Machine Learning from Scratch

Ich habe einige Zahlen, will die nächste in der Folge vorhersagen und weiß nichts über die Herkunft der Zahlen. Kann ich eine Vorhersage treffen? (Nein.)

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Nun habe ich dieselben Zahlen, darf aber annehmen, dass einfache Erklärungen wahrscheinlicher sind als komplizierte. Kann ich jetzt eine Vorhersage treffen? (Nein.)

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Ich nehme zusätzlich an, dass die Folge auf irgendeine Weise berechnet werden kann. Kann ich jetzt die wahrscheinlichste nächste Zahl vorhersagen? (Nein, nicht in endlicher Zeit. Das allgemeine Vorhersageproblem ist unlösbar.)

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Kann ich einen Algorithmus schreiben, dessen Ausgabe gegen die wahrscheinlichste nächste Zahl konvergiert, wenn die Laufzeit gegen unendlich geht? (Ja. Dovetailer über alle möglichen Programme, angefangen mit dem kürzesten; die Ausgabe des kürzesten Programms, das die Zahlen und eine zusätzliche ausgibt, ist die aktuelle Hypothese.)

Wir Menschen treffen jeden Tag Vorhersagen. Der Vorteil, den wir gegenüber derzeitigen Algorithmen haben, liegt in den zusätzlichen Annahmen, die wir unbewusst machen, in der Art von inductive bias, mit dem uns die Evolution ausgestattet hat. Die Aufgabe von Forschern auf dem Gebiet des maschinellen Lernens ist es, den Suchraum von Algorithmen derart einzuschränken, dass die Laufzeit der Algorithmen polynomiell wird, und dabei möglichst wenige Lösungen für Vorhersageprobleme auszuschließen, die für unsere Welt relevant sind.

Ein Kommentar

  1. Hallo Andreas,

    Letzten Endes ist dies ja einfach nur die auf EDV-Systeme gemünzte Variante des Kritischen Rationalismus von Karl Popper, zusätzlich gewürzt mit “Ockhams Rasiermesser”. Schon witzig, wo man alles philosophische Themen wiederfindet… ;-)

    Viele Grüsse,

    (ein anderer) Andreas

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