kontrekte Antwort. Naja mal sehen.
Danke trotzdem für die Einführung.
Gruß Sigrun
Hi Sigrun,
auch wenn CogSci ein forschungsorientierter Studiengang ist, soll das nicht heißen, dass es nicht auch Jobmöglichkeiten außerhalb der Forschung gibt. Je nachdem, welche Module du als Konzentration wählst. Also Linguist oder Informatiker kann man so sicherlich einen Job in einer guten Softwareschmiede finden…
Fokus von CogSci ist aber wahrlich die Forschung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass 80% der Absolventen irgendwie weiterhin was mit Forschung machen…
Aber halte dir auch vor Augen, dass es ein Bachelor-Program ist. D.h. aller Wahrscheinlichkeit willst du nachher sowieso noch nen Master machen. Und für dein Masterstudium kannst du ja etwas weniger forschungsorientiertes aussuchen…
Eines ist allerdings klar: Mit nem Abschluss in Cognitive Science bist du eine Art Joker, denn du hast fundiertes und detailiertes Wissen in vielen Fächern, nicht nur einem oder zwei.
Basti
Ich hab ne Frage zu der Klausuraufgabe in Foundations of Cognitive Science(die oben auch beschrieben ist):
Ich weiß zwar nicht welches Datum da gemeint ist, aber ich halte den wahrscheinlichsten Fall für “4, 3 und 3″, da “a while” von der Kategorisierung eher auf “a few moments” oder etwa “several weeks” passt, aus meinem Erfahrungsschatz. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit etwa 5,5 Jahren, also beim Lösungsovrschlag mit “6 3 2″ schon Klavier spielte, ist eher höher als eine Weile vor 4. So könnte es sich eher um eine neue Information handeln.
Das beschäftigt mich nun aber doch zu arg, weißt du zufällig die Antwort? Liege ich arg falsch? :)
Die Lösung für die Foundations of Cognitive Science-Klausuraufgabe ist eindeutig. Du musst weder mit Wahrscheinlichkeiten argumentieren noch dir überlegen, ob man mit einem bestimmten Alter schon Klavier spielen kann oder noch nicht.
Hey Andreas,
ich komme auf “9, 2 und 2″. Right?
Gruß,
Lucas
Hi,
ich war zwar nicht in der Vorlesung, aber ich komme auch auf “9,2,2″ und darauf dass heute der 13. ist.
Denn nur für den 13. ergeben sich zwei Möglichkeiten, “9,2,2″ und “1,6,6″ (und es muss zwei geben, sonst hätte es Mr. Jones ja schon eher gewusst). Da es aber genau eine älteste gibt, ist die erste Lösung richtig (oder ich habe mich gerade blamiert :-)).
Liebe Grüße,
Frauke
Klingt einleuchtend :-).
Cool :-)
Ich kann´s gar nicht abwarten mit dem Studium anzufangen.
LG,
Frauke (Noch-nicht-Coxi)
Mist, hatte mich doch im Rätselgewühl verirrt.
Aber stimmt, die Lösung ist simpel und nachvollziehbar :]
Hi,
ist der Verdienst mit einem Abschluss der Cognitive Science wirklich so gering? Nicht das mich das jetzt so tangieren würde, ich stolper nur immer wieder darüber. Vielleicht weiß ja jemand mehr.
LG,
Alex
Das hat glaube ich weniger mit einem Abschluss in Cognitive Science zu tun, als mit der Tatsache, dass du den Hochschulgrad “Bachelor” erhälst. Als Bachelor ist man “nur” eine etwas bessere Hilfskraft. Wissenschaftliche Mitarbeiter ohne Hochschulgrad bekommen laut dem Bundesamt für Besoldung “nur” knapp 7€, während die selben mit Hochschulgrad indestens 10€ bekommen. Pro Stunde versteht sich.
Es kommt aber abolsut auf den Job an… klar, dass man als HiWi in Labor XY weniger bekommt, als bei IBM als Systemanalytiker…
Wie dem auch sei, wenn du also Kohle scheffeln willst, musst du entweder noch nen Master hinterher machen, oder besser: ganz von der Wissenschaft wegbleiben und Jura oder so studieren. Hüstel. ;-)
CogSci wird man nicht, weil man viel Geld verdienen will, man wird CogSci aus Überzeugung.
Das sehe ich auch so. Der Ertrag pro Stunde investierter Zeit ist bei CogSci mehr in deiner persönlichen Weiterentwicklung als in späteren vorhandenen oder nicht vorhandenen finanziellen Mitteln zu suchen. Was du bekommst ist eine nicht gerade oberflächliche Ausstattung mit den intellektuellen Werkzeugen verschiedener Wissenschaftsgebiete, die es dir erlaubt, Probleme aus mehreren Perspektiven zu sehen, Parallelen zu ziehen und Lösungswege zu finden, die Leuten vom Fach eventuell nicht sofort ins Auge stechen.
Dass gerade dieses Querdenken eine der Fähigkeiten ist, die ich mir als Unternehmen auf der Suche nach Angestellten von Bewerbern wünschen würde, ist eine andere Sache.
Ich bin mehr und mehr davon überzeugt, dass Cognitive Science mit das Beste ist, was mir passieren konnte.
Mein Zweitsemesterstundenplan.
Hey Andreas,
wofür steht “SoC”?
Summer of Code. Hat nichts mit Osnabrück zu tun.
@ Basti (der zitierte ;-) ):
So war das nun auch nicht gemeint, dass ich meine Ausbildung primär darauf auslegen möchte möglichst viel Geld zu verdienen. Ein langjähriges zeit- und vor allem geldintensives Studium sollte sich im Nachhinein eben auch auszahlen. Wenn sich das nun nur auf den Bachelor-Abschluss bezog ist es doch nachvollziehbar, dass man mit solch einer eher rudimentär-umfassenden Ausbildung nicht gerade die Früchte vom Baum schüttelt.
@Alexander: Schon klar, no offense taken ;-)
Ich wollte auch nur klarstellen, dass Marktwirtschaft der natürliche Feind der Wissenschaft ist und man als Wissenschaftler nicht unbedingt immer eine 100 Kilo Euro Karriere hinlegt.
Wie dem auch sei. Auch wenn der Hochschulgrad “Bachelor” die kleinste akademische Auszeichnung ist, würde ich ich einen Bachelor-Abschluss in CogSci an der Uni Osnabrück allerdings ganz und gar nicht als “rudimentär” beschreiben. Im Gegenteil: Als CogSci BSc hast du mehr fachspezifisches Wissen als so manch ein Diplominformatiker, Bio-Bachelor oder Diplom-Psychologe. Kommt natürlich drauf an, was du aus deiner Ausbildung machst und mit nimmst. Das müssen nur die Personalchefs dieser Welt kapieren ;-)
1a!
Viel weniger Studienwechsel würde es geben, wenn es für alle Fächer so detaillierte, sorgfältig ausgearbeitete Beschreibungen gäbe.
Es sieht so aus, als hättest du mich begeistert, vielleicht sehen wir uns ab Oktober in Osnabrück.
gefällt!
Respeckt
Wirklich tolle Seite!
Ich wollte nach der Schule bereits Cognitive Science studieren, habe aber auf drängen meiner Familie “etwas ordentliches” zu studieren, Biologie in Bochum angefangen. Als Schüler eines Bio-LK hatte ich natürlich auch daran großes Interesse.
Nun bin ich aber vom Studium alles andere als begeistert.. und überlege zu wechseln.
Meine ersten beiden Semester Bio waren sehr zeitraubend, ich habe (freiwillig) viel Zeit investiert.
Mich stört vor allem, dass hier alles so theoretisch ist. NUR lernen, wenig wirklich verstehen.
Ist das bei CogSci anders? Natürlich habe den ganzen Text gelesen, aber zwischen “ist zu schaffen” und “ist zu verstehen und schaffen” liegt für mich ein großer (ideologisch relevanter) Unterschied.
Meine Bisherigen Noten sind:
Vorkurs: Mathematische Hilfsmittel der Physik - 1.7
Mathematik - 1.0
Biologie I - 2.0
Was meinst du? Schaffbar?
Natürlich erwarte ich keine konkrete Empfehlung, ich würde nur gerne wissen, ob das Wagnis zumindest grundlage hat.
Vorkenntnisse aus der Schule sind lediglich leidliche Erfahrungen in Informatik (mit Turbo-Pascal) und natürlich Neurologie.
Tut mir leid, dass es so viele Fragen geworden sind, aber die kamen so aus den Fingern. ;)
Vielen Dank schonmal!
Hi Mattis,
darauf, dass zumindest die ersten beiden Semester sehr zeitraubend werden, kannst du dich auch bei Cognitive Science einstellen.
Dass das Studium schaffbar ist — besonders, da du kein Problem mit Mathe zu haben scheinst — ist keine Frage.
Was das Verstehen angeht: Zumindest Mathe, Informatik und Logik musst du verstehen, um darin gut zu sein, aber keine Angst: Die Übungen und Hausaufgaben sorgen dafür. Bei den übrigen genügt es vermutlich, die Inhalte auswendig zu lernen, wobei das vor allem langfristig gesehen keine gute Idee ist. Siehe die drei zentralen Erkenntnisse der kognitiven Psychologie bzgl. sinnvollem Lernen:
Am besten, du kommst nach Osnabrück und hörst dir ein paar Vorlesungen an, bevor du dich für oder gegen Cognitive Science entscheidest.
[…] Cognitive Science ist die Lehre von den Optimierungsprozessen. In Psychologie und Neurobiologie wird der effektivste bekannte Optimierungsprozess, das menschliche Gehirn, analysiert, in Mathe, Informatik, Statistik und Logik werden die methodische Grundlagen für den Bau von künstlichen Optimierungsprozessen unterrichtet. […]
Wow, die ganze Info muss jetzt erst mal verdaut werden…
Ich war bei einer Studienberatung in Bremen, die mir diesen Studiengang für mich empfohlen hat, was mir etwas Sorgen bereitet, ist Informatik. Ich zweifle nicht daran, dass ich es interessant finden könnte, habe aber wirklich NULL Vorkentnisse.
Mein Abi war sehr durchmischt, war nirgendwo echt schlecht, aber auch nirgends der absolute Durchblicker.
Mathe 11, Deutsch 10, Bio 12, Englisch 12, Seminarkurs Bio (Gentechnik)13.
Dabei muss ich sagen, dass ich für Deutsch und Englisch relativ wenig getan hab, für Mathe enorm viel (was weniger Spaß gemacht hat) und für Bio auch recht viel (was viel Spaß gemacht hat).
Insgesamt stelle ich mir den ganzen Studiengang sehr spannend und arbeitsintensiv vor, ich denke auch, dass ich schon eher aus Überzeugung/Idealen studieren werde als aus finanziellen/karrieretechnischen Gründen. Aber gute Aussichten auf einen Arbeitsplatz wären natürlich nett. Schade, dass das so schlecht mit dem Gebiet “Forschung” vereinbar ist.
Andererseits kenne ich jemanden, der molekulare Genetik (oder so) studiert und meinte, in Deutschland würde es zwar schlecht aussehen mit der Forschung, in Amerika aber sehr gut –> 8 von 10 seiner alten Freunde sind inzwischen in Amerika als Forscher tätig und bekommen ordentlich Knete…
so long, gruß
Joris
Wenn du dir Mühe gibst, wirst du auch ohne Vorkenntnisse mit Info kaum Probleme haben. Du wirst bei weitem nicht der einzige ohne Vorkenntnisse sein.
Mit einem Master im Ausland müssen dich die Jobaussichten in Deutschland nicht besonders kümmern. Prognosen über die Nachfrage nach Leuten aus den Teilgebieten von Cognitive Science über fünf oder mehr Jahre in die Zukunft sind schwierig. Die Menschen, die hier studieren, sind dafür zu unterschiedlich und die Möglichkeiten nach dem Bachelor zu vielfältig. Aber du kannst dir überlegen, ob du es für wahrscheinlicher hältst, dass Bereiche wie Machine Learning und Neurowissenschaften in Zukunft an Relevanz zunehmen oder abnehmen ;).
Ich kann Andreas nur Zustimmen. Die Moeglichkeiten mit einem Bachelor in CogSci sind zu vielfaeltig, als dass man prognostizieren kann, was die Karriere mit einem solchen Abschluss bringt. Aber eines soll immer wieder gesagt sein: Man wird nicht Wissenschaftler (in KEINEM Gebiet), weil man Geldgeil ist. Karriere machen, kann man aber auch ohne steinreich zu werden ;-)
Ein Beispiel aber noch zum Thema “Kariere”. Nach meinem Bachelorabschluss in Cognitive Science in Osnabrueck, bin ich zur State University of New York in Oswego, NY, USA, gegangen und studiere nun Human-Computer Interaction. Ich habe ein Stipendium durch ein Graduate Assistantship und bin Research Assistant fuer ein von Microsoft und HP gesponsertes Tablet PC-Entwicklungsteam. Mein GPA ist 4.0 von 4.0 und meine Bachelor Endnote war 1.6 von 1.0. Ich sage das alles nicht, um auf die Kacke zu hauen, ich will nur zeigen, dass man mit einem fuerchterlichen Abitur immernoch ne super Karriere starten kann: Meine Abi Endnote war 3.0 (Nordrhein-Westfalen), LKs in Englisch und Biologie. Ich war uebrigens ganz, ganz furchtbar in Mathe in der Schule, aber wie gesagt: Im Studium bekommt man schon alles mit, was man wissen muss in Mathe ;-)
Hallo Andreas,
Vielen Danke für die Beschreibung des Cogsci Studiengangs.
Ich zögere noch zwischen den Bachelor in Osnabrueck, Bielefeld (Bachelor Kognitive Informatik), Saarbruecken (Computational Linguistics) oder einen traditionelle Informatik Studiengang (Karlsruhe).
Kannst du mir darüber Hinweise geben?
Mein Interesse liegt an Künstlicher Intelligenz. Meine erste Wahl war Osnabrueck, aber dann habe ich mich überlegt: wie wäre es mit Bielefeld? (http://www.techfak.uni-bielefeld.de/EDU/bachelor_koi_aufbau.html). Obwohl das für mich schwieriger und trockener sein wird, könnte das nach einigen Jahren die richtigen Kompetenzen geben, um sehr praktische Umsetzungen von Modelle zu machen?
Freundliche Gruesse,
Nicolas
Der Studienplan für kognitive Informatik gefällt mir. Im Wesentlichen entspricht der einem CogSci-Studium, bei dem du dich auf eine Spezialisierung auf die Module Mathe, Informatik und künstliche Intelligenz festlegst. Wenn du dir sicher bist, dass die Zusammenstellung in Bielefeld besser ist als jede, die du in Osnabrück haben könntest, ist Bielefeld vermutlich die bessere Wahl. Ich persönlich bin froh, (mehr) Mathematik und Neurobiologie anstelle von Vorlesungen über Betriebssysteme und Digitalelektronik wählen zu können.
Die Atmosphäre unter den Studenten könnte auch ein Faktor sein, aber da kann ich nicht vergleichen. Der Frauenanteil bei CogSci liegt bei 50%, in Informatik etwa bei 20% ;-).
Hey Andreas,
wow was für ne gute Seite! Vielen Dank, hat mir sehr geholfen!
Ich studiere zur Zeit Psychologie in Groningen/Niederlande und mir fehlen hier gewisse Teile, die scheinbar bei den Kognitionswissenschaften vertreten sind!
Grüße und Danke
Erstmal danke für den ausführlichen Bericht! Solche Informationen sucht man leider oft vergebens :(
Ich werde im nächsten Wintersemester anfangen zu studieren und Cognitive Science deckt eigentlich genau meine Interessengebiete ab. Bin aber noch am überlegen, ob ich tatsächlich meinen Bachelor in CogSci machen soll.
Momentan sehe ich zwei Möglichkeiten:
1. Bachelor in Informatik/Computer Science und dann den Master entweder in Berlin in Computational Neuroscience (http://www.bccn-berlin.de/graduate_programs/) oder in CogSci in Osnabrück.
2. Den Bachelor in CogSci in Osnabrück und dann mal schauen, ob ich den Master in Informatik, Computational Neuroscience oder CogSci mache.
Unter einem Link weiter oben aus den Kommentaren (http://www.cogsci.uni-osnabrueck.de/cogsci/dirs/dynamic/kw_bericht.html) habe ich folgende Aussage gefunden:
“Aufgrund der Stellenanzeigen der letzten Jahre läßt sich sagen, daß zur Mitarbeit in interdisziplinären Teams bisher sehr viel häufiger Informatiker, Linguisten und Psychologen mit einer kognitionswissenschaftlichen Zusatzausbildung gesucht werden als Personen mit einem Abschluß in der Kognitionswissenschaft. Personen mit kognitionswissenschaftlichen Qualifikationen, deren Kompetenzen in der Informatik, Linguistik oder Psychologie verankert sind, dürften daher in der nahen Zukunft bessere Berufsaussichten haben, als Personen, deren Kompetenz hauptsächlich auf dem Gebiet der Kognitionswissenschaft liegt.”
Das würde dann wohl eher für die erste Möglichkeit sprechen (wenn es nach den Berufsaussichten geht)? Andrerseits scheint mir der Artikel auf von 1996 zu sein und ist damit womöglich schon wieder veraltet?
Falls jemand Tipps oder Ratschläge hat, wie ich mich entscheiden soll (oder was ich dabei noch beachten soll), würde ich micht darüber freuen :)
MfG, blubb
Ich würde mich bei der Wahl meines Studienplatzes nicht um Stellenprognosen kümmern, die nach meinem Abschluss 17 Jahre alt sind. Wenn du sehr ehrgeizig bist, könntest du versuchen, CogSci und Info parallel zu studieren.
[…] Cognitive Science (zu Deutsch Kognitionswissenschaft) beschäftigt sich damit, wie der Mensch denkt. Es handelt sich dabei um einen Interdisziplinären Studiengang. Unter anderem sind die Disziplinen Neurobiologie, (kognitive) Psychologie, Informatik und Mathematik beteiligt. Einen sehr ausführlichen Bericht findet man unter http://www.aiplayground.org/artikel/coxi/. […]
Viel Lob und Dank an Andreas für diese äußerst informative und gut verdauliche Präsentation.
Je mehr ich über Kognitionswissenschaft erfahre, desto begeisterter werde ich.
Meine Bedenken über die Möglichkeit mit dem Erststudium eine breite Grundlage für das Berufsleben zu erhalten sind nahezu ausgeräumt. Während des Bachelor Studiengangs werde ich bestimmt merken welche Teildisziplin im Master vertieft werden will, sei es Informatik, Psychologie oder Mathematik.
Bald werde ich mir die Uni in Osnabrück anschauen.
MFG,
Raphi
Hi Ralphi,
schoen, dass dir CogSci gefaellt. Ich moechte dir und jedem Anderen, der an CogSci in Osna interessiert ist, naheliegen, einfach mal einen CogSci-Studenten (ggf. ueber die mailingliste: stud DOT all AT cogsci DOT uos DOT de ) in Osna anzusprechen. Man kann so nicht nur kostenlose Fuehrungen, sondern auch kostenlose Uebernachtungsmoeglichkeiten finden ;-)
Die CogScis sind ausnahmslos alle lieb und hilfsbereit und es findet sich sicherlich jemand, der euch Unterkunft gibt. Man muss nur fragen ;-)
Basti
PS: Wenn einer von euch mal in Oswego, NY, USA, ist, dann meldet euch… ich hab auch noch ne Couch frei ;-)
Hi Basti,
danke für den Tipp. Ich bin zwar schon mit vielen CogScis in Kontakt, aber die Mailingliste kann nicht schaden.
Hallo!
Geniale Seite - alle Achtung. Ich war mir zwar schon vorher sehr sicher, dass ich CogSci studieren möchte, aber diese Seite ist noch einmal mehr ein Grund
Ich hätte aber mal eine Frage zu dem Niveau in Informatik, bzw. die Bitte, ob ich vllt. mal eine typische Aufgabe zu sehen bekommen könnte. Gern aus dem 2.Semester… (vllt. per mail?!)
Gruß,
Strige
Hi Strige,
klar, Beispiel-Aufgaben gibt es genug. Ich habe Info A im WS2002/2003 und Info B im SS2003 gemacht. Ein paar Beispiel-Aufgaben (mit Loesungen) gibt es hier:
http://www.tenbergen.org/ainf.html
http://www.tenbergen.org/binf.html
Disclaimer: ;-)
Die Aufgaben stelle ich dort lediglich zur Ansicht zur Verfuegung und schaeme mich teilweise fuer die delitante Programmierarbeit - haltet es also nicht gegen mich ;-) (ich bin mittlerweile besser als das).
Auch koennte man auf die Idee kommen, diese Loesungen zu fuer die eigene Hausaufgabe in AInf/BInf zu verwenden. Ich stelle meinen Code nur als Hilfestellung zur Verfuegung, nicht als Loesung. Macht die Aufgaben lieber selber… Patrick, Oliver und Co merken das eh ;-)
Ansonsten: Jeder Code auf meine Seite ist (falls nicht anders angegeben) Open Source. Also: Viel Spass!
Basti
Hey Basti,
Danke für die schnelle Antwort.
Jo, dann wäre mir mit den Aufgaben auch die letzte Hemmung genommen - das sollte zu schaffen sein ;). (Osna, ich komme^^)
LG, Strige
[…] março 8, 2008 às 8:04 pm · Arquivado em Deutsch Was ist Kognitionswissenschaft? Ein hervorangender Blogeintrag: klick mich! […]
hallo,
wie schon oft gesagt: super überblick :) Ich hab so Cognitive Science quasi auf meiner “Favoritenliste” bzgl Studiengänge. Nur: ich hab überhaupt nix mit Informatik zu tun und mein Interesse dafür ist auch eher… begrenzt. Kann ich das alles trotzdem schaffen/wär Coxi trotzdem sinnvoll? Noch dazu: Ehrlich gesagt kann ich das menschlich nicht wirklich vertreten, einen künstlichen Menschen zu kreiern, aber die Funktionen des Gehirns find ich so für sich sehr spannend… Ich weiß halt nicht, inwiefern das mit dem Studium kompatibel ist oder nicht.
Danke schonmal für eine Antwort :)
Judith
Vorwissen in Informatik ist nicht nötig, ohne Interesse daran wird das Studium allerdings schwierig und unbefriedigend. Im ersten Jahr hat die Mehrzahl deiner Kurse mit Informatik zu tun, eben weil ein Verständnis der Funktionen des Gehirns ohne Kenntnis der Methoden der Informatik kaum möglich sein dürfte. Ich glaube nicht, dass viele von uns “einen künstlichen Menschen kreieren” wollen.
hi…also erstmal vorab….tolle seite,respekt!…ich habe lange überlegt was ich studieren will…und cogsci ist genau mein ding…einfach die komplette konstellation der studienfächer…mein problem ist nur,dass ich mich beim abi ganz schön hängen lassen hab und meine englisch note darunter gelitten hat…aber jetzt mach ich nen toefl test und hoffe dass ich immatrikulieren kann….das nächste problem ist:in diesem jahr kommt eine zulassungsbeschränkung dazu:die letztn 2 jahre mathematik durchschnittspunktzahl 9!…das wird bei mir nicht hinhauen….könnt ihr mir nen tipp geben wie ich das umgehen kann???…oder werde ich trotz dessen immatrikulieren können?….wäre für jeden tipp dankbar!!!
Hey bob!
Wow, eine neue Zulassungsbeschränkung! Woher weißt du das? Ich konnte keine Angaben finden, die darauf hinweisen.
Wenn deine Quelle sicher ist (!), solltest du einfach mal zu der Studienberatung gehen (http://www.zsb.uni-osnabrueck.de/). Das kann man auch rein telefonisch erledigen, solltest du nicht in der Nähe wohnen.
Ansonsten beginnt die Bewerbungsfrist erst am 01. Mai. Ich empfehle dir die Unterlagen schnell abzuschicken, damit Zeit bleibt über deinen Fall zu sprechen.
Da diese Regelung zum ersten Mal eintritt, wenn sie denn eintritt, kann ich nichts darüber sagen, wie ernst es den ganzen zulassenden Menschen damit ist.
Bei mir war es auf jeden Fall so, dass ich von der vorgeschriebenen Englischnote abwich. Ich glaub, ich war 0,5 Notenpunkte schlechter als angegeben.
Ich hab also bei der Studienberatung angerufen (das war etwa ein Monat vor Fristende für die Anmeldung) und mein Problem geschildert. Die sagten mir, dass zwar nochmal genau auf die Bewerbung geschaut werden müsste, diese Abweichung aber eigentlich in Ordnung ginge.
Also: Bewerbung abgeschickt und ein paar Wochen später den Zulassungsbescheid bekommen. Trotz Abweichung und ohne Englischtest.
Keine Ahnung wie gravierend deine Mathedurschnittsnote daneben liegt/liegen wird und keine Ahnung, ob in puncto Mathe-Zulassungsbeschränkung auch kräftiges Augenzudrücken betrieben wird.
Viel Glück!
Toby
PS.: Woher stammt die Info mit der Beschränkung?
ich hatte eine mail an die uni geschickt über die homepage von der osnabrücker uni…also schätz ich mal dass es eine sichere quelle ist…aber ich werd auf jeden fall bei der studienberatung vorbeischauen…wohn zwar im moment in berlin…aber eig komm ich aus der osnabrücker umgebung…danke trotzdem….achja und mein mathe schnitt liegt bei 7 punkten!!!…und noch was:da du ja schon anscheinend studierst:sind alle aufgenommen worden und wie voll ist der studiengang?
mfg
Gerngeschehen.
naja… dann hast du ja doch schon eine abweichung von 2 notenpunkten…
Wird sicherlich davon abhängig sein, wie viele sich einschreiben~
Im WS06/07 waren wir, glaube ich, so um die 80 Menschen. Im Jahr darauf noch etwa 50-60 (also müsste auch theoretisch eine Chance auf Quereinstieg bestehen).
Der Jahrgang nach uns im letzten Wintersemester zählte 100 Erstsemester.
Ich hab mal gehört, dass seit Beginn des Studiengangs die Zahl der Erstsemester mit jedem Jahr gewachsen ist. Mein Jahrgang (der im WS06/07 anfing) war der erste, bei dem es leicht zurückging.
Zu voll hab ich den Studiengang nie empfunden. Ich kann mich an ein paar Veranstaltungen zu Beginn des 1. Semesters erinnern, bei denen Studenten genötigt waren auf dem Boden zu sitzen. Dies betraf aber nur Veranstaltungen, die wir mit Lehrämtlern, Mathematikern und Informatikern geteilt haben.
Viel Glück!
Hi,
sehr schöne Seite Anreas! Respekt!
Schade das es praktisch die einzige Seite im Netz ist wo man mal richtige Informationen zum CogSci-Studium findet, die nicht völlig veraltet oder komplett undurchsichtig layoutet ist…
Ich hab mir die Seite schon vor Monaten mal durchgelesen und werde mit an-Sicherheit-grenzender-Warscheinlichkeit CogSci ab diesem Winter studieren. Am 09.04.08 fahre ich nach Osnabrück um mir eine Wohnung anzuschauen. Das werde ich wohl damit verbinden mir die Uni anzusehen.
Jetzt zu meinem Anliegen:
Ich meine ich hätte schon mal was davon gelesen, konnte es aber bis jetzt nicht wieder finden: Gibt es eine sinnvolle Möglichkeit wie man kontakt zu mehreren CogScis aufnehmen könnte, ein Forum oder so? Ich wollte nämlich mal nachfragen ob mir von denen vielleicht einer kurz die Uni zeigen könnte (wenn ich sowieso schon da bin) und mir vielleicht noch ein paar interessante Einblicke ins Studium ermöglicht.
Mit freundlichen Grüßen, Felix
Die Fachschaftsmailingliste: fachschaft@cogsci.uni-osnabrueck.de
Je nachdem, wie mein Stundenplan aussieht, kann ich dir (bzw. euch) die Uni gerne zeigen, Fragen beantworten etc. Als Treffpunkt würde sich 11:50 vor der Mensa am Westerberg anbieten (im Erdgeschoss des AVZ).
Das wäre ja sehr cool!
Ein Freund von mir (der hier schon unter dem Pseudonym “blubb” gepostet hat) würde dann auch mitkommen wollen, sowie noch ein anderer Freund, den das Studium zwar nicht interessiert, der aber trotzdem mitwill ^^
Btw: Ich habe gehöhrt, die Mensa der Uni Osnabrück soll die beste Deutschlands sein… Stimmt das?
Mit freundlichen Grüßen, Felix
Hallo,
bin gerade wie wahrscheinlich viele andere Verzweifelte auf der Suche nach DEM Studiengang. Meine Interessen liegen im Bereich Medizin/Neurologie/Neurowissenschaften und Mathematik. Ich habe das Gefühl das CogSci sehr informatik/technik-lastig ist und würde lieber zwei Studiengänge wählen und dann je nachdem wie das Ganze tatsächlich läuft mich später für einen entscheiden.
Deshalb wäre meine Frage, ob es möglich ist, neben Coxi noch “normal” Mathe zu studieren? Oder ist das allein von der Arbeitsbelastung her utopisch?
Und weiß jemand etwas über den Studiengang “Angewandte Systemwissenschaften”, der auch in Osnabrück angeboten wird? Gibt es da eventuelle Schnittstellen/Kooperationen mit den CogScis?
Bin dankbar für jede Anregung!
Einen reinen Mathematik-Studiengang gibt es an der Uni Osnabrück nicht, insofern müsstest du entweder den Mathe/Info-Bachelor oder einen 2-Fächer-Bachelor wählen und dazu als Nebenfach CogSci. Ein normales CogSci-Studium und zusätzlich einen der genannten Studiengänge kann man mit entsprechendem Arbeitsaufwand schaffen, aber ich würde mir die empfohlenen Stundenpläne beider Studiengänge sehr genau ansehen bevor ich mich dafür entscheiden würde.
“Angewandte Systemwissenschaften” hat insofern mit CogSci zu tun, als die Systemwissenschaftler die gleichen Mathe- und Informatikvorlesungen besuchen wie wir. Ansonsten geht der Studiengang meinem Eindruck nach stark in Richtung Umweltsystemforschung und ist deshalb für an Neurowissenschaften Interessierte eine weniger gute Wahl. Wenn dich einzelne systemwissenschaftliche Vorlesungen interessieren, kannst du die natürlich auch als Coxi besuchen.
Wenn du Mathematik und Kognitionswissenschaft kombinieren willst, solltest du auf jeden Fall im August bei der Sommerakademie Kognitive Mathematik mitmachen!
Hi Lara Hi Andreas,
ich glaube dir Miriam Klein hat Mathematik mit Anwendungsgebiet Cognitive Science studiert. Sie ist glaube ich nun entweder in McGill oder MIT… wenn ihr moegt, kann ich euch ihre eMail Adresse geben. Ich will nur ungern jemanden’s Addy in ein Wiki schreiben, daher schreibt mir doch ne mail und ich schicke euch ne mail mit ihrer mail.
LoL.
Basti
tenberge(A_T)oswego(DO_TT)edu
Hi!
Noch mal zu der Mathe-Hürde:
Habe ne mail an die Studienberatung in Osna geschickt, weil ich auch nicht die besten Mathenoten und dementsprechend Schiss hab und die sagten mir, die zusätzliche Mathe-Voraussetzung sei im Gespräch, jedoch noch nicht beschlossen.
Wenn/Falls sich für diese Zugangsvoraussetzung entschieden wird, kann man das unter http://www2.uni-osnabrueck.de/ordnungen/liste.cfm?fach=4
nachlesen.
LG
Hallo ihr,
Bob, stimmt das wirklich mit der Mathenote. das wäre für mich an sich kein Problem. Aber ändert sich da was an der Bewerbungsfrist? Bleibt die beim 15 juli,a uch für Alt-Abiturienten? weiß da jemand was?
Liebe grüße, Maren
oh sorry, ahb den letzetn comment nicht gelesen und war zu voreilig…
hallo…ich nochmal;) ….hab da mal ne fage:auf der inetseite steht, dass man 6 jahre schulenglisch bei einer mindest-durchschnittsnote 3,0 nachweisen muss!…jetzt die frage:müssen es die letzten 6 sein oder kann ich die ab der 5ten klasse vorzeigen….das wäre nämlich optimal….dann würde ich den durchschnitt einhalten können!
danke im voraus schonmal und mfg
Aus der Zulassungsordnung: “Nachweis von sechs Jahren Schulenglisch bei einer Durchschnittsnote von mindestens 3,0 des deutschen Schulnotensystems (oder einer äquivalenten Schulnote) aus den letzten beiden Schuljahren“
Wobei die letzten beiden Schuljahre wieder mehrdeutig sind. Damit sind die letzten beiden Schuljahre gemeint, in denen man Englisch hatte. Das heißt, man muss nicht zwangsläufig bis zum Ende der Schulzeit Englisch gehabt haben.
War jedenfalls letztes Jahr so, kann sich sicher auch wieder ändern.