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	<title>AI Playground &#187; Sinn</title>
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	<description>Thoughts on artificial intelligence, cognitive science, academia, and life in general.</description>
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		<title>Narrative</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 01:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Kurze Pause im Alltagsablauf, gleich geht es weiter. Nur eine Frage: Entspricht das, was du heute tust, dem Handeln der Art von Person, die du sein willst? Jeder Moment stellt die Frage &#8220;Was willst du tun?&#8221; und die Summe unserer Antworten ist, wer wir sind. Jede Minute, die wir vor uns selbst rechtfertigen, entfremdet uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurze Pause im Alltagsablauf, gleich geht es weiter. Nur eine Frage: <em>Entspricht das, was du heute tust, dem Handeln der Art von Person, die du sein willst?</em></p>
<p>Jeder Moment stellt die Frage &#8220;Was willst du tun?&#8221; und die Summe unserer Antworten ist, wer wir sind. Jede Minute, die wir vor uns selbst rechtfertigen, entfremdet uns von uns selbst. Die Welt hat einen unersch&#246;pflichen Vorrat an Zeitf&#252;llern, dringenden Verpflichtungen und <a href="http://www.overcomingbias.com/2007/11/lost-purposes.html">ganz wichtigen Dingen</a> und wir suchen uns aus, wie gro&#223; der Anteil unserer Zeit ist, den wir ihr &#252;berlassen. Jede Antwort ist okay, so lange sie <em>f&#252;r uns</em> okay ist und so lange wir nicht glauben, wir h&#228;tten keine Wahl. Wir erschaffen uns selbst, erfinden die <a href="http://cogprints.org/266/0/selfctr.htm">Erz&#228;hlung unseres Lebens</a> und die Welt passt sich an. Die Welt hat keine Wahl.</p>
<p>So, weiter.</p>
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		<title>Stolz auf Deutschland</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 23:34:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dank sozialen Netzwerken k&#246;nnen sich 200.000 Leute innerhalb von zwei Tagen selbstorganisieren und was fangen wir damit an? Eine StudiVZ-Fu&#223;ballfaninitiative. Many people feel that they don&#8217;t have important things to care about. People like to feel important, and they like to talk about things that matter. Unfortunately, talking about things that matter tends to bring [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dank sozialen Netzwerken k&#246;nnen sich 200.000 Leute innerhalb von zwei Tagen selbstorganisieren und was fangen wir damit an? Eine <a href="http://www.dernewsticker.de/news.php?id=15774">StudiVZ-Fu&#223;ballfaninitiative</a>.</p>
<blockquote><p>Many people feel that they don&#8217;t have important things to care about. People like to feel important, and they like to talk about things that matter. Unfortunately, talking about things that matter tends to bring up a lot of thorny, difficult questions and issues. Often the answers are unpleasant, and people don&#8217;t like things that are unpleasant. Thus the subject of sports acts as an empty, meaningless alternative to the real issues that exist in the world.</p></blockquote>
<p>Wir <a href="http://patrifriedman.com/writing/prose/anti-sports.html">verschwenden</a> unsere M&#246;glichkeiten auf die denkbar bedeutungsloseste Weise.</p>
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		<title>Dringende Z&#252;ge</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 05:46:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Es kommt vor, dass man bei Go all die kleinen K&#228;mpfe gewinnt und am Ende das Spiel verliert, weil das Gesamtbild nicht passt. Keine der lokalen Pl&#228;nkeleien ist eine Herausforderung — zwei, drei Steine, nichts Gro&#223;artiges. Ein wenig schr&#228;nkt man so ein, wie man sich auf dem Spielfeld weiter entwickeln kann, aber das ist kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt vor, dass man bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Go_%28Spiel%29">Go</a> all die kleinen K&#228;mpfe gewinnt und am Ende das Spiel verliert, weil das Gesamtbild nicht passt. Keine der lokalen Pl&#228;nkeleien ist eine Herausforderung — zwei, drei Steine, nichts Gro&#223;artiges. Ein wenig schr&#228;nkt man so ein, wie man sich auf dem Spielfeld weiter entwickeln kann, aber das ist kaum sp&#252;rbar. Au&#223;erdem ist jeder der Z&#252;ge dringend notwendig!</p>
<p>Mit jedem gesetzten Stein f&#252;llt sich das Spielfeld weiter, immer mehr wird dringend notwendig und wir machen weiter, weil die kleinen Siege befriedigen. Erst dann, wenn schon fast alles zugebaut ist, wird klar, dass das, was man gewonnen hat, ein erstaunlich kleiner Teil des Spielfelds ist.</p>
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		<title>Entscheidungsfrei</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 15:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wann wurdet ihr so gut darin, professionell und automatisch jeden Tag ein St&#252;ck vergangenes Leben zu produzieren? Kennt ihr euren Weg? Manchmal meine ich, meinen zu kennen, zumindest die Richtung. Dann h&#246;re ich Manuels Vortrag beim Poetry Slam, lese, was Aaron schreibt, und bin zur&#252;ck beim Ausstrecken meiner F&#252;hler und beim Vermeiden von Einschr&#228;nkungen, auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="centerimage"><a href='http://hcsoftware.sourceforge.net/passage/' title='Passage'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/12/passage.gif' alt='Passage' /></a></p>
<p>Wann wurdet ihr so gut darin, professionell und automatisch jeden Tag ein St&#252;ck vergangenes Leben zu produzieren? Kennt ihr euren Weg? <a href="http://www.aiplayground.org/artikel/distractions/">Manchmal</a> meine ich, meinen zu kennen, zumindest die Richtung. Dann h&#246;re ich <a href="http://www.dichtersindandereauchnicht.de/mp3/ebert-h_wie_hoffnung.mp3">Manuels Vortrag</a> beim Poetry Slam, lese, <a href="http://www.aaronsw.com/weblog/handwritingwall">was Aaron schreibt</a>, und bin zur&#252;ck beim Ausstrecken meiner F&#252;hler und beim Vermeiden von Einschr&#228;nkungen, auf dass mein zuk&#252;nftiges Ich mir dankbar sei. Wirken Lebensl&#228;ufe erst im Nachhinein so eindeutig &#8212; und so beliebig?</p>
<p>[audio:http://www.dichtersindandereauchnicht.de/mp3/ebert-h_wie_hoffnung.mp3]</p>
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		<title>Der Raum des M&#246;glichen</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jun 2007 02:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cognitive Science]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Singularität]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin Determinist und jede Sekunde entscheide ich mich zwischen unz&#228;hligen Handlungen. Mit der Einsicht, dass Lazy Reason nicht alltagstauglich ist, bleibt nur nicht fassbare Freiheit. The infinite possibilities each day holds should stagger the mind. The sheer number of experiences I could have is uncountable, breathtaking. And I’m sitting here refreshing my inbox. We [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin Determinist und jede Sekunde entscheide ich mich zwischen unz&#228;hligen Handlungen. Mit der Einsicht, dass <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lazy_Reason">Lazy Reason</a> nicht alltagstauglich ist, bleibt nur nicht fassbare Freiheit.</p>
<blockquote><p>
The infinite possibilities each day holds should stagger the mind. The sheer number of experiences I could have is uncountable, breathtaking. And I’m sitting here refreshing my inbox. We live trapped in loops. reliving a few days over and over, and we envision only a handful of paths laid out ahead of us. We see the same things each day, we respond the same way, we think the same thoughts, each day a slight variation on the last, every moment smoothly following the gentle curves of societal norms. We act like if we just get through today, tomororrow our dreams will come back to us. &#8212; <a href="http://xkcd.com/c137.html">xkcd</a>
</p></blockquote>
<p>In einer Welt, die ohne vorgegebenen Sinn einfach existiert, erfinden wir uns und das, was wir als sinnvoll ansehen, auf dem Weg in die Zukunft. Jegliche Gr&#252;nde, Ziele und Zwecke jenseits der biologischen erschaffen wir selbst. Aus &#8220;Wie soll ich handeln?&#8221; wird &#8220;Wer will ich sein?&#8221; und &#8220;In welcher Welt will ich leben?&#8221;.</p>
<p>Mit jeder Handlung machen wir aus dem aktuellen Zustand unserer Welt einen anderen. Der Raum aller m&#246;glichen Zust&#228;nde ist die Menge der Zust&#228;nde, die keine physikalischen Gesetze verletzen. Denkbar ist eine astronomische Zahl, w&#252;nschenswert sind die wenigsten davon. Die Menge der Zust&#228;nde, die bewusstes Leben enthalten, macht nur eine winzige Ecke im Raum aller m&#246;glichen Zust&#228;nde aus. Unsere Welt ist ein Punkt irgendwo in dieser Ecke.</p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/06/space_current.gif' alt='Unsere Position im Raum aller m&#246;glichen Zust&#228;nde' /></p>
<p>Manche Zust&#228;nde unterscheiden sich st&#228;rker voneinander als andere. Der Zustand der Welt, in der die Tasse Tee neben mir zwei Zentimeter weiter links steht, liegt n&#228;her am aktuellen als der, in dem sich die Tasse in einen feuerspeienden Drachen verwandelt hat. Ein m&#246;gliches Ma&#223; f&#252;r den Abstand von zwei Zust&#228;nden w&#228;re eine Art Informationsdistanz: Die L&#228;nge oder Laufzeit des k&#252;rzesten Algorithmus, der aus einer vollst&#228;ndigen Beschreibung von Zustand A die entsprechende Beschreibung von Zustand B berechnet. </p>
<p>Indem ich mich f&#252;r eine Handlung entscheide, w&#228;hle ich einen unserer Nachbarn im im Raum aller m&#246;glichen Zust&#228;nde. Wie sieht die Teilmenge der Zust&#228;nde aus, die vom jetzigen Zustand der Welt aus durch mein Handeln oder Nicht-Handeln erreicht werden k&#246;nnen? Das bestimmt, welchen Einfluss ich mit meinen Entscheidungen als einzelner auf die Welt habe.</p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/06/actions2.gif' alt='Erreichbare Zust&#228;nde' /></p>
<p>Die Frage, was festlegt, welche Zust&#228;nde ich erreichen kann und welche nicht, f&#252;hrt unmittelbar zu der Frage danach, was unsere Position im Raum aller m&#246;glichen Zust&#228;nde bis jetzt am st&#228;rksten ver&#228;ndert hat. Die Antwort definiert, was Optimierungsprozesse sind: Systeme, die den Zustand unserer Welt auf einen kleinen Zielraum mit bestimmten Eigenschaften hin bewegen.</p>
<ul>
<li>Evolution ist ein Optimierungsprozess, der Replikatoren &#8212; Bakterien, Tiere, Menschen und die Gene dahinter &#8212; durch Mutation, Rekombination und Selektion auf effektivere Vermehrung hin optimiert.</li>
<li>Ein Schachcomputer ist ein Optimierungsprozess, der aus der Vielzahl m&#246;glicher Kombinationen von Schachz&#252;gen die ausw&#228;hlt, die die Position der Figuren auf einem Schachbrett so ver&#228;ndern, dass sich die Welt in einen Zielraum mit der Eigenschaft &#8220;Der Schachcomputer gewinnt.&#8221; bewegt.</li>
<li>Menschliche Intelligenz ist ein m&#228;chtiger Optimierungsprozess, der f&#252;r verschiedenste Ziele eingesetzt werden kann. Rationalit&#228;t erreicht klar definierte Ziele, nonlineares Handeln die unbewussten.</li>
</ul>
<p><a href="http://www.aiplayground.org/artikel/coxi/">Cognitive Science</a> ist die Lehre von den Optimierungsprozessen. In Psychologie und Neurobiologie wird der effektivste bekannte Optimierungsprozess, das menschliche Gehirn, analysiert, in Mathe, Informatik, Statistik und Logik werden die methodische Grundlagen f&#252;r den Bau von k&#252;nstlichen Optimierungsprozessen unterrichtet.</p>
<p>Optimierung ist ein Vorhersageproblem. Jeder Maschine steht eine festgelegte Menge an Aktionen zur Verf&#252;gung. Um ein Ziel zu erreichen, muss die Maschine vorhersagen, welche Kombination aus Aktionen die Welt dem Zielzustand am n&#228;chsten bringt. Dass wir Menschen die Auswirkungen unserer Handlungen vorhersagen k&#246;nnen, zeigt, dass Quanten- und Chaoseffekte bei Vorhersagen umgangen werden k&#246;nnen, wenn man Abstriche bei der Genauigkeit der Prognosen macht.</p>
<p>Intelligenz ist die F&#228;higkeit, akkurate Vorhersagen zu treffen um Aktionsfolgen zu finden, die unsere Zukunft auf kleine, weit entfernte Regionen im Raum des M&#246;glichen hinsteuern. Die Frage, ob k&#252;nstliche Intelligenz m&#246;glich ist, lautet eigentlich: &#8220;Wie weit werden wir uns  &#252;bertreffen? Wo liegen die Grenzen der Berechenbarkeit?&#8221;</p>
<p>Weil die Grenzen, denen wir unterliegen, universell sind, sehen wir sie nicht. Algorithmen, die Information optimal extrahieren, unterliegen keinen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_cognitive_biases">kognitiven Fehlern</a>. Die unvoreingenommene Instrumentalisierung aller verf&#252;gbaren Mittel stellt einen enormen Machtzuwachs dar; als Menschen schaffen wir es oft nicht, funktionaler Fixiertheit zu entrinnen, sobald wir einmal gelernt haben, wozu etwas gut ist.</p>
<p>Im n&#228;chsten und letzten Schritt, der genauso unvermeidbar und unintuitiv ist wie die davor, schreiben wir Optimierungsprozesse, die den Teil ihrer selbst restrukturieren, der f&#252;r das Optimieren zust&#228;ndig ist. Algorithmen, die vorhersagen, welche Ver&#228;nderungen es braucht, um bessere Vorhersagen zu treffen. Prozesse, die Welt auf Zielregionen hin bewegen, von denen wir nicht gedacht h&#228;tten, dass sie in unserer unmittelbaren Nachbarschaft liegen.</p>
<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/06/unknown.gif' alt='Wohin' /></p>
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		<title>Darum.</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Jan 2007 09:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich schaue in den sternenschwarzen Himmel und sehne mich nach mehr. Mit dem Nachtwind ein Hauch des M&#246;glichen, vibrierendes Leben statt Leere. Jahrmillionen statt ein Jahrhundert. Nebenan schreit ein Kind. Wir werden geboren, blinzeln, heben den Kopf und noch bevor uns klar wird, was wir da gesehen haben, ist es vorbei. Manchmal Spuren einer Ahnung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schaue in den sternenschwarzen Himmel und sehne mich nach mehr. Mit dem Nachtwind ein Hauch des M&#246;glichen, vibrierendes Leben statt Leere. Jahrmillionen statt ein Jahrhundert. Nebenan schreit ein Kind. Wir werden geboren, blinzeln, heben den Kopf und noch bevor uns klar wird, was wir da gesehen haben, ist es vorbei. Manchmal Spuren einer Ahnung von dem, was h&#228;tte sein k&#246;nnen. Es hat wieder nicht gereicht.</p>
<p>Kollektiver Wahnsinn. Sollen in 200 Jahren noch immer Menschen gegen ihren Willen sterben? 10,000 Generationen haben wir f&#252;r immer verloren. Hunderttausend Millionen mal der Geschmack von Leben, Augenblicke lang Licht, dann nichts. Hunderttausend Millionen mal: Ich liebe dich. Der Abgrund in Sichtweite, stetig n&#228;her kommend. &#8220;F&#252;r immer&#8221; sind 50 Jahre. </p>
<p>Verdammt, tut endlich was.</p>
<p>Eure Apathie macht mir Angst. Im 16. Jahrhundert geboren zu werden und zu realisieren, dass keine Hoffnung auf mehr besteht, keine Hoffnung darauf, die Daseinsgrenzen zu verschieben, w&#228;re Grund zur Verzweiflung. Wir leben im 21. Jahrhundert. Morgend&#228;mmerung ber&#252;hrt den Horizont der Menschheitsgeschichte und ihr haltet euch die Augen zu und begeht Selbstmord.</p>
<p>Hier stehen wir, mit unseren Eitelkeiten und Dummheiten, mit unserer Sehnsucht und Liebe, und wir ahnen. Fr&#252;hst&#252;cken, ein paar Dinge erledigen, schnell, Schlagzeilen, Schlaf, weiter. Hauptsache weiter. Die, die noch nicht bet&#228;ubt sind, ahnen manchmal, dass es so viel anders sein k&#246;nnte. Dass die Momente der Klarheit, des Wunsches nach Ewigkeit, nicht Minuten sp&#228;ter Vergangenheit sein m&#252;ssten. </p>
<p>Aber auch das wird vorbei gehen, wenn wir es nur fest genug ignorieren.</p>
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