Gedanken zum Studiengang Cognitive Science
Einige Ideen, wie man den Osnabrücker Studiengang Cognitive Science für jetzige und zukünftige Studenten noch attraktiver machen könnte.
Übersicht
- CogSci muss bekannter werden!
- Methodische Grundlagen
- Ethik der Kognitionswissenschaft
- Uni statt Schule
- Forschung, mehr und früher
- Interdisziplinarität statt Multidisziplinarität
- Ideen für zusätzliche Kurse
- Mentorenprogramm
- Unterstützung für Aktivitäten außerhalb von Osnabrück

CogSci muss bekannter werden!
Das, was einen Studiengang ausmacht, sind die Studenten. Elite-Universitäten unterscheiden sich vom Rest in der Qualität der Lehre und in der Ausstattung der Vorlesungssäle, aber wenn dieser Unterschied zählt, dann nur indirekt. In den Worten eines Professors für kognitive Mathematik: “Auf meine Frage, wo denn der größte Unterschied liege, sagte sie, es wären die Leute. Dass du immer jemanden findest, der mitzieht.”
Osnabrück ist keine Elite-Universität. Allerdings hat der Cognitive-Science-Bachelor bislang eine Monopolstellung in Deutschland inne. Damit ist er, neben den Systemwissenschaftlern und European Studies, einer der drei Osnabrücker Studiengänge, den Leute studieren, die sich wirklich kümmern. Wer 700 Kilometer umzieht, um sich für einen zeitfressenden Studiengang ohne NC, elitären Ruf und mit unklarer beruflicher Zukunft einzuschreiben, ist entweder verrückt, wirklich am Thema interessiert oder beides.
1. Cognitive Science könnte viel mehr Bewerber haben.
Die Mehrheit der Studenten kommt immer noch aus der Umgebung von Osnabrück. Keiner meiner ehemaligen Mitschüler wusste, dass es einen Studiengang namens Cognitive Science in Deutschland gibt. Die, die von weiter her kommen, haben den Studiengang “zufällig” über den Wikipedia-Artikel zur Kognitionswissenschaft gefunden oder sind “zufällig” über einen Zeitungsartikel gestolpert, in dem ein Prof aus Osnabrück zitiert wurde. Studiengänge, die man nicht kennt, bezieht man selten in seine Zukunftsplanung mit ein. Natalie, die kommendes Semester aus Bayern nach Osnabrück zieht, schreibt:
Ich glaube, es würden mehr Leute Cognitive Science studieren, wenn sie wüssten, dass dieser Studiengang überhaupt existiert. (Mehr Hochglanzbroschüren drucken ;) Ich bin mehr per Zufall drauf gestoßen, wenn man in der Nähe der Uni wohnt, ist die Wahrscheinlichkeit wohl größer auf den Studiengang zu stoßen.
2. Mehr Bewerber heißt bessere Studenten.
Jedes Jahr beginnen etwas unter hundert Leuten das Studium. Viel größer kann der Studiengang nicht werden, ohne dass die Qualität des Studiums leidet. Daraus folgt, dass nicht jeder, der sich bewirbt, aufgenommen werden kann; es muss entweder nach NC oder — besser — individuell je nach Motivationsschreiben, Noten in studiumsrelevanten Fächern und Auswahlgespräch gefiltert werden. “Bessere Studenten” heißt nicht nur, und auch nicht in erster Linie, “Studenten mit guten Noten”, sondern “Studenten, die sich wirklich kümmern”. Wenn du für das Fachschaftstreffen zum Thema “Tutorien für die nächsten Erstsemester” einen Vorlesungssaal brauchst, weil jeder daran teilnehmen will, hast du die richtigen Leute erwischt. (Ja, ist so passiert.)
3. Bessere Studenten sind gut für uns.
Der Ruf des Studiengangs hängt vom Erfolg seiner Studenten ab. Mit fähigen und motivierten Leuten zusammenzuarbeiten macht mehr Spaß. Leute zu haben, die man fragen kann, wenn man etwas nicht versteht und die dann entweder Antworten wissen oder zusammen mit dir Antworten suchen, ist viel wert. Vorlesungen und Übungen, in denen die Mehrheit der Leute nur anwesend ist, weil sie den Schein braucht, sind frustrierend.
Was tun? Vielleicht genügt es wirklich, (mehr) Hochglanzbroschüren und Poster zu drucken und an Schulen zu verteilen. RoboCup-Weltmeisterschaften zu gewinnen und Schlagzeilen bei Wired zu machen schadet auch nicht.

Methodische Grundlagen
Die ersten Jahre des Studiums sollten die sein, die uns Studenten mit einem Grundrepertoire an Methoden und mit einer gewissen geistigen Disziplin in der Anwendung der Methoden ausstatten. Bei Cognitive Science ist der Versuch in verschiedenen Fächern verschieden erfolgreich.
Auf dem Gebiet der Informatik sieht es sehr gut aus, wenn man die entsprechenden Vorlesungen (Informatik A bis D) besucht. Für die Psychologie sind Grundkenntnisse der deskriptiven Statistik, der Inferenzstatistik und der Versuchsplanung wichtig. Beides ist Teil des ersten Semesters; was man daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen. Im Bereich der Linguistik werden die Grundlagen in Introduction to Linguistics vermittelt, bei der Philosophie soll das mit einer umstrukturierten Einführung kommendes Sommersemester der Fall sein.
Manchen Mathematik-Studenten fällt es schwer, die Denkweise zu verinnerlichen, die für das Lösen abstrakter mathematischer Probleme nötig ist, selbst wenn sie während des Semesters nicht viel anderes zu tun haben. Wenn Mathe nur eines von sieben Fächern ist und keine Zeit bleibt, um erst nach stundenlangem Nachdenken auf das Ergebnis einer Aufgabe zu kommen, können die Veränderungen im Kopf, die es braucht, nicht stattfinden. Das ist deswegen problematisch, weil die Herangehensweise der Mathematik eine ist, die sich leicht auf andere Bereiche übertragen lässt — und die in den seltensten Fällen anhand von anderen Bereichen gelernt wird. Der Mathe-Vorkurs, die darauf aufbauende Vorlesung Formalisierung von Wissen und die Vorlesung Introduction to Logic gehen in die richtige Richtung. Die Tatsache, dass in Mathe II noch genau zwei Coxis saßen, spricht dafür, dass das nicht ausreicht.
Würde ich nach meinem CogSci-Bachelor meine Zukunft in den Neurowissenschaften sehen, so würde ich mir Sorgen um meine Grundkenntnisse der Biologie und Chemie machen. Bei der Erstellung des Studienplans wurde offensichtlich angenommen, dass die in der Schule vermittelten Grundkenntnisse in diesen Bereichen hinreichend sind und dass die Neurobiologie-Vorlesungen darauf aufbauen können. Tatsächlich genügen die Kenntnisse für Introduction to Neurobiology und Sensory Physiology. Um mit denjenigen auf ihrem Fachgebiet konkurrieren zu können, die beispielsweise den Studiengang Neurowissenschaften in Köln abgeschlossen haben, rät es sich an, Vorlesungen wie Biochemie I und Biochemie II zu besuchen, auch wenn die laut Stud.IP nicht explizit für Coxis vorgesehen sind.
Was tun? Grundlagenvorlesungen wie Biochemie I und II verpflichtend zu machen lässt sich zeitlich kaum umsetzen. Es sollte jedoch klar sein, dass es solche Vorlesungen gibt und dass diese für Coxis geeignet sind. Es könnte sinnvoll sein, solche Vorlesungen für das Fach für verpflichtend zu erklären, in dem man seine Bachelor-Arbeit schreibt.
Und sonst? Die Mathematik-Vorlesung ist im aktuellen Format für die wenigsten Coxis sinnvoll, allerdings ist es schwierig, eine Alternative zu finden, die sich im vollen Stundenplan der ersten zwei Semester unterbringen lässt. Eine Möglichkeit wäre, Mathe I auf das zweite oder dritte Semester zu verschieben und Formalisierung von Wissen im ersten Semester zum Pflichtfach zu machen.

Ethik der Kognitionswissenschaft
“Erinnerst du dich an den Vortrag des Inders, in Foundations of Cognitive Science?”, fragt Susanne, “Der mit den Robotern, den alle so toll fanden? Die Roboter, die in Japan dafür eingesetzt werden, für alleinstehende alte Menschen zu sorgen? Das ist furchtbar!” Der Vortrag blieb im Gedächtnis. Die ethische Bedeutung von oberflächlich menschenähnlichen Robotern ist keineswegs klar, geschweige denn die von Maschinen mit “wirklicher” Intelligenz.
Es gibt wenige Wege, die man nach dem CogSci-Studium einschlagen kann und auf denen man nicht mit ethischen Fragestellungen konfrontiert wird. (Und nicht nur deswegen, weil man generell kaum Lebenswege einschlagen kann, auf denen man nicht mit solchen Fragen konfrontiert wird.) “Sollen wir in die ersten zwei Semester noch einen Pflichtkurs mehr packen?” ist keine befriedigende Begründung dafür, ein Diskussionsseminar zur Ethik von Neurobiologie und künstlicher Intelligenz nicht Teil des Curriculums sein zu lassen.
Was tun? Ein solches Seminar als Wahlkurs einrichten.

Uni statt Schule
Zumindest in den ersten zwei Semestern hat das Studium zwei Eigenschaften, die mich schon am Schulsystem gestört haben und von denen ich gehofft hatte, dass ich ihnen an der Uni nicht nochmals begegnen würde.
- Die Heuristik, autoritär präsentierte Ideen ohne Nachdenken als wahr zu akzeptieren, funktioniert so gut wie während der Schulzeit. Im Wissenschaftsalltag wird die nicht mehr funktionieren.
- Wissen wird Detail-für-Detail und weitgehend von tatsächlichen Anwendungen abstrahiert eingetrichtert. Selbständigkeit und Kreativität sind optional.
Wenn ich diejenigen, die in einem Fach wirklich gut sind, mit denen vergleiche, die auf passable Klausurergebnisse hin lernen, fällt eigentlich nur eine Sache auf: Erstere merken, wenn sie etwas nicht verstehen. Was sie verstehen, können sie in einfachen Worten erklären. Über Textstellen hinwegzulesen und sie später, wenn in der Klausur gefragt, ohne Verständnis wörtlich wiedergeben zu können, ist eine Fähigkeit, die kurzfristig nützlich und langfristig sehr schädlich ist.
Echtes Verständnis braucht mehr Zeit, vielleicht mehr, als im aktuellen Studienplan vorgesehen ist. Ich kann mir vorstellen, dass mit gleichem Zeitaufwand — abhängig vom eigenen Engagement — mehr erreicht werden könnte, wenn die Zahl der Vorlesungen und Übungen auf dem Stundenplan stark reduziert würde und so mehr Zeit für eigenständige Arbeit zu Hause bliebe. Deren Ergebnis würde dann einmal pro Woche besprochen, offene Fragen würden geklärt und das nächste Treffen fände erst eine Woche später statt. Übungen, in denen die Lösungen von Aufgaben im Vorlesungsstil an die Tafel geschrieben werden (wie das in Mathe der Fall ist) waren für mich nur begrenzt nützlich.
Es gibt verschiedenen Methoden zu lernen. “Auf ein Blatt Papier starren und versuchen, die Konzepte in seinen Kopf zu bekommen” ist nur eine davon. Was in der Regel leichter fällt, mehr Spaß macht und sich sinnvoller anfühlt, ist das Lernen “by doing”, das unvermeidbar ist, wenn man an einem umfangreicheren Projekt arbeitet. Der Versuch, ein möglichst realistisches Modell eines neuronalen Netzes in Java zu programmieren, lediglich mit dem Wissen der Neurobio-Vorlesung, Mathe I und Informatik A wäre ein Beispiel. Man könnte einwenden, dass die Methode nicht auf alle Fächer anwendbar ist, aber auf den Großteil der CogSci-Fächer trifft das nicht zu.
Was tun? Frontalunterricht reduzieren, so dass mehr Zeit für wirkliche Arbeit bleibt. Umfangreichere, fächerübergreifende Projekte statt wöchentlicher Hausaufgaben.

Forschung, mehr und früher
Fast jeder, der Cognitive Science nicht nur als interessanteres Informatik-Studium missbraucht, will später in die Wissenschaft. Wenig ist dafür so wichtig wie ein echtes Verständnis der Methoden, die den einzelnen Teilbereichen der Kognitionswissenschaft zugrunde liegen. Begeisterung und Neugierde sind zwei Dinge, die wichtiger sind.
Würde ich es mir zum Ziel setzen, beides so gut es geht zu zerstören, würde ich dafür sorgen, dass Studenten in den ersten Semestern möglichst 100% der Zeit damit beschäftigt sind, vorgegebene Fakten zu akzeptieren, auf keinen Fall mit aktueller Wissenschaft in Kontakt kommen oder gar selbst an einfachen Problemen arbeiten.
Zum Glück sieht es in Osnabrück nicht so aus. Ich habe mich jedes Mal heimlich gefreut, wenn in Neurobio ein Satz mit “… but current science doesn’t really know what this region is good for” endete und, wie Basti schreibt, gibt es durchaus spannende Projekte hier an der Uni:
Es gibt viele Projekt-Gruppen, an denen man sich beteiligen kann. Keine Bange - sobald du etwas spezialisiertere Fächer belegst, bekommst du davon Wind (im ersten Semester bekommst du wirklich nur das absolut nötigste Grundwissen regelrecht eingeprügelt). Ab Semester 3 wird es also richtig spannend! Projekte wie FeelSpace oder der RoboCup sind die Flaggschiffe des Instituts. Aber auch die CogPsys machen interessante fMRI Studien!
Ich frage mich, ob man aus “Ab Semester 3″ nicht “Ab Semester 1″ machen könnte und ob man nicht direkt zu (oder vor) Beginn des Studiums deutlich machen sollte, welche Möglichkeiten man als Student hat. Es ist kein Zufall, dass Universitäten wie Berkeley, das MIT und Yale spezielle Programme für Undergraduate Research anbieten. Vielleicht gibt es noch nicht genügend Studenten in Osnabrück, die daran Interesse haben, aber selbst dann sieht die beste Lösung so aus, dass man eine Umgebung schafft, die für solche Studenten attraktiv ist und mehr davon nach Osnabrück führt.
Was tun? Integration der Studenten in Forschungsprojekte, vom ersten Semester an. Klären, zu wem man mit eigenen Projektideen am besten geht und welche Unterstützung man erwarten kann. Häufigere Verweise auf die Themen und Grenzen der aktuellen Forschung in den Vorlesungen. Zusätzlich zu den einsteigerfreundlichen Materialien anhand der ursprünglichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen arbeiten.

Interdisziplinarität statt Multidisziplinarität
Cognitive Science ist interdisziplinär, nicht multidisziplinär. Die Zusammenstellung der Teilbereiche ist nicht beliebig. Fast jedes Thema lässt sich aus mehreren Perspektiven betrachten, zu fast jeder Methode gibt es Analogien in anderen Fächern. Nur sagt niemand, wo die Zusammenhänge liegen, insbesondere nicht die Professoren der jeweiligen Fächer.
Neurobiologen könnten erwähnen, wie weit die Neuroinformatik bei der Modellierung der primäre visuelle Kortex ist, Statistiker auf die Auswirkungen eines Theorems auf den Bereich des maschinellen Lernens hinweisen und kognitive Psychologen könnten sich zusammen mit AI-Professoren darüber Gedanken machen, welche Parallelen und Unterschiede zwischen Menschen und Maschinen beim Lösen NP-schwerer Probleme bestehen. So bleibt es der Verantwortung der Studenten überlassen, die entsprechenden Verknüpfungen im Kopf zu erzeugen.
Dabei sind es gerade die Verbindungen zwischen den Fächern, die am spannendsten sind. Beispiel aus der Physik: Scott Aaronsons Quantum Computing Since Democritus — “This course tries to connect quantum computing to the wider intellectual world”.
Was tun? Fächerübergreifende Projekte; Professoren darauf hinweisen, dass die Verbindungen, die sie zwischen ihrem und anderen Gebieten der Kognitionswissenschaft sehen, für Studenten nicht offensichtlich sind.

Ideen für zusätzliche Kurse
Das Verzeichnis der Lehrveranstaltungen enthält viele interessante Seminare aus den Bereichen Linguistik und Philosophie (zumindest dann, wenn man Linguistik und Philosophie interessant findet) und nur relativ wenige aus den übrigen Bereichen. Spontan fallen mir drei Themen ein, über die ich gerne mehr lernen würde und zu denen es bis jetzt keine Lehrveranstaltungen gibt:
- Algorithmische Informationstheorie: Eine Theorie aus der theoretischen Informatik, die zur Beschreibung des Informationsgehalts einer Zeichenkette die Länge des kleinsten Algorithmus betrachtet, der die Zeichenkette erzeugt.
- Computational Learning Theory: Ein recht mathematischer Zweig der theoretischen Informatik, der die Möglichkeit und Effizienz von Algorithmen analysiert, die aus Daten über die Vergangenheit Vorhersagen über die Zukunft treffen.
- Evolutionäre Psychologie: Ein Teilbereich der Psychologie, der menschliches Verhalten als Ergebnis der natürlichen Selektion betrachtet, wobei die Umweltbedingungen solche Verhaltensmechanismen gefördert haben, die die Überlebens- und Fortpflanzungschancen des Organismus begünstigten.
Was tun? Die Auswahl an fortgeschrittenen Kursen je nach Interessen der Studierenden ausgeglichener gestalten.

Mentorenprogramm
Die offizielle Website zum Studiengang verspricht:
Alle Studierenden sind einem oder einer Lehrenden der Universität zugeordnet, der oder die verantwortungsvoll während des gesamten Studienverlaufs als Mentor oder Mentorin zur Verfügung steht und Hilfe in allen Fragen zum Studium anbietet.
Es ist wahr, dass man sich im Online-Verwaltungssystem Stud.IP für ein Mentorenprogramm eintragen und sich über die Gruppenfunktion einem Mentor zuordnen kann. Vermutlich beantwortet der entsprechende Professor dann auch gerne Fragen zum Studium (wie es jeder andere Professor auch tun würde). Was man sich unter dem Mentorenprogramm nicht vorstellen sollte, ist, dass man persönlichen Kontakt zu einem Professor hat, der Interesse daran zeigt, wie gut oder schlecht man mit dem Studium vorankommt und auch mal unaufgefordert auf Möglichkeiten hinweist, die man selbst vielleicht übersehen hätte.
Was tun? Ernsthaftes Mentorenprogramm einrichten.

Unterstützung für Aktivitäten außerhalb von Osnabrück
Im Prinzip Manuels Vorschlag:
Mehr Promotion von anstehenden Symposien, Konferenzen, Workshops etc. in der Welt und Grants für Studierende, die da hin wollen.
Ich kann mir vorstellen, dass es selbst mit Studiengebühren schwer wird, als Student finanzielle Unterstützung von der Uni für Konferenzen und Vorträge zu erhalten. Bis jetzt gibt es keinen Fonds für solche Zwecke und selbst der Reiseetat der Professoren, die bei solchen Konferenzen Vorträge halten, ist nicht unbeschränkt. Eine größere Konferenz und die Studiengebühren für ein Semester sind weg. Auf jeden Fall wäre es praktisch, früh genug und umfassend genug über Workshops, Konferenzen etc. informiert zu werden, so dass man noch bei Stiftungen Förderungen beantragen kann.
Was tun? Zentralen Kalender für Coxi-relevante Ereignisse einrichten, gut informierte Verantwortliche für das Eintragen der Daten finden, bei neuen Daten Benachrichtigungen an die Mailingliste. Informationen sammeln, von wem man Unterstützung für welche Aktivitäten bekommt und was dazu nötig ist.

Allen anderem voran: Großartiger Eintrag!
Stimme in vielen Punkten mit dir überein.
“Mehr Bewerber heisst bessere Studenten” - darum muss man sich mMn gar nicht aktiv kümmern. Entweder man sucht sich die besten heraus (individuelles Verfahren!!) oder man braucht keinen NC. In unserem NC-freien Jahrgang bemerke ich nicht umbedingt viele Studenten, die sich nicht um das Studium kümmern. Du hast selbst das beste Beispiel mit der überfüllten Fachschaftssitzung gebracht.
CogSci-”Propaganda” muss unbedingt in großer Fülle betrieben werden. Was wurde denn aus dem zweiten WM Titel für Osnabrück? Ich hab einen kleinen Bericht im WDR in einer regionalen Sendung für das Münsterland gesehen.
Es ist schwer eine Sendung im Fernsehen zu finden, in der man etwas aktuelles aus der Forschung zu sehen bekommt. Die Sendungen, die sich selbst mit “Wissenschaftsmagazin” betiteln, erklären die Herstellung von Erbsensuppenkonserven und präsentieren Berichte wie “Der Glühbirnen Check” (na gut, Galileo ist kein ernsthafter Vergleich. Es gibt viel bessere Sendungen wie zum Beispiel Quarks & Co.; dennoch genießt Galileo - glaube ich - den größten Bekanntheitsgrad. Warum also nicht einen Bericht über Kognitionswissenschaften zeigen? Vielleicht sollte man mal eine Anfrage stellen… hm…)
Abgesehen von dem Arbeitsaufwand bin ich mit der Gestaltung des Studiengangs bislang (1. 2. Semester) zufrieden. Eine Umstrukturierung vom Frontalunterricht weg halte ich für schwierig. Die Grundlagen, die wir erfahren haben, lassen sich für mich sinnvoll durch Frontalunterricht und Übungsapparat erlernen. Wie schon angemerkt, macht mir da persönlich der für optimales Verständnis notwendige Aufwand einen Strich durch die Rechnung.
Also doch umstrukturieren?
So oder so: Nun (3. Semester) sollte der Bezug zu aktueller Forschung wesentlich deutlicher gemacht werden. Stefan Evert hat so etwas bereits angedeutet (und auch schon während seiner Vorlesung häufiger auf aktuelle Vorgänge verwiesen).
Die Erwähnung aktueller Forschungen steigert immer mein Interesse an einem Thema. Man merkt: “hier gehts nicht weiter”.
Dieser Effekt hat mir auch bei meiner Facharbeit (”Lernverhalten des Menschen”) Freude bereitet, wenn ich las “man weiß immer noch nicht, wie dieser und jener Prozess funktioniert.”
Dann kann man sich Gedanken darüber machen und fühlt sich viel näher am Geschehen.
Gibt es was langweiligeres als eine Literaturarbeit? (Einen Eimer Wasser vielleicht… :) )
Ethik! Sehr wichtig. Ich mach mir oft Gedanken drüber und fänd ein ein Seminar (o.ä.) interessant. Aber Ethik der CogSci ist ein Punkt, über den man alleine oder in privaten Gesprächen diskutieren kann.
“Interdisziplinarität statt Multidisziplinarität” - würd ich sofort unterschreiben! Die Verbindungen der Kurse fielen bislang doch recht mager aus. Ich erinnere mich, dass Helmar Gust kurz Prolog mit Java verglichen hat, aber ansonsten? Im Lab (wenn es denn stattgefunden hat) wurde erkennbar, dass viel auf Statistik aufbaut. A.I. und CL bauen teilweise auf Info A auf. Und hier und da bekam ich den Eindruck, dass tatsächlich alles zu einem großen
Ganzen zusammenwächst.
Aber: Das kann man schon in den ersten Semestern viel besser nutzen und die Identifikation mit dem Studium/Motivation erheblich steigern.
Zu den letzten drei Punkten hab ich keine großen Bemerkungen zu machen - stimme vollkommen zu.
Nochmal: Gut gemacht! :)
Der Reihe nach:
Als ehemaliger Elite-Universitäts-Student kann ich sagen: Was eine Elite Uni ausmacht sind Professoren die gute Forschungsergebnisse veröffentlichen, nur auf Platz 08/15 Unis mit guter Lehre. Um es ganz ehrlich zu sagen: 700 Kilometer sind nicht weit und Coxis nicht soo verrückt. In vielen Studiengängen ist die berufliche Zukunft weitaus „hoffnungsloser“, und in einem Studiengang ohne NC trifft man doch potentiell interessantere Leute als in einem selektierten (dazu später mehr). Eine Freundin von mir ist 8000 Kilometer gereist um Theater zu spielen… das is’n Tick mehr crazy als meine bescheidene Reise nach Norddeutschland (Wobei ich natürlich, Andreas, gut nachvollziehen kann was für einen Bayer NORDDEUTSCHLAND bedeutet… zumindest für mich natürlich ein Schock, die nordischen Gefilde… ;-)). Coxis sind auch Menschen, finde ich. Tut mir leid für euch, aber musste mal gesagt werden ;-).
1. Cognitive Science könnte viel mehr Bewerber haben,
sicher, is ja auch ne sau interessante Sache.
2. Mehr Bewerber heißt bessere Studenten
Dazu mal gefragt: Woher kommt denn das Gerücht das wir in absehbarer Zeit sooo viel mehr Studenten haben? Kann passieren, klar, seh aber keine Zeichen irgendwo die das andeuten. Gibt es nicht andere Dinge auf die wir uns fokussieren sollten?
Weiterhin: Prinzipiell bin ich ein Gegner von NCs. Auch wenn dein nächster Punkt „Bessere Studenten sind gut für uns“ heißt. Also ich hab das ja mal ausprobiert, damit ich auch mitreden kann, und war mal für ein paar Semester in vielen Kursen Klassenbester. Jo, klar, is ne nette Sache… aber so toll dann auch wieder nicht und ich habs wieder sein lassen mit den guten Noten. Meine Ansicht: Eine Klausur zu bestehen ist ein klar definiertes Problem. Man hat einen Anfangs und einen Zielzustand, dazwischen muss man einen Algorithmus reinhauen… Den Algorithmus zum gute Noten schreiben kann man sicher ziemlich ausbauen und verfeinern, im Endeffekt ist es aber ein recht einfacher Algorithmus. Ich setz das jetzt Mal gleich damit, dass man das WaterJugProblem lösen kann. Gut, Leben is aber kein Water Jug Problem. Leben is mehr wie ein Roman schreiben… mit mittelmäßig definiertem Ziel (jo, man hat seine Träume… aber die sind ja immer in Bewegung, nicht?) und niemand hat DEN Algorithmus.
Bessere Studenten sollen also bessere Water-Jug-Problem-Solver sein? Mmh… wenn nun aber das Leben kein Water-Jug-Problem is, sondern ein bisschen mehr? Vielleicht sind dann die Noten nicht das beste Kriterium um zu entscheiden wer Erfolg haben wird, d.h. wer gut für den Ruf unseres Studienganges ist. Meiner Meinung nach sollte man an der Uni Roman-schreiben lernen, und nicht WaterJugProblem. Es geht nicht darum, gut in den Klausuren zu sein (zum Beispiel durch auswendig lernen der Klausuren des letzen Jahres) sondern darum denn Stoff gut zu verstehen, und so zu verstehen dass es für einen persönlich Sinn macht.
Überhaupt, was ist das für ein Anspruch? Erfolgreiche Studenten? Sicherlich ein bisschen Wahrheitsgehalt hat die Annahme, dass Leute aus Wohlhabenden Familien eher später Erfolg haben. Vielleicht sind die Ivy League Leute auch deshalb erfolgreich? Würde das heißen wir sollten nur noch Leute aus erfolgreichen Familien in Coxi lassen, damit wir später einen besseren Ruf haben?
Was tun? Na, wozu rege ich mich so auf wenn am Ende deiner Argumentation nur steht: Machen wir einfach nichts… .
Darüber ob ich Biochemie I und II brauchen kann um meine Bachelorerbeit zu machen lass und noch mal in 2 Jahren diskutieren… Und… mach kein CogSci wenn du eigentlich Biochemiker werden willst… da gibt es direktere Wege…
Uni statt Schule:
Zu 1. Eigentlich wollte ich mir sparen zu kommentieren, wo ich mit dir übereinstimme, aber dieser Punkt is so schön ausgedrückt das ich mir ein kompliment nicht verkneifen will ;-)
Zu 2. Gerade kreative Leute bekommst du nicht mit den 1,0 Abi Leuten. Da gibt es sicher echte Schwergewichte, aber sorry, viele Leute mit nem Super Abi haben sind auch nicht gerade genial. Manche mit nem schlechteren Abi haben aber echt gute Ideen.
Zu deiner Folgenden Argumentation: Hier sind wir gefragt. Wir müssen die Erstis darauf hinweisen, dass sie nicht unbedingt alle Kurse durchhauen müssen, und es vielleicht sinnvoller ist sich selbst mit manchen Themen zu beschäftigen. Der Vorteil unseres Instituts ist es, dass du wenn du willst schnell in Projekte rein kommst. Darauf müssen wir die Leute aufmerksam machen, und sie motivieren, sich zu beteiligen an den Projekten. Ich selbst konnte am Ende des ersten Semesters bei Linguistics@schools anfangen, Praxiserfahrung an der Uni zu sammeln. Verbesserungsmöglichkeiten sind sicher gegeben, aber andrerseits… Im ersten Semester sind wohl doch die meisten damit beschäftigt, so mal grundlegend mit dem Unibetrieb zu recht zu kommen, Freunde zu finden, Osna kennen zu lernen etc…
Interdisziplinarität statt Multidisziplinarität:
Auf der anderen Seite ist es UNSERE Aufgabe diesen Zusammenhang herzustellen. Vielleicht sind sich die manche Professoren gar nicht hundertprozentig klar über die Verbindungen, sie sind ja keine Coxis, WIR sind die Coxis… Und das macht einen guten Teil des Reizes aus, dass man hier an was Neuem sitzt!
Unterstützung für Aktivitäten außerhalb von Osnabrück
Jetzt zu dem entscheidenden Punkt: Sven und Ich haben längst einen Coxi-Calender eingerichtet, in dem auch alle relevanten Summerschools drin sind, von denen ich gehört habe. Mach mit! Trag Ein was dir fehlt! Die ganzen Sachen werden in der Fachschaft behandelt… Wenn dir das zu langsam geht, dann beteilige dich! Es ist gar nicht so einfach, zwischen Studium, Arbeit, Privatleben auch noch alle Summer Schools rauszufinden. Auf Dauer geht das nur mit der Unterstützung von allen, also unterstütz mich. Trag selbst Termine in den Kalender ein, wenn dir welche über den Weg laufen!!! Und schau dir mal an welche Summer Schools ich eingetragen hab (vor längerem) ;-)
Wenn du das alles ernst meinst, was du in diesem Punkt geschrieben hast, dann komm öfters zu den Fachschaftsseitentreffen! Dann geht das alles viel schneller voran.
So, zum Schluss muss ich anmerken, dass ich Respekt davor habe, dass du dir die Mühe gemacht hast diese Seite aufzusetzen. Hoffe du nimmst meine manchmal vielleicht polemische Antwort nirgendswo persönlich ;-) Schöne Zeit im Land der Bayern erst a moi!!!
Alle Änderungen, die mehr als nur Kosmetik sind, sind schwierig. Das sagt für sich noch nichts darüber aus, ob man versuchen sollte, hier etwas zu ändern, oder ob es den Aufwand nicht wert ist.
Ich glaube nicht, dass wir in absehbarer Zeit sehr viel mehr Studenten haben. Ich glaube allerdings, dass wir sehr viel mehr Bewerber haben könnten, wenn wir wollten, und dass das sehr gut wäre.
Mehr Bewerber heißt, dass mehr “bessere” Bewerber dabei sind, unabhängig davon, nach welchem Kriterium du das beurteilst. Das Kriterium, das ich beim Schreiben im Kopf hatte, war, möglichst die auszuwählen, die motiviert sind, die sich kümmern, denen am meisten am Studium liegt. Wenn bei der Auswahl nicht völlig danebengegriffen wird — und es mag sein, dass Auswahl rein nach NC ein solcher Fehlgriff wäre — studieren dann im Endeffekt auch mehr “bessere” Studenten CogSci. “Bessere Studenten” heißt nicht “Studenten die gute Noten schreiben”. Deine WaterJuggler vs. Romanschreiberlinge-Argumentation greift einen Punkt an, bei dem ich deiner Meinung bin.
Es stimmt, dass ich mir mehr Gedanken darüber machen hätte können, wie man denn nun all die potentiellen Coxis, die nichts von Osnabrück wissen, davon informiert, dass es den Studiengang gibt. Ideen?
Für die Bachelorarbeit vielleicht nicht. Wenn ich später was in Richtung Neurobiologie machen wollte, würde ich mir allerdings ziemlich doof vorkommen, wenn ich keine Ahnung von Biochemie hätte.
Hey, gut. Irgendwann habe ich von dem Kalender schon gehört, aber bis eben hatte ich diese Seite noch nie gesehen. Wenn der in der neuen Fachschaftsseite etwas auffälliger integriert ist, sieht es zumindest bei dem Punkt schon ganz gut aus.
Danke für den Kommentar!
Moin Andreas,
da Dein Artikel so klar strukturiert (und sowieso klasse) ist, folge ich einfach mal grob den einzelnen Punkten:
Der geringe Bekanntheitsgrad von Cognitive Science überrascht mich auch immer wieder; CogSci in Osnabrück ist definitiv nicht so bekannt, wie es sein könnte, und auch nicht so, wie es es “verdient” hätte. Ich habe CogSci beim Durchkämmen von hochschulkompas.de gefunden- was nicht der Weg ist, auf dem man seinen künftigen Studiengang kennenlernen sollte! Dass ich vorher von dem Programm noch nie gehört hatte, obwohl ich aus Hannover komme und sogar schon mein Bruder hier European Studies studiert hat (beides Punkte, die mir die Entscheidung für Osnabrück schwer gemacht haben), ist erstaunlich. Allerdings ist mir in Berlin auch Gegenteiliges passiert: “Wo studierst Du?”- “In Osnabrück.”- “Oh, was denn?”- “Cognitive Science.”- “Echt? Ich muss mit Dir reden, ich hab davon gehört und das interessiert mich!” Ein anderes Gespräch verlief ganz ähnlich, wobei diesmal sich ein Bekannter meines Gesprächpartners überlegte, CogSci zu studieren.
Mehr Bekanntheit des Studienganges wäre in vielerlei Hinsicht wünschenswert. Mir fällt spontan ein, dass mehr Aufmerksamkeit und mehr Bewerber auch ein Ansporn für die Uni wären, CogSci so aktiv wie möglich zu fördern. Mehr Medienwirksamkeit kann auch neue Sponsoren bedeuten. Und nicht zuletzt würde es uns vielleicht von den unzähligen “Bitte WAS studierst Du?”-Gesprächen befreien ;)
Problem dabei ist natürlich, dass man schwer nach außen vorzeigen kann, was nach innen so vielgliedrig ist. Ohne die Frage “Was ist CogSci?” beantworten zu können, dürfte es schwer werden, “CogSci!” zu schreien. Andereseits mangelt es dem Institut nicht an eindrucksvollen Aushängeschildern, von denen die Brainstormers nur die Speerspitze sind.
Im Zeit-Studienführer 2006/07 gab es eine Rubrik: “Es muss nicht immer Jura sein”. Dort wurden Studiengänge wie Pantomime, Logistik, Philosophy and Economics und Blasorchesterleitung kurz vorgestellt. CogSci würde sich da gut einreihen- hat jemand den Studienführer 2007/08?
Und achja: Weiß jemand, wie viele sich dieses Jahr beworben haben?
Dein zweiter Punkt, die Problematik der guten Grundlagen, ist- zumindest denke ich das- der größte Knackpunkt von CogSci. Ich fände ja zwei Semester nichts als Mathe, Info und Statistik sinnvoll, aber mir ist auch klar, dass alle, die nicht auf die formale Schiene wollen, das nicht ausreichend fänden. Im ersten Semester Statistik und Grundlagen der Logik, im zweiten Formalsierung von Wissen, und dann im dritten Mathe I wäre eine Option. Es war auch mal im Gespräch, einen extra CogSci-Mathe-Kurs einzuführen, der z.B. die Wahrscheinlichkeitstheorie behandelt, damit das nicht mehr in jeder anderen Vorlesung seperat passieren muss.
Eng verwandt ist das Problem, dass viele Kurse miteinander zu tun haben, in den Vorlesungen die Verknüpfungen aber nicht aktiv hervorgehoben werden. Diese “Zergliederung” macht das Studium in den ersten zwei Semestern manchmal etwas unbefriedigend; mit viel Übersicht könnten die Kurse feiner aufeinander abgestimmt werden. Dabei wäre ein fließender Übergang von einem “Wir-nehmen-euch-an-die-Hand-und-prügeln-euch-zwar-die-Basics-ein, aber-motivieren-euch-dabei-durch-ein-gut-strukturiertes-Studium” zu einem “Euch-stehen-alle-Türen-offen” sozusagen der Traum. Eine gut durchstruktrierte, noch relativ homogene Grundausbildung im ersten Jahr, damit man sich dann im zweiten Jahr spezialisieren kann, wäre besser als im ersten Jahr von allem ein bisschen, um sich dann “sein” Feld auszusuchen und zu merken, dass man viel Zeit im ersten Jahr mit Dingen verbracht hat, die man nicht mehr braucht. Klar, bei so etwas Vielseitigem wie CogSci wird sich das nicht vermeiden lassen, aber wenn im ersten Jahr effektiv Methodik unterrichtet würde, dann wäre das für alle sinnvoll, egal, auf was man sich spezialisieren will.
Uni statt Schule: Zustimmung pur! :)
Wobei ich denke, dass gerade diese tiefgreifenden Veränderungen an der Lehre sehr schwer realisierbar sein dürften. Zudem man wohl nicht genug Zeit “freischaufeln” kann, indem nur die einzelnen Kurse entschlackt werden: Auch die Anzahl der Kurse, die gerade Erstsemester-CogScis belegen, muss geringer sein. Zumindest ist letzteres einfach machbar: Man braucht sich nur für weniger Kurse eintragen ;) Tatsächlich muss man dafür aber wissen, dass das problemlos möglich ist, solange man seine Kurse sinnvoll wählt und sich früh genug informiert, welcher Schwerpunkt einen interessiert.
Früh zu forschen ist wünschenswert. Allerdings: Wenn ein Drittsemester sich aktiv bei den Brainstormers beteiligt, dann wird er vermutlich echten Nutzen mit sich bringen. Er ist dann weniger Teil der Lehre, als tatsächlich Teil der Forschung. “Undergraduate Research” dürfte oft heißen: Teure, betreuungsintensive Projektkurse, von denen die Studenten aber unglaublichen Nutzen haben. Gehört also definitiv auf die Wunschliste, wird aber schwer sein, weil wir in Osnabrück zum Glück etwas weniger Studiengebühren als am MIT zahlen- was nicht heißen soll, dass es in bestimmtem Umfang trotzdem möglich ist.
Soweit also erstmal- bitte entschuldigt, dass ich nicht alle Dopplungen mit den Kommentaren vor mir rausgenommen habe, ist mir jetzt erst aufgefallen ;)
Schönen Abend allerseits und so,
Grüße,
bene
Vielleicht sollten wir hier was unternehmen? Was effektiv sein könnte und lediglich ein bisschen Zeit kosten würde, wäre, bei Zeitschriften und Zeitungen mit Zielpublikum Schüler anzufragen, ob sie Interesse an spannenden Themen für Berichte haben. (Haben sie immer.) Sowohl das Studium an sich — gerade, weil es kaum bekannt ist — als auch Projekte wie Roboterfußball und feelSpace geben viel her. Studienführer wären optimal.
Ich wäre mit meinem ersten Semester nicht glücklicher gewesen, wenn ich weniger Kurse belegt hätte. Das hätte mit zwar etwas mehr Zeit für Hausaufgaben und Vor- und Nachbereitung gelassen, aber an der eigentlichen Tiefe des Gelernten hätte es wenig geändert. Nicht zuletzt deswegen, weil Aufgaben sich immer so weit ausdehnen, dass sie die komplette verfügbare Zeit brauchen, egal wie viel davon da ist. Ich hätte weiterhin die gleichen Vorlesungen und Übungen besucht wie diejenigen, die einen sehr vollen Stundenplan haben, und die Vorlesungen scheinen so ausgerichtet zu sein, dass man sie auch dann gut schaffen kann. Wenn die Wahl zwischen wenigen tiefgehenden Kursen und vielen oberflächlichen bestanden hätte, hätte ich mich für erstere entschieden.
[…] Wünsche zu erfüllen; obwohl Corinna schon einen Eintrag über die beginnenden Ferien und auch Andreas einen Eintrag, der mehr oder weniger das Thema trifft, verfasst haben (Wünscheerfüllung verläuft […]