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	<title>AI Playground &#187; Neurobiologie</title>
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	<description>Thoughts on artificial intelligence, cognitive science, academia, and life in general.</description>
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		<title>Was bleibt?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2007 22:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Transhumanismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bleibt vom Menschen, wenn er die M&#246;glichkeit hat, selbst zu bestimmen, was ihn antreibt? Kleine &#196;nderungen im Motivationssystem unseres Gehirns haben gro&#223;e &#196;nderungen in unserem Verhalten und Denken zur Folge. Wenn wir selbst bestimmen k&#246;nnten, welche Aktivit&#228;ten und Stimuli welche Gef&#252;hle verursachen, w&#228;ren wir freier, als wir es so je sein k&#246;nnen. Die M&#246;glichkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bleibt vom Menschen, wenn er die M&#246;glichkeit hat, selbst zu bestimmen, was ihn antreibt? Kleine &#196;nderungen im Motivationssystem unseres Gehirns haben gro&#223;e &#196;nderungen in unserem Verhalten und Denken zur Folge. Wenn wir selbst bestimmen k&#246;nnten, welche Aktivit&#228;ten und Stimuli welche Gef&#252;hle verursachen, w&#228;ren wir freier, als wir es so je sein k&#246;nnen. Die M&#246;glichkeit zu solchen Ver&#228;nderungen ist nicht fern &#8212; und wird ver&#228;ndern, was es hei&#223;t, ein Mensch zu sein.</p>
<p>Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, trinken oder Sex haben, wird in unserem Gehirn der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt. Was auch immer wir dann gerade tun, sehen und f&#252;hlen, Dopamin verkn&#252;pft es mit einem Gef&#252;hl von Gl&#252;ck und Belohnung und f&#252;hrt so dazu, dass wir, wenn unser Dopaminspiegel wieder auf einem niedrigeren Level ist, diese Sinneseindr&#252;cke und Aktivit&#228;ten wiederholen <em>wollen</em>. Dopamin ist der Grund daf&#252;r, dass wir ein Verlangen danach haben, uns ein St&#252;ck Pizza in den Mind zu schieben, es zu kauen und zu schlucken.</p>
<p>Schon wenn wir die knusprig braune Schinken-Thunfisch-Pizza vor uns sehen, wird im Hypothalamus, dem Steuerzentrum f&#252;r alles, was unbewusst in unserem K&#246;rper abl&#228;uft, etwas Serotonin freigesetzt. Mit den ersten Bissen und den damit aufgenommenen Kohlenhydraten steigt der Serotonin-Level im Hypothalamus weiter an, ein Gef&#252;hl der Zufriedenheit breitet sich aus. Wenn Schokolade gl&#252;cklich macht, dann deswegen, weil sie Tryptophan enth&#228;lt, eine Aminos&#228;ure, aus der im zentralen Nervensystem Serotonin aufgebaut wird. Serotonin f&#252;hrt dazu, dass es uns <em>gef&#228;llt</em>, zu essen.</p>
<p>Wenn wir selbst bestimmen k&#246;nnten, wonach wir verlangen und was uns gef&#228;llt, beispielsweise indem wir regulieren, wann welche Neurotransmitter freigesetzt werden, h&#228;tten wir ein Ma&#223; an Kontrolle &#252;ber unser Leben, das alles &#252;berschreitet, was man durch Selbstdisziplin erreichen kann. Wenn das, was wir wollen, weil es zu unseren &#220;berlebenschancen im Sinne der Evolution beitr&#228;gt und deswegen als &#8220;gut&#8221; in unseren Genen verdrahtet ist, nicht im Einklang mit dem ist, was wir bewusst wollen, k&#246;nnten wir es &#228;ndern.</p>
<p>Wir k&#246;nnten das Verlangen nach sozialem Status und die Beeinflussbarkeit durch den sozialen Status anderer abschalten und unbeeinflusst von Autorit&#228;tsdenken objektiver denken und handeln. Wir k&#246;nnten damit aufh&#246;ren, Menschen unbewusst danach zu beurteilen, wie symmetrisch ihr Gesicht ist, wie sehr es dem Durchschnitt entspricht und wie sehr das Verh&#228;ltnis zwischen Taillen- und H&#252;ftumfang dem entspricht, das unsere Gene bei Menschen des anderen Geschlechts am liebsten sehen. Wir k&#246;nnten uns daf&#252;r entscheiden, die romantische Liebe f&#252;r einen Partner nie enden zu lassen (ein ausgeglichener Oxytocinspiegel w&#228;re ein Anfang). Wir k&#246;nnten Wissen zur aufregendsten Sache der Welt machen, zu etwas, wonach wir mehr Verlangen haben als nach allem anderen. Wir k&#246;nnten daf&#252;r sorgen, dass wir in allem Sinn sehen &#8212; oder in nichts.</p>
<p>Unsere Gene legen die Konfiguration fest, die bestimmt, mit welchen Gef&#252;hlen wir auf welche Stimuli reagieren, wonach wir verlangen und was uns gef&#228;llt. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Ausstattung dem entspricht, was wir als bewusste, nicht oder nicht ausschlie&#223;lich an der Weiterverbreitung unserer Gene interessierte Wesen w&#228;hlen w&#252;rden, wenn wir die Wahl h&#228;tten. </p>
<p>Was von uns bleibt, wenn wir die Wahl haben, ist, wer wir wirklich sind.</p>
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		<title>Der Wandel der wissenschaftlichen Methode</title>
		<link>http://www.aiplayground.org/artikel/der-wandel-der-wissenschaftlichen-methode/</link>
		<comments>http://www.aiplayground.org/artikel/der-wandel-der-wissenschaftlichen-methode/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2007 13:24:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Physik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Lukas Biewald, ehemals NLP-Forscher im Stanford AI Lab: My job title is &#8220;Scientist&#8221;, but I never use the scientific method, at least as I remember it from 6th grade earth science where you make a hypothesis and test it with an experiment. Instead I mostly mine through data and look for patterns. In der experimentellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://artificial-artificial-intelligence.com/">Lukas Biewald</a>, ehemals <acronym title="Natural Language Processing">NLP</acronym>-Forscher im Stanford AI Lab:</p>
<blockquote><p>
My job title is &#8220;Scientist&#8221;, but I never use the scientific method, at least as I remember it from 6th grade earth science where you make a hypothesis and test it with an experiment. Instead I mostly mine through data and look for patterns.
</p></blockquote>
<p>In der experimentellen Neurobiologie sieht es genauso aus, auch wenn wissenschaftliche Ver&#246;ffentlichungen hier noch immer nach dem Muster &#8220;Wir hatten folgende Hypothese, haben Sie &#252;berpr&#252;ft und sie hat sich als wahr herausgestellt&#8221; gestrickt sind. Mit dem tats&#228;chlichen Alltag eines Wissenschaftlers hat das wenig gemein.</p>
<p>Dass die herk&#246;mmliche wissenschaftliche Methode brauchbar ist, wenn man die Wahrheit dessen &#252;berpr&#252;fen will, was man zu wissen glaubt, aber dass sie einem nicht sagen kann, wohin man gehen soll, wusste schon <a href="http://www.aiplayground.org/artikel/zen/">Robert M. Pirsig</a>. Das ist nicht neu. </p>
<p>Neu ist, dass das Aufstellen von Hypothesen mehr und mehr automatisisert wird.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Cognitive Science in Osnabr&#252;ck</title>
		<link>http://www.aiplayground.org/artikel/coxi/</link>
		<comments>http://www.aiplayground.org/artikel/coxi/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Feb 2007 15:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cognitive Science]]></category>
		<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.aiplayground.org/artikel/cognitive-science-in-osnabrueck/</guid>
		<description><![CDATA[Was ich gerne vor Beginn meines Studiums in Osnabr&#252;ck gewusst h&#228;tte. Unter anderem: Wie das erste Semester aussieht. Was man in den einzelnen F&#228;chern lernt. Wer das Studium nach zwei Semestern abbrechen wird. Wie die Bachelor-Note zustande kommt. Was Cognitive-Science-Studenten nach dem Studium machen. Bonus: Zusammenfassungen der Vorlesungen, Mitschriften und Beispielaufgaben. Lies weiter und du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich gerne vor Beginn meines Studiums in Osnabr&#252;ck gewusst h&#228;tte.</p>
<p>Unter anderem: Wie das erste Semester aussieht. Was man in den einzelnen F&#228;chern lernt. Wer das Studium nach zwei Semestern abbrechen wird. Wie die Bachelor-Note zustande kommt. Was Cognitive-Science-Studenten nach dem Studium machen. Bonus: Zusammenfassungen der Vorlesungen, Mitschriften und Beispielaufgaben.</p>
<p>Lies weiter und du erf&#228;hrst, ob du Cognitive Science studieren willst und wie du das erste Semester &#252;berstehst.<span id="more-53"></span></p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2>&#220;bersicht</h2>
<ol>
<li><a href="#1">Cognitive Science</a></li>
<li><a href="#2">Osnabr&#252;ck</a></li>
<li><a href="#3">Der Stundenplan</a></li>
<li><a href="#4">Stud.IP</a></li>
<li><a href="#6">Mathematik</a></li>
<li><a href="#7">Informatik</a></li>
<li><a href="#8">Neurobiologie</a></li>
<li><a href="#9">Statistik + Empirical Methods</a></li>
<li><a href="#10">Linguistik</a></li>
<li><a href="#11">Foundations of Cognitive Science</a></li>
<li><a href="#12">Logik</a></li>
<li><a href="#5">Die Bachelor-Note</a></li>
<li><a href="#13">Noch Fragen?</a></li>
</ol>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="1">Cognitive Science</h2>
<h3>Was ist Cognitive Science?</h3>
<p>Eine der ersten Vorlesungen des Studiengangs hat den Titel &#8220;What is Cognitive Science?&#8221;. Wer meint, definitiv zu wissen, f&#252;r was er sich da entschieden hat, erf&#228;hrt in einem der ersten Slides von Kai-Uwe K&#252;hnberger:</p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/whatiscognitivescience.gif' alt='What is Cognitive Science?' style="border: 0;" /><br />
<span style="color: #aaa; font-size: 0.8em; line-height: 0.9em">&copy; Kai-Uwe K&#252;hnberger</span>
</p>
<p>Cognitive Science ist die Wissenschaft, die versucht, zu verstehen, wie unser Gehirn funktioniert. Kognitive F&#228;higkeiten wie Wahrnehmung, Denken, Lernen, Motorik und Sprache werden untersucht und modelliert. Das menschliche Gehirn ist das komplexeste System des uns bekannten Universums. Um dieses System auch nur ein kleines bisschen zu verstehen, gen&#252;gt es nicht, sich aus nur einer Richtung anzun&#228;hern. Cognitive Science ist interdisziplin&#228;r: Eine zentrale Rolle spielen Informatik, Mathematik, Neurowissenschaft, Psychologie, Linguistik und Philosophie.</p>
<p>Erwarte nicht, dass irgendjemand aus deinem Bekanntenkreis wei&#223;, was Cognitive Science ist. Solche Dialoge stehen auch dir bevor:</p>
<blockquote><p>
<strong>&#8220;Ich studiere Kognitionswissenschaft.&#8221;</strong><br />
&#8220;Du studierst was? Kommunikationswissenschaft?&#8221;<br />
<strong>&#8220;Kognitionswissenschaft.&#8221;</strong><br />
&#8220;Konditionswissenschaft?&#8221;
</p></blockquote>
<h3>F&#252;r wen ist das Studium?</h3>
<p>Cognitive Science ist dein Studiengang, wenn &#8230;</p>
<ul>
<li>du im Bereich der k&#252;nstlichen Intelligenz arbeiten oder forschen willst, Studieng&#228;nge wie Mathe oder Informatik dir aber zu allgemein (zu wenig Fokus auf das Verst&#228;ndnis von Intelligenz) und zu spezifisch (Herangehensweise auf ein Wissenschaftsgebiet beschr&#228;nkt) sind.</li>
<li>dich die kognitiven F&#228;higkeiten des menschlichen Gehirns faszinieren und du etwas in der Richtung machen willst, aber noch nicht wei&#223;t, was.</li>
<li>du einen anspruchsvollen Studiengang mit obligatorischem Auslandssemester suchst, den nette und interessante Leute studieren.</li>
</ul>
<p>Studiere besser etwas anderes, wenn &#8230;</p>
<ul>
<li>du Mathe nicht magst.</li>
<li>du kein Interesse an Informatik hast.</li>
<li>du Psychologie studieren wolltest, aber der NC im Weg stand.</li>
<li>du dich auf das faule Studentenleben freust.</li>
<li>dich acht Pr&#252;fungen in zwei Wochen abschrecken.</li>
<li>dir viel an einem gut bezahlten Job liegt.</li>
<li>Initiative nicht dein Ding ist.</li>
</ul>
<p>Ich zitiere <a href="http://www-lehre.inf.uos.de/~btenberg/home.html">Bastian Tenbergen</a>, der den CogSci-Bachelor inzwischen hinter sich hat und nun <em>Human Computer Interaction</em> an der Oswego State University in New York studiert:</p>
<blockquote><p>
Generell gilt: Cognitive Science ist sau hart. Aber daf&#252;r habt ihr schon nach drei Jahren genug Wissen, um mit anderen, themenverwandten &#8220;Vollblutwissenschaftlern&#8221; mehr als mithalten zu k&#246;nnen. [...] Aber keine Angst vor der Herausforderung — alle Kommilitonen sind freundlich und hilfsbereit und es gibt viele Interessante Hilfe-Seiten — von CogScis — f&#252;r CogScis.
</p></blockquote>
<p>Und, einige Zeilen sp&#228;ter:</p>
<blockquote><p>
In meinem Semester haben ca. 110 Leute angefangen (es gibt ja auch keine Maximalzahl von Pl&#228;tzen, die vergeben werden&#8230;). Nach dem ersten Jahr waren es nur noch knapp 50. Jetzt sind in meinem Semester nur noch knapp 40. Ein Jahr sp&#228;ter war ich Tutor f&#252;r die *neuen* Ersties und habe die Organisationswoche und den Kennenlern-Trip nach Lutter organisiert (mit Hilfe von einigen lieben Freunden, versteht sich). Es haben 85 Leute angefangen. Jetzt sind noch knapp 50 &#252;brig.
</p></blockquote>
<p>Eines sollte man bei all den Vorwarnungen nicht vergessen:</p>
<blockquote><p>
Mit Interesse und Spa&#223; an der Sache ist das Studium schaffbar.
</p></blockquote>
<p class="centerimage"><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/coxi_06.JPG' title='Die Erstsemester 2006'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/coxi_06_small.JPG' alt='Die Erstsemester 2006' /></a></p>
<h3>Was mache ich nach dem Studium?</h3>
<p>Nach dem Bachelorstudium stehen im Grunde zwei M&#246;glichkeiten zur Wahl:</p>
<ol>
<li>Der Masterstudiengang Cognitive Science in Osnabr&#252;ck</li>
<li>Ein Masterstudiengang in einem <a href="http://www.cogsci.uni-osnabrueck.de/~fachschaft/cdb/index.php/countries/">verwandten Fach</a> an einer anderen Universit&#228;t (bei einigen F&#228;chern nur im Ausland m&#246;glich): Informatik, Neuroinformatik, Neuroscience, Computational Neuroscience, Linguistik, Computerlinguistik, Cognitive/Biological Psychology, Artificial Intelligence, Logik, Robotik, &#8230;</li>
</ol>
<p>Etwa 10 Studenten pro Jahrgang w&#228;hlen die erste Option, die meisten Studenten &#8212; etwa 40 sind dann noch &#252;brig &#8212; die zweite. Das liegt einerseits daran, dass der Abschluss <em>Cognitive Science</em> bislang in Deutschland, auch bei Personalchefs, kaum bekannt ist und andererseits daran, dass es sinnvoll ist, sich nach den Grundlagen in allen m&#246;glichen Bereichen in eine Richtung zu spezialisieren (ansatzweise geschieht das auch schon w&#228;hrend des Bachelorstudiums).</p>
<h3>Ja, aber was mache ich <em>danach</em>?</h3>
<p>Das h&#228;ngt stark von der Richtung ab, in die du dich spezialisierst. F&#252;nf Minuten <a href="http://www.google.com/search?hl=en&#038;q=%28cv%7Clebenslauf%7C%22curriculum+vitae%22%29+bachelor+%22cognitive+science%22+osnabr%C3%BCck&#038;btnG=Search">Googeln</a> haben haben ergeben, dass ehemalige Bachelor-Studenten besch&#228;ftigt sind als:</p>
<ul>
<li>Scientist at the Center for Environmental Systems Research</li>
<li>Researcher at the Fraunhofer Insitute IAIS</li>
<li>Assistant Professor / Sen. Researcher at the Institute of Computer Science, Multimedia and Applications Augsburg</li>
<li>Postgraduate Student of Artificial Intelligence at the Universitat de Barcelona</li>
<li>PhD student Psychology and Neuroscience at the Duke University, USA</li>
<li>PhD student Neural and Behavioural Sciences at the MPI for Biological Cybernetics</li>
<li>PhD student at Biopsychology lab, TU Dresden</li>
<li>PhD student at the Database and Information Systems Department, Max-Planck Institute Saarbr&#252;cken</li>
</ul>
<p>Viele haben vor, in die Forschung zu gehen. (Ich auch.)</p>
<p>Vor drei Jahren sagte der damalige Kultusminister der USA, Richard Riley:</p>
<blockquote><p>None of the top 10 jobs that will exist in 2010 exist today. Those jobs will require technology that’s still being developed. The most important thing a student can do today is learn to learn.</p></blockquote>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="2">Osnabr&#252;ck</h2>
<h3>Das Umfeld</h3>
<p>Bislang ist die Uni Osnabr&#252;ck die einzige in Deutschland, die Cognitive Science als Bachelorstudiengang anbietet. Im Wintersemester 2006 waren wir etwa 80 Erstsemester &#8212; nach Abzug all derjeniger, die sich nur eingeschrieben haben und danach nichts mehr unternommen haben. Ich kann nicht beurteilen, wie es an anderen Universit&#228;ten ist, aber in Osnabr&#252;ck ist der Zusammenhalt der Coxis verglichen mit anderen Studieng&#228;ngen etwas Besonderes. Die Drittsemester organisieren eine Einf&#252;hrungswoche, eine Fahrt ins Harz (<a href="http://www.jan-wuelfing.de/lutter/">Lutter</a>), eine Kneipenrally und das Coxi-T-Shirt und sind auch sonst einigerma&#223;en hilfreich. Wenn in der Cafeteria an einem Tisch 20 Leute sitzen, kann man davon ausgehen, dass es Coxis sind.</p>
<p class="centerimage"><a href='http://flickr.com/photos/65817306@N00/69319887/' title='Osnabr&#252;ck'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/osnabrueck1.jpg' alt='Osnabr&#252;ck' /></a></p>
<h3>Zugangsvoraussetzungen</h3>
<p>Es gibt zwei Zugangsvoraussetzungen: Englischkenntnisse und Mathekenntnisse. Englischkenntnisse hat der internationale Studiengang schon immer vorausgesetzt, die Forderung nach dem Nachweis von Mathekenntnissen ist dagegen neu f&#252;r die Studienanf&#228;nger im Wintersemester 2008.</p>
<p>Folgende Englischkenntnisse sind n&#246;tig:</p>
<ul>
<li>Sechs Jahre Schulenglisch mit einer Mindestdurchschnittsnote von 3,0 in den letzten beiden Schuljahren<br />
- <strong>oder</strong> -</li>
<li>Mindestens 79 Punkte in einem internetbasierten TOEFL-Test<br />
- <strong>oder</strong> -</li>
<li>In besonderen F&#228;llen: Dinge wie Auslandsaufenthalte, zweisprachiges Elternhaus, IELTS/CPE/CAE-Tests etc.</li>
</ul>
<p>Au&#223;erdem sind folgende Mathekenntnisse n&#246;tig:</p>
<ul>
<li>Eine Durchschnittsnote von mindestens 7 Punkten im Mathe-Leistungskurs in den letzten beiden Schuljahren<br />
- <strong>oder</strong> -</li>
<li>Eine Durchschnittsnote von mindestens 9 Punkten im Mathe-Grundkurs in den letzten beiden Schuljahren</li>
</ul>
<p>Wenn du aus der Schule Vorkenntnisse in Biologie (Aufbau und Funktionsweise von Nervenzellen) oder Informatik (Suchalgorithmen, B&#228;ume, etc.) hast und vielleicht noch gut Englisch sprichst, macht das dein Studium einfacher. Mit etwas Arbeitsaufwand wird dein Studium aber auch ohne besondere Vorkenntnisse klappen.</p>
<p class="centerimage"><a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:AVZ_UniOsnabrueck.jpg' title='Das AVZ-Geb&#228;ude am Westerberg. Hier befinden sich die hervorragende Mensa und das Cognitive-Science-Stockwerk'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/avz_small.jpg' alt='Das AVZ-Geb&#228;ude am Westerberg. Hier befinden sich die hervorragende Mensa und das Cognitive-Science-Stockwerk' /></a>
</p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="3">Der Stundenplan</h2>
<p>Mit 32 Semesterwochenstunden entsprach mein Stundenplan f&#252;r das erste Semester dem der meisten anderen Erstsemester. Theoretisch k&#246;nnen Mathematik und/oder Informatik auch erst im dritten Semester belegt werden, in der Praxis ist es zwecks kurzer Studiendauer eine gute Idee, beides schon im ersten Semester zu versuchen. Viel Freizeit bleibt dann nicht mehr. Neben <em>Foundations of Cognitive Science</em> ist <em>Erkenntnistheorie I</em> die einzige optionale Vorlesung, die auch von vielen Erstsemestern belegt wurde.</p>
<p class="centerimage"><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/bild-7.png' title='Coxi Stundenplan'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/bild-7.png' alt='Coxi Stundenplan' width="100%" /></a></p>
<p><strong>Tipp:</strong> Du musst nicht alle Vorlesungen und &#220;bungen besuchen. Wenn ein ausf&#252;hrliches Skript existiert, kann es effektiver sein, sich selbst&#228;ndig mit dem Stoff zu befassen statt &#8212; meist passiv &#8212; im Vorlesungssaal zu sitzen. Besonders in Statistik kann ich diese Vorgehensweise empfehlen.</p>
<p>Ich schreibe sp&#228;ter noch ausf&#252;hrlicher &#252;ber die einzelnen F&#228;cher. <strong>Wichtig</strong>: Das sind lediglich die F&#228;cher des ersten Semesters. Ein umfassenderes Bild vermitteln <a href="http://cogsci.uni-osnabrueck.de/de/cogsci/bachelor/subjectplans">die offiziellen &#220;bersichtspl&#228;ne des Bachelor-Studiums</a>. Mehr zu den Inhalten fortgeschrittener Kurse findest du im <a href="http://wiki.stuhlmueller.info/Cognitive_Science">Cognitive Science-Wiki</a>.</p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="4">Stud.IP</h2>
<p>Die Organisation des Studiums l&#228;uft &#252;ber das Online-System <a href="https://studip.rz.uos.de/index.php">Stud.IP</a> ab. Hier kann man sich f&#252;r Vorlesungen und &#220;bungen eintragen, Klausur- und andere Termine erfahren, die Slides und Skripte zu den Vorlesungen herunterladen (<strong>wichtig!</strong>) und Klausurergebnisse erfahren. Angeblich ist das Verzeichnis der Lehrveranstaltungen unter <a href="http://www.cogsci.uni-osnabrueck.de/">cogsci.uni-osnabrueck.de</a> noch aktueller und zuverl&#228;ssiger als das im Stud.IP, w&#228;hrend des ersten Semesters ist mir das allerdings nicht aufgefallen.</p>
<p><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/bild-8.png' title='Stud.IP'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/studip_small.jpg' alt='Stud.IP' /></a></p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="6">Mathematik</h2>
<p>Ich habe die Vorlesung <strong>Mathematik I</strong> bei Prof. Dr. Peter Meyer-Nieberg besucht.</p>
<p class="centerimage">
<a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/algorithmen_hoerer_2006.jpg' title='Die Zuh&#246;rer der Vorlesungen Mathe und Algorithmen'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/algorithmen_hoerer_2006_small.jpg' alt='Die Zuh&#246;rer der Vorlesungen Mathe und Algorithmen' /></a><br />
* <span style="color: #bbb; font-size: 0.7em; line-height: 0.8em">Okay, das hier ist ein Foto der Zuh&#246;rer der InfoA-Veranstaltung. Ich konnte kein Bild der Mathe-Veranstaltung finden und die Schnittmenge Mathe I &#8211; Info A ist sehr gro&#223;.</span>
</p>
<h3>Was du lernst</h3>
<p>Die Vorlesung baut auf der Schulmathematik auf &#8212; oder, besser: Die Vorlesung baut all das, was in der Schule gelehrt wurde, aus elementaren Bestandteilen auf. Und baut dann noch ein paar Stockwerke h&#246;her. Die Themen des 128-seitigen Skripts:</p>
<ol>
<li>
    Grundlagen</p>
<ol>
<li>K&#246;rper</li>
<li>Kombinatorik</li>
<li>Reelle und komplexe Zahlen</li>
</ol>
</li>
<li>
    Gleichungssysteme und Vektorr&#228;ume</p>
<ol>
<li>Vektorr&#228;ume und Matrizen</li>
<li>Der Gau&#223;-Algorithmus, lineare Gleichungssysteme</li>
<li>Lineare Unabh&#228;ngigkeit von Vektoren, Basen</li>
<li>Quadratische Matrizen</li>
<li>Determinanten</li>
<li>Direkte Summen und Normalformen</li>
</ol>
</li>
<li>
    Funktionen einer reellen Ver&#228;nderlichen</p>
<ol>
<li>Grenzwerte von Funktionen und Folgen</li>
<li>Unendliche Reihen</li>
<li>Stetigkeit</li>
<li>Differenzierbarkeit</li>
<li>Integration</li>
<li>Elementare Differentialgleichungen</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p>Bei keinem Skript ist das Verh&#228;ltnis <em>Wissen pro Seite</em> h&#246;her als bei dem wortsparenden Mathe-Skript. Antworten auf Fragen wie &#8220;Was bedeutet das?&#8221; oder &#8220;Wozu ist das gut?&#8221; sind in der Aneinanderreihung von S&#228;tzen, Lemmas und Beweisen nicht zu finden.</p>
<h3>Die Vorlesungen</h3>
<p>Ohne Vorbereitung sind die Vorlesungen teilweise nicht ganz zu verstehen. Ich habe mir im ersten Semester die Vorlesungen angeh&#246;rt ohne zuvor den entsprechenden Abschnitt im Skript zu lesen und habe danach zu Hause den Abschnitt in f&#252;r mich sinnvoller Form zusammengefasst. Diese Vorgehensweise funktioniert, ist aber nicht optimal. Es k&#246;nnte sinnvoller sein, sich die Inhalte vor den Vorlesungen anzusehen um so mehr von den Erl&#228;uterungen w&#228;hrend der Vorlesung mitzunehmen.</p>
<h3>Die &#220;bungen</h3>
<p>Die &#220;bungen bei Prof. Dr. Peter Meyer-Nieberg entsprechen im Stil den Vorlesungen. Das hei&#223;t: Die L&#246;sungen der f&#252;r die jeweilige &#220;bung vorgesehenen Aufgaben (die <em>nicht</em> zuvor zu Hause bearbeitet wurden) werden der Reihe nach und mit wenigen Erkl&#228;rungen an die Tafel geschrieben. Stell Fragen &#8212; wenn du etwas nicht verstehst, verstehen es viele andere auch nicht, sagen aber nichts.</p>
<h3>Die Hausaufgaben</h3>
<p>Jede Woche gibt es ein Hausaufgabenblatt, das in Gruppen zu je drei Studenten zu bearbeiten ist. Die Aufgaben sind schwierig — schwieriger als die meisten Klausuraufgaben. Voraussetzung f&#252;r die Zulassung zur Klausur ist es, bei den Hausaufgabenbl&#228;ttern insgesamt mindestens 50% der erreichbaren Punkte zu sammeln. Das ist machbar. Wer Probleme mit einem Blatt hat, kann das Mathe-Tutorium besuchen, bei dem es Tipps zur L&#246;sung der Aufgaben geben soll. (In Notf&#228;llen: <a href="mailto:andreas@aiplayground.org">Mail</a>)</p>
<h3>Die Klausuren</h3>
<p>Du wirst drei Klausuren schreiben: Eine Hauptklausur, die die Endnote bestimmt, und zwei Probeklausuren, deren Bestehen Voraussetzung f&#252;r die Zulassung zur Endklausur ist und bei der Bonuspunkte f&#252;r die Endklausur gesammelt werden k&#246;nnen. Die Probeklausuren entsprechen im Schwierigkeitsgrad der Endklausur. Die Aufgaben aus dem Bereich der linearen Algebra werden <a href="http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/la_loesung.pdf">so oder so &#228;hnlich</a> aussehen, die Aufgaben aus der Analysis <a href="http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/an_loesungen.pdf">eher so</a>.</p>
<p>Wer die Klausuren der Schulzeit schwierig fand oder gar keinen Mathe-LK hatte, wird viel Zeit in den Mathe-Schein investieren m&#252;ssen. Wenn du das erste Mal in der Mathe-Vorlesung sitzt, schau dir deine beiden Nachbarn gut an. Einer von beiden wird die Vorlesung ein Jahr sp&#228;ter noch einmal belegen.</p>
<p><strong>Tipp</strong>: Die Nachschreibeklausur z&#228;hlt in Mathe als Freiversuch. Das hei&#223;t: Zulassungsvoraussetzungen wie das Bestehen der Probeklausuren oder das Abgeben der Hausaufgaben gibt es hier <em>nicht</em>. (Die Tatsache, dass das im Wintersemester 2006 der Fall war, hei&#223;t nicht, dass das weiterhin so sein muss. Besser nachfragen.)</p>
<h3>Hilfreiches</h3>
<ul>
<li>Der Mathe-Vorkurs &#8220;Einf&#252;hrung in die mathematische Begriffsbildung&#8221;. Hingehen!</li>
<li>Das Buch <a href="http://www.amazon.de/Lineare-Algebra-f%C3%BCr-erste-Semester/dp/3827372070">Lineare Algebra f&#252;r das erste Semester</a></li>
<li><a href="http://www.mia.uni-saarland.de/Teaching/MFI03/mfi1scriptmain.pdf">Mathematik f&#252;r Informatiker I (Skript, Uni Saarland)</a></li>
<li>&#220;bersichtsbl&#228;tter mit allen wichtigen Formeln (bald online)</li>
</ul>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="7">Informatik</h2>
<p>Ich habe die Vorlesung <strong>Informatik A: Algorithmen</strong> bei Prof. Dr. Oliver Vornberger besucht.</p>
<p class="centerimage"><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/algo_vorlesung.jpg' title='Prof. Dr. Oliver Vornberger'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/algo_vorlesung_small1.jpg' alt='Prof. Dr. Oliver Vornberger' /></a></p>
<h3>Was du lernst</h3>
<p>Wer keine Vorkenntnisse hat, lernt zun&#228;chst, die Kommandozeile unter Linux zu benutzen, dann, den Editor vi aufzurufen und zu benutzen, damit Java-Programme zu schreiben und beim Programmieren verschiedene Konzepte der Informatik anzuwenden. Die wichtigsten Punkte aus dem Lehrplan:</p>
<ol>
<li>Die Kommandozeile unter Linux</li>
<li>Der Editor vi</li>
<li>Datentypen in Java</li>
<li>Arrays</li>
<li>Klassenmethoden</li>
<li>Rekursion</li>
<li>Komplexit&#228;t, Verifikation, Terminierung</li>
<li>Sortieren</li>
<li>Objektorientierte Programmierung</li>
<li>Abstrakte Datentypen</li>
<li>Hashing</li>
<li>Graphen</li>
</ol>
<h3>Die Vorlesungen</h3>
<p>Die Vorlesungen bei Prof. Dr. Oliver Vornberger waren die besten Vorlesungen des ersten Semesters: Gut vorbereitet, verst&#228;ndlich und unterhaltsam. Wer nicht in das Informatik-Geb&#228;ude am Westerberg kommen konnte oder wollte, konnte die Vorlesung auch per Live-&#220;bertragung aus der Innenstadt oder von zu Hause aus verfolgen (wobei der Internet-Livestream &#246;fters nicht funktionierte als schon). Sehr hilfreich sind auch die <a href="http://www-lehre.inf.uos.de/~ainf/2005/Real/index.html">Video-Downloads fr&#252;herer Vorlesungen</a>. Zu Hause im Bett liegend die Vorlesung zu verfolgen ist toll.</p>
<p>Das Skript ist ausf&#252;hrlich genug, um f&#252;r die Vorbereitung der Klausuren keine weiteren eigenen Mitschriften n&#246;tig zu machen.</p>
<p>Bei der Umfrage zum Ende der Vorlesungen (<a href="http://www-lehre.inf.uos.de/~ainf/2006/evaluation-ainf-interne-hoerer-papier.pdf">1</a>, <a href="http://www-lehre.inf.uos.de/~ainf/2006/evaluation-ainf-interne-hoerer-online.pdf">2</a>) schrieb einer der Teilnehmer:</p>
<blockquote><p>Positiv: gut ausgearbeitetes Skript; nette, humorvolle Bemerkungen des Professors, Zusammenhang mit &#220;bung f&#252;r Testate zum besseren Verst&#228;ndnis des Vorlesungsstoffes; gut gelegene Vorlesungszeiten.<br />
Negativ: manchmal zu anstrengend der Vorlesung zu folgen, zu viel Stoff auf einmal. (unter Umst&#228;nden &#038; eventuell)</p></blockquote>
<h3>Die Testate</h3>
<p>Im Gegensatz zu allen anderen F&#228;chern hat jeder Student in Informatik zusammen mit einem anderen Studenten ein Testat abzulegen. Hier stellt ihr einem Studenten aus einem h&#246;heren Semester die L&#246;sungen der aktuellen Hausaufgabe vor (meist ein paar Java-Programme) und beantwortet Fragen zur letzten Vorlesung. Um zur Klausur zugelassen zu werden, muss jedes Testat &#8212; bis auf einen Joker &#8212; mit mindestens 50% der Punkte bestanden werden.</p>
<h3>Die Klausur</h3>
<p>Bei fairer Bewertung durch die pr&#252;fenden Studenten sind die Punktezahlen bei den Testaten ein guter Indikator daf&#252;r, wie du bei der Endklausur abschneiden wirst. Wichtig f&#252;r die Klausur ist nicht nur ein grobes Verst&#228;ndnis der Konzepte, sondern auch die Kenntnis von Details der Programmiersprache Java (ist &#8220;<strong>for (;;) {}</strong>&#8221; valider Code?) und die F&#228;higkeit, mit Zettel und Papier zu programmieren.</p>
<h3>Hilfreiches</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.mindpicnic.de/course/informatik-algorithmen/">Karteikarten aller klausurrelevanten Inhalte</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/03/informatik-a_-algorithmen_v17.pdf' title='Zusammenfassung von Lena K&#228;stner, Nico M&#246;ller'>Zusammenfassung von Lena K&#228;stner, Nico M&#246;ller</a></li>
<li><a href="http://www-lehre.inf.uos.de/~ainf/2008/index.html">Das Skript im HTML- und PDF-Format, die Vorlesung als Videomitschnitt</a></li>
<li><a href="http://www-lehre.inf.uos.de/~ainf/2008/uebung.html">Die Aufgabenbl&#228;tter im PDF-Format</a></li>
</ul>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="8">Neurobiologie</h2>
<p>Ich habe die Vorlesung <strong>Introduction to Neurobiology</strong> bei Prof. Dr. Gunnar Jeserich besucht.</p>
<h3>Was du lernst</h3>
<p>Die Vorlesung vermittelt eine Ahnung davon, wie unser Gehirn funktioniert. Wer Biologie in der Oberstufe hatte, dem wird einiges bekannt vorkommen &#8212; &#228;hnlich wie in der Mathematik werden Themen, die in der Schule angeschnitten wurden, hier mit deutlich mehr Tiefgang behandelt. Ein Umriss der Themen:</p>
<ol>
<li>Grundlagen: Proteine, Enzyme, Aufbau von Zellen</li>
<li>Eigenschaften und Aufbau von Nervenzellen</li>
<li>Intrazellul&#228;rer Transport von Stoffen</li>
<li>Die Struktur der Zellmembran</li>
<li>Wie elektrische Spannung in Nervenzellen entsteht (Ruhepotential)</li>
<li>Wie Signale entstehen und weitergeleitet werden (Aktionspotential)</li>
<li>Wovon die Weiterleitung von Signalen abh&#228;ngt</li>
<li>Wie Synapsen funktionieren</li>
<li>Wie Gifte und Drogen wirken</li>
<li>Wie wir lernen</li>
<li>Wozu Gliazellen gut sind (von denen es 10x mehr als Nervenzellen gibt)</li>
<li>Warum wir manche Dinge kaum kontrollieren k&#246;nnen (Herzschlag, Reflexe)</li>
</ol>
<h3>Die Vorlesungen</h3>
<p>Die Vorlesungen finden auf Englisch statt und z&#228;hlen mit zu den besten des ersten Semesters. Die Sprache ist kein Hindernis: Zu Beginn jeder Vorlesung sind ein paar Minuten f&#252;r die Einf&#252;hrung des neuen Fachvokabulars reserviert. Ein weiterer Pluspunkt: Im Gegensatz zu den meisten anderen Professoren ist bei Jeserich eine Kaffeepause nach 45 Minuten &#252;blich.</p>
<p>Wer in der Oberstufe kein Bio hatte oder vergesslich ist, sollte sich vor den Vorlesungen die Inhalte entweder im Skript, sofern das dann schon online ist, oder in einem Buch wie <a href="http://www.amazon.de/Neuroscience-Exploring-Brain-Mark-Bear/dp/0781760038">Neuroscience. Exploring the Brain.</a> ansehen, um mehr von der Vorlesung zu haben.</p>
<h3>Die Klausur</h3>
<p>Bei den Klausuren darf jeder entscheiden, ob er diese lieber auf Deutsch oder auf Englisch schreibt. Um bei der Klausur, die zur H&#228;lfte aus Multiple-Choice-Fragen, zur H&#228;lfte aus Freitext-Fragen besteht, gut abzuschneiden, ist jede Menge Detailwissen n&#246;tig. Was im Skript steht, muss gekonnt werden &#8212; ausnahmslos. Dazu z&#228;hlen auch Details wie die Namen der verschiedenen Proteine, die f&#252;r die Befestigung von Myelin am Axon zust&#228;ndig sind. Etwa 70% der Teilnehmer haben die Klausur bestanden.</p>
<h3>Hilfreiches</h3>
<ul>
<li>Meine <a href="http://www.stuhlmueller.info/upload/neurobiology.pdf">Zusammenfassung von Skript und Slides</a></li>
<li><a href="http://suchanek.name/texts/summaries/neurobio.txt">Zusammenfassung von Fabian M. Suchanek</a></li>
<li><a href="http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/seminar-i-ii.pdf">Lena K&#228;stners Mitschriften zu den Fragen der beiden Seminare</a></li>
<li>Das Buch <a href="http://www.amazon.de/Neuroscience-Exploring-Brain-Mark-Bear/dp/0781760038">Neuroscience. Exploring the Brain.</a></li>
</ul>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="9">Statistik + Empirical Methods</h2>
<p>Ich habe die Vorlesungen <strong>Statistik I</strong> und <strong>Empirical Methods for Cognitive Sciences</strong> bei Priv. Doz. Dr. Reinhard Suck besucht. Manchmal.</p>
<h3>Was du lernst</h3>
<p>Statistik ist f&#252;r mindestens zwei Dinge gut. Erstens: Die sinnvolle Darstellung bereits vorhandener Daten. Zweitens: Das Erstellen von Vorhersagen &#252;ber zuk&#252;nftige Daten (und dazugeh&#246;rige Tests, die feststellen, ob die Vorhersagen aus einer Theorie mit den tats&#228;chlichen Daten &#252;bereinstimmen). Die beiden Teilbereiche nennen sich &#8220;Deskriptive Statistik&#8221; und &#8220;Inferenzstatistik&#8221; und beide werden in der Vorlesung &#8220;Statistik I&#8221; behandelt. Um das n&#246;tige Handwerkszeug zu haben, lernst du vor dem Einstieg in die Inferenzstatistik die Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie.</p>
<ol>
<li>Was kann man mit welcher Art von Daten anfangen? (Skalenniveau)</li>
<li>Deskriptive Statistik
<ol>
<li>H&#228;ufigkeitsverteilung</li>
<li>Kennwerte von Daten</li>
<li>Korrelation</li>
<li>Regression</li>
</ol>
</li>
<li>Wahrscheinlichkeitsrechnung
<ol>
<li>Wahrscheinlichkeitsraum</li>
<li>Bedingte Wahrscheinlichkeiten (Bayes)</li>
<li>Zufallsvariablen</li>
<li>Verteilungen</li>
<li>Kombinatorik</li>
</ol>
</li>
<li>Inferenzstatistik
<ol>
<li>Stichproben</li>
<li>Parametersch&#228;tzung</li>
<li>Hypothesenpr&#252;fung</li>
<li>Anpassungstests</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p>Empirical Methods erkundet (haupts&#228;chlich aus Sicht der Psychologie), wie man zu wissenschaftlichen Erkenntnissen gelangt, wie Experimente aussehen sollten und wie mit den Daten umzugehen ist, die man durch wissenschaftliche Experimente erh&#228;lt:</p>
<ol>
<li>The scientific enterprise</li>
<li>Philosophy of Science: Explanations, theories, laws, models.</li>
<li>Measurement and Operationalism</li>
<li>Data: How to get, how to evaluate</li>
<li>(Experimental) Design theory</li>
<li>Mathematical modelling</li>
<li>Logistic regression</li>
</ol>
<h3>Die Vorlesungen</h3>
<p>Die auf Englisch gehaltene Empirical-Methods-Vorlesung, die nur von Coxis besucht wurde, fand dienstags um 8:00 Uhr morgens statt und hatte des&#246;fteren einstellige Besucherzahlen. Die Statistik-Vorlesung wurde auch von Psychologie-Studenten besucht, hier sah es was die Besucherzahlen angeht entsprechend besser aus. </p>
<p>Die Inhalte beider Vorlesungen sind relevant f&#252;r deine Zukunft als Coxi. Wenn du irgendetwas in Richtung Psychologie machen willst, wirst du ohne Statistik-Kenntnisse mit den Daten deiner Experimente wenig anfangen k&#246;nnen. Wenn du an k&#252;nstlicher Intelligenz und Machine-Learning-Algorithmen interessiert bist, sind Kenntnisse der Inferenzstatistik Grundvoraussetzung, z.B. f&#252;r <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bayessches_Netz">Bayessche Netze</a>. Au&#223;erdem: <a href="http://yudkowsky.net/bayes/bayes.html">Ohne Wahrscheinlichkeitstheorie keine Wissenschaft</a>.</p>
<p>Wenn der Stil der Vorlesungen dir zusagt, besuche die Vorlesungen &#8212; ansonsten lerne die Inhalte eigenst&#228;ndig. In jedem Fall: Gehe zu den &#220;bungen. Hier bekommst du die Inhalte der Vorlesung kurz zusammengefasst, rechnest Aufgaben, die denen der Klausur &#228;hnlich sind und kannst Fragen (besser) stellen.</p>
<p><strong>Achtung:</strong> Es gibt eine weitere Vorlesung namens &#8220;Wahrscheinlichkeitsrechnung &#038; Statistik&#8221; aus dem Bereich der Mathematik, die erst nach dem Absolvieren von Mathe I und Mathe II zug&#228;nglich ist. Diese ist nicht mit der Erstsemestervorlesung zu verwechseln &#8212; die Erstsemestervorlesung ist mehr auf Psychologie- als auf Mathe-Studenten ausgelegt, entsprechend niedriger sind die Anforderungen.</p>
<h3>Die EM-Hausaufgabe</h3>
<p>&#220;ber die Weihnachtsferien gibt es eine etwas umfangreiche Hausaufgabe, die &#252;berpr&#252;fen soll, ob die Inhalte der Empirical-Methods-Vorlesung und der Einf&#252;hrung in die Statistik-Software SPSS verstanden wurden und die Voraussetzung f&#252;r die Zulassung zur Endklausur ist. Jeder Student erh&#228;lt ein individuelles Datenblatt und muss diese Daten mit Blick auf verschiedene Aufgabenstellungen analysieren. Aufgrund des langen Bearbeitungszeitraumes ist diese Aufgabe auch dann zu schaffen, wenn man 90% der EM-Vorlesungen verpasst hat und nicht in der SPSS-Einf&#252;hrung war. Wir haben uns einen Tag vor Abgabe der Hausaufgabe getroffen, Pizza bestellt und die Hausaufgabe zusammen erledigt. Das Ergebnis sah dann beispielsweise <a href="http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/empirical-methods-homework-example.pdf">so</a> aus. Zu den abgegebenen Hausaufgaben haben weder wir noch der Jahrgang vor uns je wieder etwas geh&#246;rt.</p>
<h3>Die Klausur</h3>
<p>Die Klausur besteht aus 10 Multiple-Choice-Fragen (ja/nein) und sechs bis sieben weiteren Aufgaben. Die Multiple-Choice-Fragen beziehen sich auch auf Inhalte der EM-Vorlesung (insbesondere auf den Bereich Versuchsplanung), die anderen Aufgaben nicht. Regressionsgeraden, Parametersch&#228;tzung und &#8212; besonders wichtig &#8212; Hyothesentests sind Teil jeder Klausur. Hypothesentests beantworten Fragen wie: &#8220;Sind die Abweichungen, die sich bei meinem Versuch ergeben haben, nur Zufallsschwankungen oder bringt das Wundermittel X wirklich etwas?”. Eine Klausur k&#246;nnte <a href="http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/ws-02-03-klausur.pdf">so &#228;hnlich</a> aussehen. 46 von 156 Teilnehmern haben die Klausur im Wintersemester 2006 nicht bestanden.</p>
<h3>Hilfreiches</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.psycho.uni-osnabrueck.de/~suck/script/statist1.pdf">Statistik I Skript</a></li>
<li><a href="http://www.psycho.uni-osnabrueck.de/~suck/script/statist2.pdf">Statistik II Skript</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/empirical-methods-complete.pdf' title='Empirical Methods: Slides'>Empirical Methods: Slides</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/statistik-i-ubersicht.pdf' title='Statistik I &#220;bersicht'>Statistik I &#220;bersicht</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/statistik1.pdf' title='Statistik I Mini-Skript'>Statistik I Mini-Skript</a> (<strong>sehr</strong> n&#252;tzlich)</li>
</ul>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="10">Linguistik</h2>
<p>Ich habe die Vorlesung <strong>Introduction to Linguistics</strong> bei Prof. Dr. Peter Bosch und Jun. Prof. Dr. Stefan Evert besucht.</p>
<h3>Was du lernst</h3>
<p>Die auf Englisch gehaltene Vorlesung gibt eine Einf&#252;hrung in das Gebiet der Sprachwissenschaft. Dazu z&#228;hlen:</p>
<ol>
<li>History of linguistics</li>
<li>Phonetics</li>
<li>Phonology</li>
<li>Morphology</li>
<li>Syntax</li>
<li>Semantics</li>
<li>Pragmatics</li>
<li>Discourse Processing</li>
<li>Sentence Processing</li>
<li>Connectionist Models</li>
</ol>
<p>Linguistik ist aus zweierlei Gr&#252;nden wichtig f&#252;r die Kognitionswissenschaft. Einer davon wird bereits im ersten Slide der ersten Vorlesung erkl&#228;rt: Sprache ist eine angeborene kognitive F&#228;higkeit des Menschen &#8212; und nur des Menschen. Deshalb muss jede Theorie des menschlichen Geistes auch das Ph&#228;nomen Sprache beachten.</p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/languageandcognition1.gif' alt='Language and Cognition' /><br />
<span style="color: #aaa; font-size: 0.8em; line-height: 0.9em">&copy; Peter Bosch</span>
</p>
<p>Der zweite Grund: Linguistik ist Voraussetzung f&#252;r die Computerlinguistik, die wiederum ein Teilgebiet der k&#252;nstlichen Intelligenz ist. Hier wird versucht, Aufgaben zu automatisieren, die ein gewisses &#8220;Verst&#228;ndnis&#8221; von Texten erfordern (maschinelle &#220;bersetzung, Textzusammenfassung, etc.).</p>
<p>Mir pers&#246;nlich fiel es schwer, mich f&#252;r Linguistik zu motivieren. Ich studiere Cognitive Science, weil ich mehr &#252;ber das zunehmend wichtiger werdende Gebiet der <a href="http://www.aiplayground.org/artikel/agi/">allgemeinen k&#252;nstlichen Intelligenz</a> lernen will. Daf&#252;r ist es meiner Meinung nach sinnvoller, kognitive F&#228;higkeiten &#8212; Intelligenz &#8212; <a href="http://www.idsia.ch/idsiareport/IDSIA-10-06.pdf">abstrakter zu betrachten</a> als auf Ebene der Sprache (<strike>Grund 1</strike>) und wenig hilfreich, Teilziele mit pseudointelligenten Algorithmen zu erreichen (<strike>Grund 2</strike>).</p>
<h3>Die Vorlesungen</h3>
<p>Obwohl kein Skript zur Verf&#252;gung steht, ist es dank der gut ausgearbeiteten Slides nicht schwer, verpasste Vorlesungen daheim nachzuarbeiten. Mehr f&#228;llt mir nicht zu den Vorlesungen ein; m&#246;glich, dass ich nicht oft genug und nicht oft genug konzentriert in der Vorlesung war. Die Vorlesung fiel auf die letzten zwei Stunden der zehn Stunden Vorlesungen am Dienstag.</p>
<h3>Die Hausaufgaben</h3>
<p>Im Unterschied zu anderen F&#228;chern z&#228;hlen die Hausaufgaben in Linguistik zur Endnote. Je vier Studenten erledigen die Aufgaben zusammen. Die Aufgabenstellungen (<a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/1_2006hw1.pdf' title='Homework 1'>1</a>, <a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/1_2006hw2.pdf' title='Homework 2'>2</a>, <a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/3_2006hw3.pdf' title='Homework 3'>3</a>, <a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/linguistik-2006hw4.pdf' title='Homework 4'>4</a>) umfassen Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik und Diskursanalyse und sind im Team in 2-4 Stunden pro Hausaufgabe zu schaffen. Wenn du vermeidbaren &#196;rger vermeiden willst, gib die Hausaufgaben <em>vor</em> der Vorlesung ab, die zum Abgabedatum stattfindet &#8212; nicht w&#228;hrend, nicht nach.</p>
<h3>Die Klausuren</h3>
<p>Neben der Tatsache, dass die Hausaufgaben mit in die Note einflie&#223;en, unterscheidet sich die Bewertung in Linguistik in noch einer Hinsicht von anderen F&#228;chern: Der Klausurteil der Endnote kommt nicht durch eine Klausur zum Ende des Semesters zustande, sondern setzt sich zu gleichen Teilen aus dem Midterm und der Endklausur zusammen. Das Midterm behandelt die Aspekte bis einschlie&#223;lich Syntax, die Endklausur alle Aspekte ab (und zum Teil einschlie&#223;lich) Syntax. Die Fragen in den Klausuren sind zum Teil einfach, zum Teil knifflig, aber immer Multiple Choice. So gut wie jeder hat Linguistik bestanden.</p>
<h3>Hilfreiches</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.mindpicnic.de/course/introduction-to-linguistics/">Linguistik Karteikarten Pre-Midterm</li>
<li><a href="http://www.mindpicnic.de/course/introduction-to-linguistics-ii/">Linguistik Karteikarten Post-Midterm</li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/lingu-postmt-summary-lena.pdf' title='Linguistik Post-Midterm Zusammenfassung von Lena K&#228;stner'>Linguistik Post-Midterm Zusammenfassung von Lena K&#228;stner</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/linguistic_sum_post-mt_semifinal.pdf' title='Linguistik Post-Midterm Zusammenfassung von Nico M&#246;ller'>Linguistik Post-Midterm Zusammenfassung von Nico M&#246;ller</a></li>
<li><a href="http://suchanek.name/texts/summaries/lingu.txt">Zusammenfassung von Fabian M. Suchanek</a></li>
</ul>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="11">Foundations of Cognitive Science</h2>
<p>Ich habe die Vorlesung <strong>Foundations of Cognitive Science</strong> bei Jun. Prof. Dr. Kai-Uwe K&#252;hnberger besucht.</p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/kuehnberger2.jpg' alt='Kai-Uwe K&#252;hnberger' /></p>
<h3>Die Vorlesungen</h3>
<p>Der Besuch der Ringvorlesung <em>Foundations of Cognitive Science</em> ist nicht verpflichtend. Der Schein kann f&#252;r keines der Module verwendet werden. Die Vorlesung wird dennoch von fast allen Erstsemestern belegt, da sie hilft, einen &#220;berblick &#252;ber das Gebiet der Kognitionswissenschaft zu bekommen und Interesse an Teilbereichen zu finden, von denen man vorher wenig mehr als den Namen geh&#246;rt hatte.</p>
<p>Im Gegensatz zu allen anderen F&#228;chern werden die Vorlesungen hier nicht durchgehend von einem Professor gehalten. Stattdessen gibt jede Woche ein anderer Professor Einblick in sein Fachgebiet. Im Jahr 2006 fanden folgende Vorlesungen statt, alle in englischer Sprache:</p>
<ol>
<li>What is Cognitive Science?</li>
<li>Methods Used in Cognitive Science</li>
<li>What the Hell is Neurobiopsychology?</li>
<li>Computational Models of Creativity</li>
<li>Philosophical Problems Concerning Mind and Cognition</li>
<li>Comprehension as a Paradigm for Cognition</li>
<li>Lessons from neurodegenerative diseases for a molecular approach to cognition</li>
<li>Language and Cognition</li>
<li>Introduction to Combinatorial Optimization</li>
<li>Knowledge-based Systems</li>
<li>Special Issues in AI</li>
</ol>
<p>Wenn ich eine Vorlesung als die interessanteste ausw&#228;hlen m&#252;sste, so w&#228;re das <em>Introduction to Combinatorial Optimization</em> von Sigrid Knust.</p>
<h3>Die Klausur</h3>
<p>Multiple Choice, f&#252;r jede Frage gibt es genau eine richtige Antwort. Wer bei den Vorlesungen anwesend ist und sich vor der Klausur die Slides zweimal durchliest, eventuell zusammenfasst, wird bestehen. Auch dann, wenn man R&#228;tsel wie das folgende nicht l&#246;sen kann &#8212; das war die letzte Frage der Klausur:</p>
<blockquote><p>
Mr. Smith: How have you been?<br />
Mr. Jones: Good. How are you and your children?<br />
Mr. Smith: Fine. Thanks for asking.<br />
Mr. Jones: It&#8217;s been a while. How old are your three daughters now?<br />
Mr. Smith: The product of the ages of my daughters is 36 and the sum of their ages is today&#8217;s date.<br />
Mr. Jones: I know today&#8217;s date but I need more information. Give me another hint.<br />
Mr. Smith: OK, my oldest daughter plays the piano.<br />
Mr. Jones: Now I know how old they are&#8230;<br />
What are the ages of each daughter?
</p></blockquote>
<h3>Hilfreiches</h3>
<ul>
<li><a href="http://suchanek.name/texts/summaries/foc.txt">Zusammenfassung von Fabian M. Suchanek</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/focs-summary-v1.pdf' title=''>Zusammenfassung von Nico M&#246;ller</a></li>
</ul>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="12">Logik</h2>
<p>Ich habe die Vorlesung <strong>Foundations of Logic I</strong> bei Prof. Dr. Achim Stephan besucht.</p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/achim.jpg' alt='Achim Stephan' /></p>
<h3>Was du lernst</h3>
<p>Gottlob Frege, 1918:</p>
<blockquote><p>Wahrheiten zu entdecken, ist Aufgabe aller Wissenschaften: der Logik kommt es zu, die Gesetze des Wahrseins zu erkennen.</p></blockquote>
<p>In den auf Englisch gehaltenen Vorlesungen lernst du, mit Aussagen- und Pr&#228;dikatenlogik umzugehen und, beim Bearbeiten der &#220;bungsaufgaben, welche Vorgehensweise erfolgversprechend ist, wenn man etwas beweisen will. Ein schrittweises Herangehen an Beweise (und Ziele jeder Art!) k&#246;nnte so aussehen: &#8220;Was will ich erreichen?&#8221; &#8212; &#8220;Wie sehen die letzten Schritte aus?&#8221; &#8212; &#8220;Welche Zwischenschritte sind n&#246;tig, um zu diesen letzten Schritten zu gelangen?&#8221; &#8212; &#8220;Wie kann ich &#8212; ausgehend von dem, was ich habe &#8212; zu den Zwischenschritten gelangen?&#8221;.</p>
<p>Die Themen der einzelnen Vorlesungen:</p>
<ol>
<li>What is Logic? What is it good for?</li>
<li>Propositional Logic
<ol>
<li>Propositions and truth-functional connectives</li>
<li>&#8220;If –then&#8221;-Sentences, Conditionals, and Biconditionals</li>
<li>The Syntax and Semantics of &#8220;PropLog&#8221;. Validity and logical truth.</li>
<li>Semantic trees.</li>
<li>The system of natural deduction for PropLog.</li>
<li>Derived Rules and Theorems.</li>
<li>The Axiomatic System C<sub>A</sub>. Soundness and Completeness.</li>
</ol>
</li>
<li>Predicate Logic
<ol>
<li>A formal language for predicate logic.</li>
<li>Rules of Proof and Theorems of PredLog.</li>
<li>Derived Rules of Proof, Models, and Interpretations.</li>
<li>Interpretations, Models, and Semantic Trees.</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p>Das Wissen aus der Vorlesung brauchst du in Teilbereichen der k&#252;nstlichen Intelligenz. Logisches Schlie&#223;en liegt automatischen Beweissystemen (Deduktion) und maschinellem Lernen (Induktion) zugrunde.</p>
<h3>Die Vorlesungen</h3>
<p>Neben Empiricial Methods war Logik die einzige Vorlesung, die um 8:00 Uhr morgens stattfand. Die Vorlesungen waren sehr gut vorbereitet und folgten exakt dem ausf&#252;hrlichen Skript, das zusammen mit den Slides <em>nach</em> der jeweiligen Vorlesung ins Netz gestellt wurde. Was man in Logik lernt, lernt man haupts&#228;chlich aus dem Bearbeiten von &#220;bungsaufgaben. Im Beweisen von S&#228;tzen wird man nicht dadurch gut, dass man alle Regeln kennt (was notwendig ist), sondern dadurch, dass man es wieder und wieder versucht.</p>
<p>Die &#220;bungen, die ich in Logik besucht habe, wurden (wie auch in Linguistik) von Maria Cieschinger gehalten und das Besuchen hat sich gelohnt. Sie hat den Inhalt der jeweils letzten Vorlesung &#252;bersichtlich gegliedert zusammengefasst, Beispielaufgaben bearbeitet und Fragen beantwortet. Sowohl in Logik als auch in Linguistik ist das Besuchen der &#220;bungen wichtiger als das Besuchen der Vorlesungen.</p>
<h3>Die Klausuren</h3>
<p>Neben der Klausur am Ende des Semesters gab es ein <em>Midterm</em>, das nicht in die Note miteinging und im Vergleich zur Endklausur sehr viel einfacher war.</p>
<p>Mensch-ist-das-einfach-ich-lerne-besser-nichts-mehr-einfach.</p>
<p>Die Endklausur war schwer &#8212; f&#252;r mich die schwerste aller Klausuren des ersten Semesters. 39 von 105 Teilnehmern haben die Klausur nicht bestanden. F&#252;r die Endklausur sollte man semantische B&#228;ume und Beweise in Aussagen- und Pr&#228;dikatenlogik aufbauen, ausformulierte S&#228;tze in logische Systeme &#252;bertragen, Countermodels finden und mit den Begriffen Soundness (Widerspruchsfreiheit) und Completeness (Vollst&#228;ndigkeit) etwas anfangen k&#246;nnen.</p>
<h3>Hilfreiches</h3>
<ul>
<li><a href="http://cognet.mit.edu/library/books/view?isbn=0262511266">Logic Primer &#8211; 2nd Edition</a> &#8211; Volltext aus dem Uni-Netz abrufbar</li>
<li><a href="http://www.amazon.de/Einf%C3%BChrung-moderne-Logik-Franz-Kutschera/dp/3495479775/">Einf&#252;hrung in die moderne Logik</a> von Franz von Kutschera, Alfred Breitkopf</a></li>
<li><a href="http://logic.tamu.edu/">Proof checker, Countermodel Checker, Wff Checker, Equivalency Checker</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/rulessemantictreesproplog.pdf' title='Propositional Logic: Semantic Trees'>Propositional Logic: Semantic Trees</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/rulessemantictreespredlog.pdf' title='Predicate Logic: Semantic Trees'>Predicate Logic: Semantic Trees</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/proofsproplog.pdf' title='Rules for Proofs'>Rules for Proofs</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/prooftricks.pdf' title='Proof Tricks'>Proof Tricks</a></li>
<li><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/countermodels.pdf' title='Countermodels'>Countermodels</a></li>
</ul>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="5">Die Bachelor-Note</h2>
<p>Die Abschlussnote setzt sich zusammen aus den Modulnoten und der Note der Bachelor-Arbeit am Ende des Studiums. <a href="http://www-lehre.inf.uos.de/~btenberg/home.html">Bastian Tenbergen</a> schrieb in seiner <a href="http://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?74,167808,page=1">sehr lesenswerten Beschreibung des Coxi-Studiums</a>:</p>
<blockquote><p>CogSci besteht aus Mathematik, Informatik, Philosophie, Psychologie, Neurowissenschaften, Linguistik, Neurobiologie und K&#252;nstlicher Intelligenz. Ihr m&#252;sst mindestens 5 dieser 8 Module erf&#252;llen durch studienbegleitende Modulpr&#252;fungen, zwei der f&#252;nf sind jedoch durch Scheinanreichen anerkennbar. Dazu kommt &#8212; nat&#252;rlich &#8212; noch die Bsc-These. Welche dieser F&#228;cher ihr nehmt ist einzig euch &#252;berlassen.</p></blockquote>
<p>Das hei&#223;t: Von allen F&#228;chern, in denen Klausuren geschrieben werden, sind f&#252;r den Bachelorabschluss nur die Klausurnoten aus maximal zwei F&#228;chern relevant. Dabei ist zu beachten:</p>
<blockquote><p>Man bewirbt sich normalerweise NICHT mit seinem BSc-Zeugnis sondern mit seinem Transkript. Darum sind ALLE Noten wichtig (auch wenn nur die Modulpr&#252;fungen in Gesamtnote eingehen). </p></blockquote>
<p>Wer Klausuren nicht besteht (in der Regel ist das mit weniger als 50% der Punkte der Fall, Mathe ist eine Ausnahme), kann an einer Nachschreibklausur teilnehmen. Klappt das auch nicht, so kann die jeweilige Vorlesung im n&#228;chsten Jahr noch einmal belegt werden. Mehr zur Notengebung und zu zahlreichen anderen f&#252;r dein Studium relevanten Fragen kannst du in <a href="http://www-lehre.inf.uos.de/~btenberg/cogsci-faq.html">Bastians CogSci FAQ</a> nachlesen.</p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/02/logouosblue.gif' alt='logouosblue.gif' /></p>
<h2 id="13">Noch Fragen?</h2>
<p>Dieser Text ist nicht offiziell, spiegelt lediglich meinen Eindruck nach dem ersten Semester wieder und mag Fehler enthalten, nicht auf dem aktuellsten Stand sein oder gar beides (&#252;ber Korrekturen <a href="mailto:andreas@aiplayground.org">freue ich mich</a>). F&#252;r weitere, offiziellere und zuverl&#228;ssigere Informationen:</p>
<ul>
<li>Besuche die <a href="http://www.cogsci.uni-osnabrueck.de/">offizielle Website des Studiengangs</a>.</li>
<li>Lies die <a href="http://www2.uni-osnabrueck.de/ordnungen/StudO-Bachelor-CognitiveScience.pdf">Studienordnung</a> und die <a href="http://www2.uni-osnabrueck.de/ordnungen/PO-Bachelor-CognitiveScience.pdf">Pr&#252;fungsordnung</a>.</li>
<li>Besuche die <a href="http://www.cogsci.uni-osnabrueck.de/~fachschaft/">Fachschaftsseite</a>.</li>
<li>Besuche die <a href="http://fachschaft.cogsci.uni-osnabrueck.de/freshmen">Seite f&#252;r Erstsemester</a>.</li>
</ul>
<p>Wenn du noch Fragen zu Osnabr&#252;ck, zum Studiengang <em>Cognitive Science</em> oder zu einzelnen F&#228;chern hast: Einfach hier als Kommentar oder <a href="mailto:andreas@aiplayground.org">per Mail</a> schreiben. Ich helfe gerne weiter.</p>
<p class="abstract"><strong>Schnupperstudium</strong>: Die Fachschaft Cognitive Science bietet regelm&#228;&#223;ig ein Schnupperstudium an. Drei Tage lang k&#246;nnen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler und Studierende, die sich f&#252;r den Studiengang interessieren an Vorlesungen teilnehmen, Studierende und Dozenten kennenlernen, etwas &#252;ber kognitionswissenschaftliche Forschung erfahren und an Experimenten teilnehmen. <a href="http://cogsci.uni-osnabrueck.de/~fachschaft/schnupperstudium/">Mehr Informationen und kostenlose Anmeldung</a>.</p>
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		<item>
		<title>Jeff Hawkins: On Intelligence</title>
		<link>http://www.aiplayground.org/artikel/on-intelligence/</link>
		<comments>http://www.aiplayground.org/artikel/on-intelligence/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2005 09:24:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeff Hawkins ist der Gr&#252;nder von Palm Computing und Handspring und einer der erfolgreichsten Unternehmer des Silicon Valley. Jetzt befasst er sich wieder mit dem Gebiet, das ihn schon als Jugendlicher interessierte: Zu Verstehen, was Intelligenz ist und wie das menschliche Gehirn Intelligenz hervorbringt, um nach diesem Prinzip intelligente Maschinen zu bauen. In der Einleitung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeff Hawkins ist der Gr&#252;nder von Palm Computing und Handspring und einer der erfolgreichsten Unternehmer des Silicon Valley. Jetzt befasst er sich wieder mit dem Gebiet, das ihn schon als Jugendlicher interessierte: Zu Verstehen, was Intelligenz ist und wie das menschliche Gehirn Intelligenz hervorbringt, um nach diesem Prinzip intelligente Maschinen zu bauen.<span id="more-19"></span></p>
<p>In der Einleitung von &#8220;On Intelligence&#8221; bezeichnet er Intelligenz als eine der wenigen gro&#223;en Fragen der Wissenschaft, die unmittelbar mit uns zu tun haben und noch unbeantwortet sind. Aus diesem Grund gr&#252;ndete er im August 2002 das Redwood Neuroscience Institute (RNI), das sich ausschlie&#223;lich dem theoretischen Verst&#228;ndnis des vermeintlichen Sitzes der Intelligenz, der Gro&#223;hirnrinde, widmet.</p>
<p class="centerimage"><img src="http://www.aiplayground.org/img/jeff-hawkins-on-intelligence.jpg"  alt="Jeff Hawkins: On Intelligence"></p>
<p>&#8220;On Intelligence&#8221; zielt darauf ab, eine einfache Theorie des Gehirns zu pr&#228;sentieren, die einzelne Erkenntnisse anderer Wissenschaftler zu einem zusammenh&#228;ngenden Bild verkn&#252;pft. Dabei will Hawkins junge Wissenschaftler und Ingenieure dazu ermutigen, die vorgestellten Prinzipien praktisch umzusetzen und auf diese Weise intelligente Maschinen zu bauen.</p>
<p>Beim Lesen des Buches habe ich jedes Kapitel kurz zusammengefasst:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.aiplayground.org/artikel/hawkins-ki-nn/">K&#252;nstliche Intelligenz und Neuronale Netze</a> (Kapitel 1, 2)</li>
<li><a href="http://www.aiplayground.org/artikel/hawkins-gehirn/">Das menschliche Gehirn</a> (Kapitel 3, 4)</li>
<li><a href="http://www.aiplayground.org/artikel/hawkins-intelligenz/">Eine neue Theorie der Intelligenz</a> (Kapitel 5, 6)</li>
<li><a href="http://www.aiplayground.org/artikel/hawkins-bewusstsein/">Bewusstsein und Kreativit&#228;t</a> (Kapitel 7)</li>
<li><a href="http://www.aiplayground.org/artikel/hawkins-zukunft/">Die Zukunft der Intelligenz</a> (Kapitel 8)</li>
</ul>
<p>Die Bewertung des Buches f&#228;llt leicht: Es ist schlichtweg exzellent. Zusammen mit Co-Autorin Sandra Blakeslee hat es Hawkins geschafft, ein Buch zu schreiben, das auf 250 Seiten eine intuitiv einleuchtende Theorie der Intelligenz darlegt ohne dabei den Leser auch nur eine Minute zu langweilen. Es kommt selten vor, dass eine neue wissenschaftliche Theorie so &#252;berzeugend und f&#252;r den Laien verst&#228;ndlich pr&#228;sentiert wird.</p>
<p>Aus diesem Grund ist es auch verzeihbar, dass der Autor sich das philosophisch brisante Thema &#8220;Bewusstsein&#8221; etwas zu leicht macht. Die Beschreibung von Bewusstsein als das &#8220;Gef&#252;hl, eine Gro&#223;hirnrinde zu haben&#8221; erkl&#228;rt wenig. Dennoch ist das Buch ein Meilenstein der Neurowissenschaften. Ein Muss f&#252;r jeden, der auch nur das geringste Interesse am Verst&#228;ndnis der &#8220;Funktionsweise&#8221; von menschlicher Intelligenz oder an den Grundlagen f&#252;r k&#252;nstliche Intelligenz hat.</p>
<p>[1] <a href=http://www.rni.org/>Redwood Neuroscience Institute</a><br />
[2] <a href=http://www.onintelligence.org>Offizielle Website zu &#8220;On Intelligence&#8221;</a><br />
[3] <a href=http://www.onintelligence.org/forum/>Offizielles Forum zu &#8220;On Intelligence&#8221;</a><br />
[4] <a href=http://www.goertzel.org/dynapsyc/2004/OnBiologicalAndDigitalIntelligence.htm>Ben Goertzels Reaktion</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das menschliche Gehirn</title>
		<link>http://www.aiplayground.org/artikel/hawkins-gehirn/</link>
		<comments>http://www.aiplayground.org/artikel/hawkins-gehirn/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2005 09:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[In den Kapiteln &#8220;The Human Brain&#8221; und &#8220;Memory&#8221; aus dem Buch &#8220;On Intelligence&#8221; erl&#228;utert Jeff Hawkins den biologischen Aufbau der Gro&#223;hirnrinde und weist auf eine bahnbrechende Theorie hin, die lange Zeit ignoriert wurde. Er spricht &#252;ber die wesentlichen Unterschiede in der Architektur und Funktionsweise von Gehirn und Computer und f&#252;hrt den Leser in sein Modell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den Kapiteln &#8220;The Human Brain&#8221; und &#8220;Memory&#8221; aus dem Buch &#8220;On Intelligence&#8221; erl&#228;utert Jeff Hawkins den biologischen Aufbau der Gro&#223;hirnrinde und weist auf eine bahnbrechende Theorie hin, die lange Zeit ignoriert wurde. Er spricht &#252;ber die wesentlichen Unterschiede in der Architektur und Funktionsweise von Gehirn und Computer und f&#252;hrt den Leser in sein Modell der &#8220;unver&#228;nderlichen Repr&#228;sentationen&#8221; ein.<span id="more-17"></span></p>
<p>Hawkins beschr&#228;nkt sich in seiner Theorie der Intelligenz weitgehend auf die Gro&#223;hirnrinde (Neokortex). Er begr&#252;ndet das damit, dass sein Ziel das Verstehen von Intelligenz sei, um intelligente Maschinen zu bauen, nicht Menschen. Emotionen sind dazu unn&#246;tig.</p>
<p>Im Kapitel &#8220;The Human Brain&#8221; wird der Aufbau des Gehirns beschrieben. Dies umfasst unter Anderem folgende Punkte:</p>
<ul>
<li>Die Gro&#223;hirnrinde mit ihren 6 Ebenen.</li>
<li>Der Aufbaus aus rund 30 Milliarden Neuronen.</li>
<li>Die hierarchische Einteilung der Gro&#223;hirnrinde in verschiedene Regionen von den untersten Regionen mit spezialisierten Sinneszellen bis zu den h&#246;heren Regionen f&#252;r abstrakteres Denken.</li>
<li>Der Informationsfluss sowohl von niedrigeren Regionen zu den h&#246;heren als auch umgekehrt (Feedback).</li>
<li>Die Eigenschaften und die Funktionsweise einzelner Neuronen (Axon, Dendriten, Synapsen).</li>
</ul>
<p>Die nach Hawkins wichtigste Entdeckung der Neurowissenschaften, die allerdings weitgehend ignoriert wird, ist Mountcastles These aus &#8220;An Organizing Principle for Cerebral Function&#8221;. Diese besagt, dass die verschiedenen Regionen der Gro&#223;hirnrinde grunds&#228;tzlich nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Sie f&#252;hren sozusagen den gleichen &#8220;Algorithmus&#8221; aus.</p>
<p>Als Beleg daf&#252;r wird angef&#252;hrt, dass das Gehirn lernt, unz&#228;hlige Aufgaben auszuf&#252;hren, f&#252;r die es nicht geschaffen wurde. Ein Beispiel: Wer taub geboren wird, lernt, visuelle Informationen in den normalerweise f&#252;r das H&#246;ren zust&#228;ndigen Regionen zu verarbeiten.</p>
<p>Dazu kommt, dass sich die Eingaben, die die Gro&#223;hirnrinde erreichen, sehr stark &#228;hneln: H&#246;ren, Sehen und andere Sinne werden alle als elektrische (und z.T. chemische) Signale &#252;ber Nervenleitungen ans Gehirn geschickt. Im Endeffekt sind sie nichts Anderes als zeitliche und r&#228;umliche Muster.</p>
<p>Daraus ergibt sich die Folgerung, dass f&#252;r Intelligenz keine bestimmte Kombination an Sinnen n&#246;tig ist. Der Algorithmus der Gro&#223;hirnrinde ist flexibel.</p>
<p>Sp&#228;ter im Buch nennt Hawkins ein weiteres Argument f&#252;r einen einheitlichen Algorithmus der Gro&#223;hirnrinde: Die Gro&#223;hirnrinde hat sich &#8220;erst&#8221; vor einigen Millionen Jahren dramatisch vergr&#246;&#223;ert. Anstatt komplexer evolution&#228;rer Funktionserweiterung ist es deshalb wahrscheinlicher, dass einfach mehr Elemente gleicher Art, d.h. mit gleichem Algorithmus, zum Gehirn hinzugef&#252;gt wurden.</p>
<p>Zu Beginn des Kapitels &#8220;Memory&#8221; er&#246;rtert Hawkins, worin das Problem beim Verwenden der Analogie Gehirn-Computer liegt: Neuronen sind sehr langsam im Vergleich zu Computern. Ein Neuron kann pro Sekunde maximal ca. 200 Signale weitergeben.</p>
<p>Ein Mensch kann in einer halben Sekunde so komplizierte Aufgaben wie das Identifizieren eines Bildes bew&#228;ltigen. Die Information hierf&#252;r kann dabei eine Kette von h&#246;chstens hundert Neuronen hintereinander durchlaufen haben (100-Schritt-Regel), dies daf&#252;r in massiver Parallelit&#228;t. Wo das Gehirn 100 Schritte ben&#246;tigt, ben&#246;tigen Computer Milliarden.</p>
<p>Als L&#246;sung f&#252;r diesen scheinbaren Widerspruch pr&#228;sentiert Hawkins die These, dass das Gehirn keine Berechnungen durchf&#252;hrt, sondern lediglich Antworten aus dem Ged&#228;chtnis abruft und sie der aktuellen Situation anpasst. Die Gro&#223;hirnrinde ist ein einziges gro&#223;es Speichersystem. Informationen werden in so genannten unver&#228;nderlichen Repr&#228;sentationen (invariant representations) gespeichert.</p>
<p>Die zentralen Unterschiede zwischen Gehirn und Computer:</p>
<ul>
<li>Die Gro&#223;hirnrinde speichert Sequenzen von Mustern, d.h. der Aufruf eines Musters einer Sequenz hat die Aktivierung des n&#228;chsten Musters zur Folge.</li>
<li>Die Gro&#223;hirnrinde ruft die Muster auto-assoziativ ab, d.h. teilweise vorhandene r&#228;umliche/zeitliche Muster aktivieren das komplette Muster.</li>
<li>Die Gro&#223;hirnrinde speichert Muster in unver&#228;nderlicher Form, d.h. die wichtigen Zusammenh&#228;nge der Welt werden gespeichert, nicht die Details eines Moments. Die interne Repr&#228;sentation eines Objekts ist unabh&#228;ngig von Details in der tats&#228;chlichen Erscheinung (siehe Plato, Theorie der Formen).</li>
<li>Die Gro&#223;hirnrinde speichert Muster hierarchisch.</li>
</ul>
<p>Durch die Kombination aus unver&#228;nderlichen Repr&#228;sentationen und den Informationen der Sinnesorgane &#252;ber die momentane Situation kann das Gehirn Vorhersagen &#252;ber aktuelle Geschehnisse machen.</p>
<p>Der n&#228;chste Teil der On-Intelligence-Reihe: <a href=http://www.aiplayground.org/artikel/hawkins-intelligenz/>Eine neue Theorie der Intelligenz</a></p>
<p>[1] Jeff Hawkins, Sandra Blakeslee: On Intelligence (Times Books, 2004)<br />
[2] <a href="http://www.aiplayground.org/artikel/on-intelligence/">Jeff Hawkins: On Intelligence (AI Playground)</a></p>
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		<item>
		<title>B&#252;cher zum Thema neuronale Netze: Ein &#220;berblick</title>
		<link>http://www.aiplayground.org/artikel/neuronale-netze-buecher/</link>
		<comments>http://www.aiplayground.org/artikel/neuronale-netze-buecher/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Dec 2004 09:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informatik]]></category>
		<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Neuroinformatik]]></category>
		<category><![CDATA[Programmieren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://ai2.stuhlmueller.info/artikel/neuronale-netze-buecher/</guid>
		<description><![CDATA[Die Anwendung neuronaler Netze ist nach wie vor eines der bedeutendsten und interessantesten Themen der k&#252;nstlichen Intelligenz. Die Kenntnis von Hintergr&#252;nden und Einsatzm&#246;glichkeiten ist nicht nur f&#252;r Informatik-Studenten ein Muss, auch Hobby-Programmierer und KI-Interessierte k&#246;nnen gro&#223;en Nutzen daraus ziehen. Doch welche Lekt&#252;re ist f&#252;r wen am besten geeignet? Bei etwa 20 B&#252;chern in deutscher Sprache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anwendung neuronaler Netze ist nach wie vor eines der bedeutendsten und interessantesten Themen der k&#252;nstlichen Intelligenz. Die Kenntnis von Hintergr&#252;nden und Einsatzm&#246;glichkeiten ist nicht nur f&#252;r Informatik-Studenten ein Muss, auch Hobby-Programmierer und KI-Interessierte k&#246;nnen gro&#223;en Nutzen daraus ziehen. Doch welche Lekt&#252;re ist f&#252;r wen am besten geeignet? Bei etwa 20 B&#252;chern in deutscher Sprache f&#228;llt die Auswahl nicht leicht.<span id="more-12"></span></p>
<p>Um einen umfassenden &#220;berblick zu schaffen, beschreibe und bewerte ich zuerst diejenigen B&#252;cher, die ich selbst gelesen habe. Danach stelle ich kurz all die anderen B&#252;cher vor, die aktuell erh&#228;ltlich sind oder h&#228;ufig zitiert werden, und fasse zusammen, was andere Rezensenten von ihnen halten. Beginnen will ich mit dem Werk, das mein pers&#246;nliches erstes Buch zum Thema &#8220;Neuronale Netze&#8221; war:</p>
<h2>Robert Callan: Neuronale Netze im Klartext.</h2>
<p><img src="http://www.aiplayground.org/img/robert-callan-nn-im-klartext.jpg" alt="Robert Callan: Neuronale Netze im Klartext" class="icon" border="0">Erschienen am 15. April 2003 im Verlag &#8220;Pearson Studium&#8221;. Laut Vorwort wurde das Buch &#8220;f&#252;r Studenten im Grundstudium geschrieben, die einen Einsteigerkurs in das Thema der neuronalen Netze suchen&#8221;. Dabei wird versucht, &#8220;die Mathematik auf ein Minimum zu reduzieren&#8221;. Die ersten sechs Kapitel befassen sich mit den wichtigsten Modellen neuronaler Netze, die letzten zwei Kapitel bieten einen &#220;berblick &#252;ber einige aktuelle Bestrebungen, Verbindungen zwischen neuronalen Netzen und traditioneller KI herzustellen.</p>
<p>F&#252;r das Buch spricht, dass jedem Kapitel eine Liste der Lernziele vorangestellt ist und eine stichpunktartige Zusammenfassung sowie ein Verweis auf weiterf&#252;hrende Literatur am Ende des Kapitels folgen. Zu einem gro&#223;en Teil besteht das Buch aus Beispielen, die die verschiedenen Konzepte veranschaulichen. Dazu tragen auch die zahlreichen Illustrationen bei. &#220;bungen am Ende jedes Kapitels heben das Buch von &#228;hnlichen Lekt&#252;ren ab: Sie geben dem Leser die M&#246;glichkeit herauszufinden, ob er das vorgestellte Modell verstanden hat und praktisch anwenden kann. Ein weiterer Pluspunkt: Der Anhang mit den wichtigsten Grundlagen der linearen Algebra.</p>
<p>Dennoch ist das Buch nicht uneingeschr&#228;nkt zu empfehlen: Die biologischen Grundlagen neuronaler Netze werden &#252;berhaupt nicht behandelt, der Zusammenhang bzw. die Unterschiede zwischen Algorithmen und Biologie bleiben unklar. Allgemein werden die meisten Themen sehr knapp behandelt: Hintergrundwissen und ausf&#252;hrliche Beschreibungen der Theorie sucht man hier vergebens. Das zeigt sich auch in den mathematischen Herleitungen: Durch die Verk&#252;rzung werden diese nicht unbedingt einfacher zu verstehen und laden so zum &#220;berspringen der Mathematik-Teile ein.</p>
<h2>Dan W. Patterson: K&#252;nstliche neuronale Netze.<br />
Das Lehrbuch.</h2>
<p><img src="http://www.aiplayground.org/img/dan-patterson-knn.gif" alt="Dan W. Patterson: K&#252;nstliche neuronale Netze" class="icon" border="0">Erschienen 1996 im Verlag &#8220;Prentice Hall&#8221;. Nach einer kurzen Einf&#252;hrung in neuronale Programmierung und biologische neuronale Konzepte werden zun&#228;chst die fr&#252;hen Netzwerksysteme, z.B. das Perceptron, und deren Lernalgorithmen behandelt. Darauf folgt ein Teil &#252;ber mehrschichtige Feedforward-Netzwerke (Stichwort: Backpropagation), dann ein Teil &#252;ber Netzwerke mit Feedback-Verbindungen. Zum Ende hin werden erst andere wichtige Architekturen vorgestellt, dann selbstorganisierende Netze. Auch genetische Algorithmen werden kurz angeschnitten. Zur Zielgruppe dieses Buches z&#228;hlen sowohl Einsteiger mit grundlegenden Mathematik-Kenntnissen als auch Leser mit umfassenderen Vorkenntnissen. </p>
<p>Das Buch enth&#228;lt ein 50 Seiten umfassendes Kapitel &#252;ber mathematische und statistische Konzepte, so dass der Leser f&#252;r Vektor- und Matrizenalgebra oder Fuzzy-Logik kein gesondertes Nachschlagewerk bem&#252;hen muss. Patterson geht von einfacheren Netzwerkarchitekturen aus und erl&#228;utert darauf aufbauend dann die schwierigeren. Insgesamt ist das Buch mit 22 vorgestellten Netzwerkarchitekturen sehr ausf&#252;hrlich.</p>
<p>Zum Teil hat diese Ausf&#252;hrlichkeit zur Folge, dass der Leser mehr Informationen erh&#228;lt als n&#246;tig: Zur Demonstration der Anwendungsm&#246;glichkeiten neuronaler Netze ist es nicht unbedingt notwendig, die exakten Schaltpl&#228;ne von Brennofen- oder Waschmachinen-Steuerungssystemen zu kennen. Von der Lesbarkeit und Verst&#228;ndlichkeit her kann das Buch zwar nicht ganz mit &#8220;Simulation neuronaler Netze&#8221; von Andreas Zell mithalten, ist aber dennoch zu empfehlen. Den biologischen Grundlagen wurden drei Seiten gewidmet &#8212; wer sich daf&#252;r besonders interessiert, dem sei das Buch von Zell empfohlen: Hier sind es ganze 32 Seiten.</p>
<h2>Andreas Zell: Simulation neuronaler Netze.</h2>
<p><img src="http://www.aiplayground.org/img/andreas-zell-simulation-neuronaler-netze.jpg" alt="Andreas Zell: Simulation neuronaler Netze" class="icon" border="0"> Erschienen im September 1994 im Oldenbourg-Verlag, urspr&#252;nglich die Habilitationsschrift von Andreas Zell. Das 600 Seiten umfassende Buch gliedert sich in vier Teile: Einf&#252;hrung und neurobiologische Grundlagen, konnektionistische Modelle, Simulationstechnik neuronaler Netze und Anwendungen. Auch die Geschichte neuronaler Netze wird nicht ausgespart. Das Kapitel &#252;ber konnektionistische Modelle enth&#228;lt nicht nur die &#252;blichen Beschreibungen der verschiedenen Modelle, sondern erl&#228;utert auch ausf&#252;hrlich die M&#246;glichkeiten zur Optimierung &#8212; f&#252;r die Praxis ist das insofern von Bedeutung, als z.B. Standard-Backpropagation heutzutage kaum mehr angewendet wird, sondern von deutlich effektiveren Modifikationen wie Quickprop, Rprop  etc abgel&#246;st wurde.</p>
<p>Mit &#252;ber 140 Seiten wird die Simulationstechnik Neuronaler Netze sehr ausf&#252;hrlich behandelt, insbesondere dem Stuttgarter Neuronale Netze Simulator (SNNS) ist viel Platz gewidmet. Die Betrachtung verschiedener Hardware-Architekturen ist in kaum einem anderen Buch zu finden &#8212; leider sind viele der Informationen aus diesem Bereich aufgrund des Alters des Buches nicht mehr sehr aussagekr&#228;ftig. Im letzten Teil des Buches geht der Autor noch kurz auf Fuzzy-Logik, Evolutionsalgorithmen und Robotik ein.</p>
<p>Insgesamt konnte ich diesem Buch am meisten abgewinnen: Aufgrund der Informationsf&#252;lle eignet es sich hervorragend als Nachschlagewerk, der Schreibstil ist angenehm zu lesen und &#8212; obwohl nicht an mathematischen Formeln gespart wird &#8212; durchgehend verst&#228;ndlich. Mathematische Vorkenntnisse sind, wie immer, Voraussetzung.</p>
<h2>Hans-J&#252;rgen Zimmermann: Neuro + Fuzzy. Technologien &#8212; Anwendungen.</h2>
<p>Erschienen im Februar 1999 im Springer-Verlag. Dieses Werk kann im Grunde nicht direkt mit den drei anderen vorgestellten B&#252;chern verglichen werden: Anstatt mit der Vorstellung neuronaler Netze hat der Herausgeber einen Text &#252;ber die industriellen Einsatzgebiete von Fuzzy Technologien als Einf&#252;hrung gew&#228;hlt.</p>
<p>Das Schlagwort &#8220;Fuzzy Logic&#8221; beschreibt dabei die Verallgemeinerung der klassischen Logik in Richtung des menschlichen Schlie&#223;ens. Danach werden kurz &#8212; und dementsprechend oberfl&#228;chlich &#8212; die Grundlagen neuronaler Netze er&#246;rtert, bevor auf die verschiedensten Anwendungsm&#246;glichkeiten der Kombination von neuronalen Netzen und Fuzzy-Logik eingegangen wird: Unter anderem sind das Automatisierungstechnik, industrielle Prozesse, Robotik, Chemie und Aktienmarktanalyse.</p>
<p>Da jedes Kapitel von einem oder mehreren Autoren geschrieben wurde variiert der Schreibstil stark. Weiterempfehlen w&#252;rde ich dieses Buch dann, wenn der Einsatz von neuronalen Netzen und/oder Fuzzy-Logik in einem der besprochenen Gebieten geplant ist.</p>
<h2>Weitere B&#252;cher</h2>
<p>Nun zu den B&#252;chern, die ich selbst (noch) nicht gelesen habe:</p>
<p><img src="http://www.aiplayground.org/img/gerhard-rigoll-neuronale-netze.jpg" alt="Gerhard Rigoll: Neuronale Netze" class="icon" border="0"><em>Gerhard Rigoll: Neuronale Netze. Eine Einf&#252;hrung f&#252;r Ingenieure, Informatiker und Naturwissenschaftler.</em> Erschienen im Expert-Verlag, M&#228;rz 1999. Der Amazon-Kurzbeschreibung nach handelt das Buch die Grundlagen neuronaler Netze auf &#228;hnliche Weise ab wie die meisten anderen B&#252;cher auch, mit dem einzigen Unterschied, dass es aus ingenieurswissenschaftlicher Sicht geschrieben ist.<br />
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<img src="http://www.aiplayground.org/img/raul-rojas-theorie-der-nn.jpg" alt="Raul Rojas: Theorie der neuronalen Netze" class="icon" border="0"><em>Raul Rojas: Theorie der neuronalen Netze.</em> Erschienen im Springer-Verlag, 1993 (korrigierte Auflage: 1996). Mit Blick auf die biologischen Grundlagen werden verschiedene Ans&#228;tze neuronaler Netze erl&#228;utert und mit Beispielen, Illustrationen und Verweisen auf weiterf&#252;hrende Literatur abgerundet. Das Buch soll einen sehr guten &#220;berblick &#252;ber die verschiedenen theoretischen Modelle bieten ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Eine Rezensent aus M&#252;nchen lobt die verst&#228;ndliche Sprache und empfiehlt das Buch als &#8220;gute Einf&#252;hrung&#8221; und als Begleitlekt&#252;re zu Vorlesungen. Die Parallelen zur Biologie, so schreibt er, k&#246;nnten ausf&#252;hrlicher sein.</p>
<p><img src="http://www.aiplayground.org/img/detlef-zaun-knn-computerlinguistik.jpg" alt="Detlef P. Zaun: KNN und Computerlinguistik" class="icon" border="0"><em>Detlef P. Zaun: K&#252;nstliche neuronale Netze und Computerlinguistik.</em> Wie schon dem Titel zu entnehmen ist geht es in diesem Werk vor allem um das Verh&#228;ltnis von Computerlinguistik und neuronalen Netzen. Die Amazon-Kurzbeschreibung erw&#228;hnt als Besonderheit dieses Buches das Verfahren der &#8220;selektiven Propagierung&#8221; und die Behandlung des &#8220;NEURON-S Simulators&#8221;.<br />
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<img src="http://www.aiplayground.org/img/adolf-grauel-neuronale-netze.gif" alt="Adolf Grauel: Neuronale Netze." class="icon" border="0"><em>Adolf Grauel: Neuronale Netze. Grundlagen und mathematische Modellierung.</em> Erschienen 1992. Ein Rezensent kritisiert die trockene Darstellung sowie die &#8220;unmotivierten mathematischen Eskapaden&#8221; &#8212; ob diese Kritik berechtigt ist, konnte ich jedoch nicht feststellen. Dass Mathematik einen gro&#223;en Teil des Buches ausmacht ist angesichts des Titels kein Wunder.<br />
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<img src="http://www.aiplayground.org/img/detelf-nauck-nn-fuzzy-systeme.jpg" alt="Detlef Nauck: Neuronale Netze und Fuzzy-Systeme." class="icon" border="0"><em>Detlef Nauck u.a.: Neuronale Netze und Fuzzy-Systeme.</em> Erschienen 1993 bei Vieweg. Haupts&#228;chlich geht es hier um den Einsatz neuronaler Netze in anderen wissensbasierten Systemen. Die Kopplung mit Fuzzy-Systemen nimmt dabei den gr&#246;&#223;ten Teil des Buches ein. Rezensionen loben die Verst&#228;ndlichkeit des Buches angesichts des komplexen Themas &#8212; das Buch scheint einen Mittelweg zwischen theoretischen Grundlagen und praktischer Anwendung gefunden zu haben. Mathematische Kenntnisse sind Voraussetzung. Kritisiert wird unter anderem, dass Themen wie &#8220;Weight Decay&#8221; und adaptive Lernraten nicht behandelt werden.</p>
<p><img src="http://www.aiplayground.org/img/werner-kinnebrock-neuronale-netze.gif" alt="Werner Kinnebrock: Neuronale Netze." class="icon" border="0"><em>Werner Kinnebrock: Neuronale Netze.</em> Das Buch ist im Februar 2002 im Oldenbourg-Verlag erschienen, stellt Theorie und Anwendungen der wichtigsten Grundtypen neuronaler Netze vor und enth&#228;lt zu jedem Typ ein entsprechendes Pascal-Programm. Das Buch wird als &#8220;eines der besten Einsteigerwerke&#8221; und &#8220;sehr praxisbezogen&#8221; beschrieben, auch wenn es an Illustrationen mangelt und der Pascal-Code &#8220;schlecht dokumentiert&#8221; sein soll.<br />
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<img src="http://www.aiplayground.org/img/ruediger-brause-neuronale-netze.gif" alt="R&#252;diger Brause: Neuronale Netze." class="icon" border="0"><em>R&#252;diger Brause: Neuronale Netze.</em> Erschienen im August 1999 im Teubner-Verlag. Die Amazon-Beschreibung spricht von einer Einf&#252;hrung in die Grundlagen der Neuroinformatik, die die wichtigsten neuronalen Modelle behandelt. Einer Rezension zufolge eher als Nachschlagwerk als zum kompletten Durcharbeiten geeignet.<br />
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<p><img src="http://www.aiplayground.org/img/andreas-scherer-neuronale-netze.jpg" alt="Andreas Scherer: Neuronale Netze." class="icon" border="0"><em>Andreas Scherer: Neuronale Netze &#8212; Grundlagen und Anwendungen.</em> Von der Vieweg Verlagsgesellschaft im Juni 2002 herausgegeben. Das Buch behandelt laut Umschlagtext die neuesten Ergebnisse aus dem Bereich der Lernverfahren sowie die methodischen Prinzipien bei der Erstellung von konnektionistischen Softwaresystem, inklusive Fallbeispiele.<br />
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<p><img src="http://www.aiplayground.org/img/serge-zakharian-nn-ingenieure.jpg" alt="Serge Zakharian: Neuronale Netze f&#252;r Ingenieure." class="icon" border="0"><em>Serge Zakharian u.a.: Neuronale Netze f&#252;r Ingenieure</em> Von der Vieweg Verlagsgesellschaft 1998 herausgegeben. Die Besonderheit dieses Buches ist, dass als Beschreibungssprache f&#252;r die Modelle neuronaler Netze die Symbolik der Regelungstechnik gew&#228;hlt wurde. Das Buch soll damit eine Vorstufe zur praktischen Anwendung Neuronaler Netze in der Regelungstechnik darstellen.<br />
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<img src="http://www.aiplayground.org/img/heinrich-braun-neuronale-netze.jpg" alt="Heinrich Braun: Neuronale Netze." class="icon" border="0"><em>Heinrich Braun: Neuronale Netze</em> Erschienen im August 2001 im Springer-Verlag. Ein Rezensent spricht von einem Buch &#8220;f&#252;r Leute mit Vorwissen&#8221;. Verst&#228;ndlich, da es haupts&#228;chlich um die Optimierung neuronaler Netze geht. Verschiedene, miteinander kombinierbare Bausteine werden dabei er&#246;rtert: &#8220;Neuronales Modell vs. Neuro-Fuzzy-Modell, Supervised Learning vs. Reinforcement Learning, Gradientenabstieg vs. Evolution, sequentiell vs. parallel&#8221;.<br />
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<p><em>Patrick Hamilton: K&#252;nstliche neuronale Netze. Grundprinzipien, Hintergr&#252;nde, Anwendungen.</em> VDE-Verlag. Nicht der neueste Stand der Dinge: Das Buch erschien im Jahre 1993.</p>
<p><em>Jeanette Stanley, Evan Bak: Neuronale Netze. Computersimulation biologischer Intelligenz.</em> Ebenfalls schon etwas &#228;lter: Erscheinungsdatum 1992. Eine Rezension spricht von &#8220;gravierenden Fehlern in Text, Formeln und Diagrammen&#8221;, eine andere wiederum lobt die leichte Verst&#228;ndlichkeit.</p>
<p><em>Soren Brunak, Benny Lautrup: Neuronale Netze, die n&#228;chste Computer-Revolution.</em> Erscheinungsdatum: November 1996. Das Buch ist als leicht verst&#228;ndliche Einf&#252;hrung f&#252;r Nicht-Informatiker gedacht. Der Grundtenor der Amazon-Rezensionen: Das Buch sei &#8220;gute Unterhaltung&#8221; und wecke Interesse, gehe aber nicht auf die zugrunde liegende Mathematik oder Details bestimmter Modelle ein. Vergleiche aus dem Alltag und interessante Geschichten sorgen daf&#252;r, dass der Leser mitreden kann, ein Verst&#228;ndnis der Hintergr&#252;nde wird dagegen nicht angestrebt.</p>
<p><em>Heinrich Braun u.a.: Praktikum Neuronale Netze.</em> Erschienen 1996 im Springer-Verlag. Neben dem klassischen Perzeptron werden Themen wie Backpropagation, Hopfield-Netze und Kohonens neuronale Karten vorgestellt. Dazu stellt das Buch &#220;bungsaufgaben, die sich mit der beiliegenden Software durchf&#252;hren lassen. Dass diese nicht mehr ganz taufrisch ist zeigen auch die Systemvoraussetzungen: &#8220;DOS-PC ab Windows 3.1 mindestens 386er Prozessor. 4MB Hauptspeicher, 2MB Arbeitsspeicher&#8221;.</p>
<p><em>Helge Ritter u.a.: Eine Einf&#252;hrung in die Neuroinformatik selbstorganisierender Netzwerke.</em> Erscheinungsdatum: 1990.  Ein Student schreibt sinngem&#228;&#223;: Sind mathematische Vorkenntnisse vorhanden, so dient das Buch als anschauliche Einf&#252;hrung in das Gebiet der selbstorganisierenden Netzwerke. Beispiele und konkrete Problemstellungen erkl&#228;ren einzelne Modelle, der Zusammenhang mit den biologischen Hintergr&#252;nden wird durchgehend aufrechterhalten. F&#252;r die vertiefte Betrachtung der mathematischen Eigenschaften wurde ein eigener Teil des Buches reserviert.</p>
<p>Neben diesen B&#252;chern sind mir noch folgende drei bekannt, n&#228;here Informationen dazu konnte ich jedoch nicht finden:</p>
<p><em>Marco Seraphin: Neuronale Netze und Fuzzy-Logik.</em><br />
<em>Wolfgang Lindenmair u.a.: Neuronale Netze.</em><br />
<em>Klaus P. Kratzer: Neuronale Netze. Grundlagen und Anwendungen.</em></p>
<p>Wer des Englischen m&#228;chtig ist, sollte unbedingt einen Blick auf die englischsprachige Literatur zum Thema werfen. Die Auswahl ist noch deutlich gr&#246;&#223;er: Amazon.com kennt etwa 1500 B&#252;cher mit den Worten &#8220;neural networks&#8221; im Titel. Dazu kommt, dass einige neue Entwicklungen zum Teil in der deutschen Literatur noch gar nicht behandelt wurden.</p>
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		<title>Die Zukunft der Hirnforschung</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2004 09:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie weit wird die Hirnforschung in 10 Jahren fortgeschritten sein? &#220;ber chemische Details wie die Arbeitsweise von Botenstoffen ist heute schon einiges bekannt, und auch die Zuordnung bestimmter Aufgaben zu bestimmten Gebieten der Gro&#223;hirnrinde kann Fortschritte aufweisen. Doch wie sieht es mit Erkl&#228;rungen f&#252;r die Natur des Bewusstseins aus? Und welche praktischen Auswirkungen hat die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie weit wird die Hirnforschung in 10 Jahren fortgeschritten sein? &#220;ber chemische Details wie die Arbeitsweise von Botenstoffen ist heute schon einiges bekannt, und auch die Zuordnung bestimmter Aufgaben zu bestimmten Gebieten der Gro&#223;hirnrinde kann Fortschritte aufweisen. Doch wie sieht es mit Erkl&#228;rungen f&#252;r die Natur des Bewusstseins aus? Und welche praktischen Auswirkungen hat die Neurowissenschaft?<span id="more-9"></span></p>
<p>Aller Wahrscheinlichkeit nach lassen sich philosophisch interessante Fragen wie die nach der Entstehung des Bewusstseins und der Vorstellung eines &#8220;freien Willens&#8221; in 10 Jahren noch nicht beantworten, so zumindest die Meinung der Verfasser eines Gehirn &#038; Geist-Artikels [1].</p>
<p>Die Grundlagen f&#252;r solche &#252;bergeordneten Fragen, die Untersuchung der &#8220;Codes&#8221; mit denen Verb&#228;nde von mehreren hundert oder tausend Nervenzellen kommunizieren (die so genannte &#8220;mittlere Ebene&#8221;, siehe [2]), wird aber zunehmend zum Mittelpunkt der Forschung werden. Durch neue bildgebende Verfahren mit hoher zeitlicher und r&#228;umlicher Aufl&#246;sung wird die Erfassung neuronaler Erregung bis auf die Ebene einzelner Neurone m&#246;glich werden. Mit immer leistungsf&#228;higeren Supercomputern werden sich naturnahe Modelle neuronaler Netze simulieren lassen.</p>
<p>Der Gehirn &#038; Geist-Artikel [1] stellt dazu folgende These auf:</p>
<blockquote><p>Neben der experimentellen Neurobiologie [wird sich] die theoretische Neurobiologie als Forschungsdisziplin durchsetzen, die dann &#228;hnlich wie die theoretische Physik innerhalb der Physik eine gro&#223;e Eigenst&#228;ndigkeit besitzt.</p></blockquote>
<p>So soll festgestellt werden, wie das Gehirn die zahlreichen Einzelbereiche derart koordinieren kann, dass letztendlich ein zusammenh&#228;ngendes Bild der Wirklichkeit und koordinierte Handlungen entstehen.</p>
<p>Weitere Fortschritte sind im Bereich der Medizin zu erwarten: Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, aber auch psychische Krankheiten wie Schizophrenie und Depression sollen in n&#228;herer Zukunft effektiv behandelbar sein. Psychopharmaka werden dazu gezielt an bestimmten Nervenzellrezeptoren in festgelegten Bereichen des Gehirns eingesetzt werden.</p>
<p>Langfristig gesehen hoffen die Neurowissenschaftler, eine zusammenh&#228;ngende &#8220;Theorie des Gehirns&#8221; entwickeln zu k&#246;nnen, die auf dem Verst&#228;ndnis der mittleren Ebene aufbaut. Eine Folge davon k&#246;nnte sein, dass der weit verbreitete K&#246;rper-Geist-Dualismus nach und nach an Bedeutung verliert.</p>
<p>[1] <a href="http://www.gehirnundgeist.de/blatt/det_gg_manifest">Gehirn &#038; Geist: Das Manifest</a><br />
[2] <a href="http://www.aiplayground.org/artikel/hirnforschung-heute">AI Playground: Hirnforschung heute</a></p>
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