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	<title>AI Playground &#187; Evolution</title>
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	<description>Thoughts on artificial intelligence, cognitive science, academia, and life in general.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 25 Mar 2010 22:04:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Convergence of Arbitrary Goals to Reproduction</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2007 20:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Singularität]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[You probably heard of the idea that, at some point in time, we might create systems that solve certain tasks and that get better at these tasks by recursively modifying their code. Here is some scary reasoning: A system cannot predict (=understand) a system of greater algorithmic complexity. Therefore, the only way for a system [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="centerimage"><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/10/bird_zuerich_2.jpg' title='Bird in Z&#252;rich'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/10/bird_zuerich_blog.jpg' alt='Bird in Z&#252;rich' /></a></p>
<p>You probably heard of the idea that, at some point in time, we might create systems that solve certain tasks and that get better at these tasks by recursively modifying their code. Here is some <a href="http://www.mail-archive.com/agi@v2.listbox.com/msg07421.html">scary reasoning</a>:</p>
<ol>
<li>A system cannot predict (=understand) a system of greater algorithmic complexity.</li>
<li>Therefore, the only way for a system to improve in a way that increases its algorithmic complexity is trial and error, thereby keeping the best results &#8212; i.e. evolution.</li>
<li>The only goal that is stable under evolution is rapid reproduction.</li>
<li>Therefore, the only stable goal for recursively self-improving systems is rapid reproduction.</li>
</ol>
<p>I really hope that someone will point out the flaw in this line of thought or show me the reason why it does not apply to our world and to any self-modifying systems we might create.</p>
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		<title>Machine Learning from Scratch</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jul 2007 15:33:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Programmieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe einige Zahlen, will die n&#228;chste in der Folge vorhersagen und wei&#223; nichts &#252;ber die Herkunft der Zahlen. Kann ich eine Vorhersage treffen? (Nein.) 1010101010101010101010101010101010101010_ Nun habe ich dieselben Zahlen, darf aber annehmen, dass einfache Erkl&#228;rungen wahrscheinlicher sind als komplizierte. Kann ich jetzt eine Vorhersage treffen? (Nein.) 1010101010101010101010101010101010101010_ Ich nehme zus&#228;tzlich an, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe einige Zahlen, will die n&#228;chste in der Folge vorhersagen und wei&#223; <em>nichts</em> &#252;ber die Herkunft der Zahlen. Kann ich eine Vorhersage treffen? (Nein.)</p>
<p><code>1010101010101010101010101010101010101010_</code></p>
<p>Nun habe ich dieselben Zahlen, darf aber annehmen, dass einfache Erkl&#228;rungen wahrscheinlicher sind als komplizierte. Kann ich jetzt eine Vorhersage treffen? (Nein.)</p>
<p><code>1010101010101010101010101010101010101010_</code></p>
<p>Ich nehme zus&#228;tzlich an, dass die Folge auf irgendeine Weise berechnet werden kann. Kann ich jetzt die wahrscheinlichste n&#228;chste Zahl vorhersagen? (Nein, nicht in endlicher Zeit. Das allgemeine Vorhersageproblem ist unl&#246;sbar.)</p>
<p><code>1010101010101010101010101010101010101010_</code></p>
<p>Kann ich einen Algorithmus schreiben, dessen Ausgabe gegen die wahrscheinlichste n&#228;chste Zahl konvergiert, wenn die Laufzeit gegen <img src="http://www.mindpicnic.de/media/img/latex/7ed9abff4dafd78d08e616c899412e92.png" style="border-width: 0px;" alt="unendlich" /> geht? (Ja. Dovetailer &#252;ber alle m&#246;glichen Programme, angefangen mit dem k&#252;rzesten; die Ausgabe des k&#252;rzesten Programms, das die Zahlen und eine zus&#228;tzliche ausgibt, ist die aktuelle Hypothese.)</p>
<p>Wir Menschen treffen jeden Tag Vorhersagen. Der Vorteil, den wir gegen&#252;ber derzeitigen Algorithmen haben, liegt in den zus&#228;tzlichen Annahmen, die wir unbewusst machen, in der Art von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Inductive_bias">inductive bias</a>, mit dem uns die Evolution ausgestattet hat. Die Aufgabe von Forschern auf dem Gebiet des maschinellen Lernens ist es, den Suchraum von Algorithmen derart einzuschr&#228;nken, dass die Laufzeit der Algorithmen polynomiell wird, und dabei m&#246;glichst wenige L&#246;sungen f&#252;r Vorhersageprobleme auszuschlie&#223;en, die f&#252;r unsere Welt relevant sind.</p>
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		<title>Beschleunigte Zeiten</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2007 15:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Singularität]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wissen wenig &#252;ber unsere Welt, und das, was wir wissen, ist so seltsam, dass wir es meistens ignorieren. Es gibt keine objektive Zeit; f&#252;r manche Beobachter geschieht A vor B, f&#252;r andere B vor A. Wir k&#246;nnen nicht feststellen, ob wir in einer Simulation leben. Wir wissen nicht, ob bewusste Beobachter sterben k&#246;nnen, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wissen wenig &#252;ber unsere Welt, und das, was wir wissen, ist so seltsam, dass wir es meistens ignorieren. Es gibt keine objektive <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Relativit%C3%A4tstheorie">Zeit</a>; f&#252;r manche Beobachter geschieht A vor B, f&#252;r andere B vor A. Wir k&#246;nnen nicht feststellen, ob wir in einer <a href="http://www.simulation-argument.com/">Simulation</a> leben. Wir wissen nicht, ob bewusste Beobachter <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Quantum_immortality">sterben</a> k&#246;nnen, und welche Rolle sie in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenmechanik">Physik</a> &#252;berhaupt spielen. Wir k&#246;nnen nur raten, warum in diesem Universum au&#223;er uns <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fermi_paradox">niemand</a> zu sehen ist.</p>
<p>Wir wissen wenig &#252;ber die Zukunft unserer Welt, und das, was uns die Vergangenheit verr&#228;t, ist so <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ljbI-363A2Q">schwindelerregend</a>, dass wir lieber Konstanz prognostizieren. Ich bin 21 Jahre alt — als ich geboren wurde, gab es <em>kein World Wide Web</em>. Den Gro&#223;teil meiner Schulzeit &#252;ber gab es <a href="http://en.wikipedia.org">dieses eine Projekt</a> nicht, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, jedem Menschen kostenlosen Zugang zum Wissen der Menschheit zu bieten. Als der Vater meiner Freundin geboren wurde, hatte Alan Turing noch nicht beschrieben, was Algorithmen sind. Vor nicht einmal einem Menschenleben gab es <em>keine Computer</em>. Ein halbes Menschenleben weiter und es gab keine Elektrizit&#228;tsversorgung. Zwei Menschenleben zuvor keine Dampfmaschinen. Drei Menschenleben weiter und wir sind im Mittelalter.</p>
<p>Eine Generation vor uns brauchte es tagelanges Recherchieren in Bibliotheken, um herauszufinden, ob die Menschheit die Antwort auf eine Frage hat. Heute gen&#252;gen 10 Sekunden, um die Antwort auf fast jede Frage zu finden, die die Menschheit je beantwortet hat. Ein oder zwei Generationen nach uns gen&#252;gen 10 Sekunden, um die Antwort auf fast jede Frage zu finden, die je beantwortet werden kann.</p>
<p>Wir ver&#228;ndern alles und merken es nicht. Blind vorw&#228;rts <a href="http://www.singinst.org/ourresearch/publications/artificial-intelligence-risk.pdf">ging lange gut</a>.</p>
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		<title>Memecodes: Die Evolution von Websites</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2004 09:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>

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		<description><![CDATA[Websites werden von Menschenhand gestaltet. Sie existieren, weil Menschen die darauf zu findenden Informationen verbreiten m&#246;chten oder ein anderes Ziel damit verfolgen. Doch muss das so sein? Was passiert, wenn Informationen sich evolution&#228;r ausbreiten und der Inhalt einer Website sich ohne menschliches Zutun selbst&#228;ndig ver&#228;ndern kann? Im Februar 2004 setzte Philipp Lenssen [1] ein Experiment [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Websites werden von Menschenhand gestaltet. Sie existieren, weil Menschen die darauf zu findenden Informationen verbreiten m&#246;chten oder ein anderes Ziel damit verfolgen. Doch muss das so sein? Was passiert, wenn Informationen sich evolution&#228;r ausbreiten und der Inhalt einer Website sich ohne menschliches Zutun selbst&#228;ndig ver&#228;ndern kann?<span id="more-8"></span></p>
<p>Im Februar 2004 setzte Philipp Lenssen [1] ein Experiment auf, um genau das auszuprobieren.</p>
<p>Zu diesem Zweck generierte er per Algorithmus 5.000 Seiten mit zuf&#228;lligen Wortsequenzen als digitalem DNA-Ersatz und stellte sie unter dem Projektnamen &#8220;Memecodes&#8221; ins Netz [2]. Diese Seiten, die neben einer zuf&#228;lligen Auswahl von W&#246;rterbuch-Eintr&#228;gen auch Satzzeichen, Bindew&#246;rter, einige bekannte Markennamen sowie die Namen ber&#252;hmter Pers&#246;nlichkeiten enthalten, wurden bald darauf von Suchmaschinen besucht und in deren Index aufgenommen.</p>
<p>Wenn nun ein Besucher &#252;ber Google eine der Seiten aufruft, z&#228;hlt diese als im Sinne der Evolution erfolgreich und darf Nachkommen erzeugen: Per Datenbank wird eine neue, zuf&#228;llig ver&#228;nderte Version dieser Seite erstellt und auf der Memecodes-Startseite verlinkt. Diese Seite wartet nun darauf, erst von Suchmaschinen indiziert zu werden, dann von einem Besucher angeklickt zu werden und wiederum eine Nachfolgeseite zu erschaffen &#8212; so schlie&#223;t sich der Kreis.</p>
<p>Wird eine Seite lange Zeit von keinem Besucher aufgerufen, so &#8220;stirbt sie&#8221;, d.h. sie wird gel&#246;scht. Die Suchanfragen der Suchmaschinen-Benutzer entsprechen demnach der Nahrung in nat&#252;rlichen &#214;kosystemen.</p>
<p>Nach einer Weile ist zu erwarten, dass sich mehr und mehr Seiten auf bestimmte &#246;kologische Nischen konzentrieren, indem sie Wortkombinationen enthalten, die im Internet noch kaum abgedeckt sind. Nur bei solchen Wortkombinationen erscheinen die Memecodes-Seiten unter den ersten Suchergebnissen, und nur solche Seiten &#8220;&#252;berleben&#8221;.</p>
<p>Je l&#228;nger das Experiment l&#228;uft, umso interessanter das Ergebnis. Bleibt es lange genug bestehen, so k&#246;nnten sich aus dem Haufen zusammengew&#252;rfelter Zufallss&#228;tze mit der Zeit sogar bedeutungstragende Inhalte entwickeln.</p>
<p>Seit Beginn des Experiments sind neun Monate vergangen, und einige der Seiten k&#246;nnen bereits auf 4 Generationen an Vorfahren zur&#252;ckblicken. Ein Blick auf die Statistik der Suchanfragen [3], die zu den Memecodes-Seiten f&#252;hrten, zeigt unter anderem folgende Wortkombinationen &#8212; die Zahl vorweg gibt die Anzahl der Suchanfragen an:<br />
<code>63 sphagnum esplanade lyrics<br />
62 marshmallow blowgun<br />
56 lockout buster<br />
48 WWW£¬5757£¬MY ¡£COM<br />
44 feel the wrath of salivating mushroom (...)<br />
43 shush bikini<br />
40 seagull sandwich riddle<br />
34 caftan marocain<br />
33 sandboy revelation<br />
33 incubus torrent<br />
32 labial infusion<br />
32 girdle.us<br />
29 reticulated stingray<br />
24 Sphagnum Esplanade lyrics<br />
24 lockout buster schematic diagram<br />
</code></p>
<p>Vorl&#228;ufiges Fazit: Die Idee, Webseiten durch Evolution zu erzeugen ist der n&#228;heren Betrachtung wert, das Prinzip der Evolution als Bestandteil von Algorithmen sowieso und das Experiment zeigt auch schon erste Erfolge. Doch auch der Nachteil von auf Evolution basierenden Verfahren zeigt sich hier: Sie brauchen sehr viel Zeit. Nicht umsonst sind zwischen dem Auftauchen der ersten einzelligen Lebewesen und dem der ersten Menschen etwa 3.5 Milliarden Jahre vergangen.</p>
<p>[1] <a href="http://blog.outer-court.com">Google Blogoscoped</a><br />
[2] <a href="http://memecodes.outer-court.com">Memecodes</a><br />
[3] <a href="http://memecodes.outer-court.com/stats.html">Memecodes Statistiken</a></p>
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