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	<title>AI Playground &#187; Transhumanismus</title>
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	<description>Thoughts on artificial intelligence, cognitive science, academia, and life in general.</description>
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		<title>Utopia</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 22:13:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Hier und jetzt ist der Anfang von allem, was nach uns kommt. Vielleicht werden Sonnensysteme und Galaxien einst unsere Heimat, vielleicht werden Milliarden Leben zu Trillionen, Quadrillionen oder zu einer &#228;hnlich unvorstellbaren Zahl, so viel gr&#246;&#223;er und bedeutender als alles, was jetzt ist, doch es geht nicht ohne uns. Unsere Generation hat sich Fragen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier und jetzt ist der Anfang von allem, was nach uns kommt. Vielleicht werden Sonnensysteme und Galaxien einst unsere Heimat, vielleicht werden Milliarden Leben zu Trillionen, Quadrillionen oder zu einer &#228;hnlich unvorstellbaren Zahl, so viel gr&#246;&#223;er und bedeutender als alles, was jetzt ist, doch es geht nicht ohne uns. Unsere Generation hat sich Fragen und Entscheidungen zu stellen, f&#252;r die es keine zweite Chance gibt. (Eine davon: Wie &#252;berleben wir die n&#228;chsten 30 Jahre, wenn fortgeschrittene Bio-, Nano- und Informationstechnologien Einzelpersonen und kleinen Gruppen enormen Einfluss geben?)</p>
<p>Wir Menschen unterscheiden uns nicht gro&#223;artig in unseren W&#252;nschen. Wir wollen Gl&#252;ck, Freude, Freiheit, Unabh&#228;ngigkeit, Sicherheit, Wissen, Kreativit&#228;t, Individualit&#228;t, Sexualit&#228;t, Freundschaft und Liebe (nun ja, <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-08/s-mcr082807.php">M&#228;nner zumindest</a>). Wir sch&#228;tzen unser Leben, das unserer Freunde, unserer Familie und das unserer sechs Milliarden Mitmenschen. Trotzdem ziehen wir in verschiedene Richtungen, konkurrieren, intrigieren und machen generell den Eindruck, als ob wir es darauf anlegen, paradox zu handeln.</p>
<p>Wenn wir verstehen, welches Ausma&#223; die Zukunft hat, die auf dem Spiel steht, und wenn wir uns im Gro&#223;en und Ganzen einig sind, was uns jetzt und f&#252;r diese Zukunft wichtig ist, warum funktioniert es dann nicht besser<sup>TM</sup>?</p>
<p class="centerimage"><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/09/lugano_mountains.jpg' title='Lugano'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/09/lugano_mountains_blog.jpg' alt='Lugano' /></a></p>
<p><em>Warum leben wir nicht l&#228;ngst in Utopia, wenigstens asymptotisch?</em></p>
<p><em>Die Erkl&#228;rung, die ich nicht glaube:</em> Es geht nicht besser. W&#252;rde man jeden Menschen fragen, wie sehr diese Welt seinen Vorstellungen entspricht, und so zu einem Gesamtbild kommen, so g&#228;be es nichts, was dieses Bild dauerhaft besser machen k&#246;nnte. F&#252;r diese Erkl&#228;rung spricht die Anpassungsf&#228;higkeit unseres Gehirns, die daran schuld ist, dass die meisten &#196;nderungen unsere Gesamtzufriedenheit nicht <em>dauerhaft</em> verbessern. Gl&#252;ck ist die erste Ableitung positiver Ver&#228;nderung. Aber, erstens: Lasst uns die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Uses_of_torture_in_recent_times">offensichtlichen Unmenschlichkeiten</a> dieser Welt beheben, dann k&#246;nnen wir noch einmal dar&#252;ber reden, ob es nicht besser geht. Zweitens: Manche Leute scheinen immer ein bisschen gl&#252;cklicher zu sein als andere. Gene und Umwelteinfl&#252;sse legen die Biochemie unseres Gehirns fest und wir sind dabei, beides zu verstehen.</p>
<p><em>Die Erkl&#228;rung, die ich gerne glauben w&#252;rde:</em> Die Probleme unserer Welt sind komplex. Wir sind auf dem Weg zu L&#246;sungen, aber die erfordern ein gewisses Mindestma&#223; an Zeit und Technologie. Es w&#228;re falsch, sich an neue Technologien zu klammern, weil diese beinahe immer zu polaren Zwecken eingesetzt werden k&#246;nnen, aber ein Blick auf die Geschichte macht klar, <em>dass</em> neue Technologien Einfluss haben. Die Kombination aus omnipr&#228;sentem mobilem Web f&#252;r die Massen und Suchmaschinen, die nat&#252;rliche Sprache verstehen, k&#246;nnte die Wissensverteilung weiter demokratisieren. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Prediction_market">Prognosem&#228;rkte</a> (die von Google, Microsoft, HP und Intel bereits intern eingesetzt werden) k&#246;nnten Teile der Politik rationaler gestalten, der Anfang der <em>vollst&#228;ndigen</em> <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/6287126.stm">Aufzeichnung der Menschheitsgeschichte</a> alle kollektiven Entscheidungen.</p>
<p><em>Die Erkl&#228;rung, die immer nur andere betrifft:</em> Das sind alles egoistische Nichtsnutze, denen die Menschheit egal ist, so lange sie Familie, Job und ein halbwegs interessantes Leben haben. Unterst&#252;tzt werden sie in ihrer Haltung von Wissenschaft und Wirtschaft, die Gedanken &#252;ber den Lauf der Welt zugunsten kurzfristiger und handfester Resultate bestrafen. Andererseits werden gesellschaftliche Fragen gerne mal eben beim Mittagessen gel&#246;st (wenn gerade keine Fu&#223;ball-WM stattfindet) und mit zufriedenem &#8220;Tja, so m&#252;sste man&#8217;s machen&#8221; abgehakt. Zu Handlungen kommt es nat&#252;rlich nicht, denn daf&#252;r br&#228;uchte man L&#246;sungen, die tats&#228;chlich funktionieren, m&#252;sste herausfinden, wie man als einzelner zur Umsetzung beitragen kann, und m&#252;sste die L&#246;sungen finden, von denen man selbst profitiert. Wozu die Menschheit retten, wenn es nicht entweder Geld, Sex oder Status bringt oder sowieso auf dem Weg zur Rettung des eigenen Lebens liegt?</p>
<p><em>Die Erkl&#228;rung, die mich (und dich!) betrifft:</em> Wir arbeiten auf Teilziele hin, die nicht direkt dem entsprechen, was wir <em>wirklich</em> wollen. Weil das fast jeder tut, weil verschiedene Teilziele oft gegens&#228;tzliche Aktionen erfordern und weil die Ziele selbst dann oft nicht erreicht werden, heben sich unsere Bem&#252;hungen mehr oder weniger auf. Unser Tun f&#252;hrt so zwar zu neuen Methoden und zu neuen Erkenntnissen &#252;ber unsere Welt, die  indirekt zur Realisierung unserer W&#252;nsche beitragen <em>k&#246;nnen</em>, ist aber ineffektiv und potentiell sch&#228;dlich. In dem Moment, in dem wir uns einer Ideologie verschreiben, weil wir glauben, dass die Durchsetzung von deren Axiomen den Menschen das geben wird, was sie wirklich wollen, arbeiten wir an der Verbreitung der Ideologie und nicht mehr an den eigentlichen Problemen.</p>
<p class="centerimage"><a href='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/09/chess.jpg' title='Chess'><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/09/chess_blog.jpg' alt='Chess' /></a></p>
<p>Gl&#252;cklicherweise ist die L&#246;sung einfach: Wir w&#228;hlen in jedem Moment die Handlung, die f&#252;r sich genommen am ehesten unseren Werten entspricht, anstatt uns auf eine Ideologie oder auf ein langfristiges Ziel festzulegen und darauf hinzuarbeiten.</p>
<p>Dummerweise funktioniert sie nicht in jedem Fall, insbesondere dann nicht, wenn wir <a href="http://www.nickbostrom.com/existential/risks.html">existentielle Risiken</a> &#8212; Katastrophen, die das Ende der Menschheit bedeuten k&#246;nnen &#8212; in Betracht ziehen und uns der Fortbestand der Menschheit doch ein bisschen k&#252;mmert.</p>
<p>KI in zwei S&#228;tzen: Die Annahme, dass wir in absehbarer Zeit auf einen relativ allgemeinen Mustererkennungsalgorithmus sto&#223;en, der mit gen&#252;gend Rechenpower die Mustererkennungs- und Vorhersagef&#228;higkeiten des menschlichen Gehirns &#252;bertrifft, ist (f&#252;r diese Art von Annahmen) weit verbreitet. Deutlich kontroverser ist die Idee, dass Algorithmen praktisch m&#246;glich sein k&#246;nnten, die Ver&#228;nderungen an sich selbst vornehmen, um so gro&#223;e Klassen von formalisierbaren Probleme bestm&#246;glich zu l&#246;sen &#8212; unabh&#228;ngig davon, wie anspruchsvoll diese Probleme sind, d.h. wie viel Intelligenz zu deren L&#246;sung n&#246;tig ist.</p>
<p>Die formale Analyse der Approximierbarkeit theoretischer Modelle von Superintelligenz in unserer physikalischen Welt ben&#246;tigt unsere Aufmerksamkeit, wenn wir wissen wollen, wo auf unserer Liste existentieller <a href="http://www.singinst.org/upload/artificial-intelligence-risk.pdf">Risiken und Chancen</a> maschinelles Lernen steht. Forschung auf dem Gebiet ist ein langfristiges Vorhaben, eines, das jahrelanges Lernen voraussetzt und das mit signifikanter Wahrscheinlichkeit fehlschl&#228;gt. Das &#228;ndert nichts daran, dass solche Forschung <em>wirklich</em>, <em>wirklich</em> wichtig ist.</p>
<p>Letzte Woche, bei Pasta und Pizza, hat J&#252;rgen die Frage in die Runde geworfen, wie gro&#223; denn der Anteil unserer Zeit sei, den wir f&#252;r das Jetzt leben, und wie gro&#223; der, den wir f&#252;r die Zukunft leben. Zun&#228;chst allgemeine &#220;bereinkunft, dass man seine Zeit wohl kaum so klar kategorisieren k&#246;nne. Dann, von dem, dessen theoretische Grundlagenforschung auch in 100 Jahren noch relevant sein wird (mehr als jetzt): <em>I don&#8217;t care about the future.</em></p>
<p><em>I do</em>. Aber vielleicht macht das keinen Unterschied.</p>
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		<title>Primer</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Sep 2007 19:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Transhumanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>I just rediscovered the trailer for <a href="http://www.imdb.com/title/tt0390384/">Primer</a>. The movie is so-so (I need to watch it again to make the connections I missed), but the trailer really hit me when I first saw it two years ago.</p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/4CC60HJvZRE"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/4CC60HJvZRE" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p>I can still relate.</p>
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		<title>Bewusstseinserweiterung</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jun 2007 01:55:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Cognitive Science]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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		<description><![CDATA[Zun&#228;chst waren es nur einzelne. Ich glaube, es war ein Ehepaar aus einem Vorort von Neu-Delhi, das den Anfang machte. Die beiden Implantate waren nicht einmal daumengro&#223; und sehr viel flacher. Das Prinzip war einfach: Elektrische Str&#246;me messen, als Mikrowellen senden, andere Mikrowellen empfangen und wieder zur&#252;ck in elektrische Str&#246;me umwandeln. Die meiste Zeit hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zun&#228;chst waren es nur einzelne. Ich glaube, es war ein Ehepaar aus einem Vorort von Neu-Delhi, das den Anfang machte. Die beiden Implantate waren nicht einmal daumengro&#223; und sehr viel flacher. Das Prinzip war einfach: Elektrische Str&#246;me messen, als Mikrowellen senden, andere Mikrowellen empfangen und wieder zur&#252;ck in elektrische Str&#246;me umwandeln. Die meiste Zeit hatte die Perfektionierung der Schnittstelle zwischen Nervenzellen und Siliziumchip in Anspruch genommen, danach noch zwei Jahre, um herauszufinden, dass sich zumindest bei Schimpansen ein Teil des visuellen Cortex sehr gut f&#252;r das Implantat eignet.</p>
<p>&#8220;Weil es Grenzen gibt, die wir nie h&#228;tten &#252;berwinden k&#246;nnen. Gef&#252;hle lassen sich nicht in Worte fassen, ohne dass das, was sie ausmacht, verloren geht. Unser Bewusstsein h&#228;tte sich nicht ber&#252;hren k&#246;nnen, nicht in der Intimit&#228;t, in der es sich selbst ber&#252;hrt.&#8221; Das war drei Jahre nach dem medizinischen Eingriff. Was die beiden wussten und wie sie sich verhielten war auf eine Art aufeinander abgestimmt, wie es sonst nur ein einzelner K&#246;rper ist. Perfektes Verst&#228;ndnis, ohne dass Gedanken auf einen eindimensionalen Wortstrang reduziert wurden. Keine Privatsph&#228;re, weil man keine Dinge vor etwas verbirgt, das Teil seiner selbst ist. Und heute? Identit&#228;ten, die den Erdball umspannen. </p>
<p>Unser Gehirn ist in eine rechte und eine linke H&#228;lfte aufgeteilt und &#8220;wir&#8221; sind das Ergebnis der Arbeitsteilung der beiden H&#228;lften. &#220;ber ein Datenkabel aus Nervenb&#252;ndeln namens Corpus Callosum tauschen die beiden Teile unseres Gehirns Informationen aus. W&#252;rde mir dieses Datenkabel durchtrennt, so k&#246;nnte ich nicht mehr aussprechen, was ich auf der linken Seite meines Gesichtsfeldes sehe. Diese visuellen Informationen werden an die rechte Gehirnh&#228;lfte weitergeleitet, mein Sprachzentrum befindet sich in der linken und ein Datenaustausch ist ohne Corpus Callosum nicht mehr m&#246;glich.</p>
<p>Und doch gibt es Menschen, die ohne Corpus Callosum geboren werden und sich normal verhalten. Bei ihnen haben die beiden Hemisph&#228;ren gelernt, &#252;ber weniger direkte Wege Informationen miteinander auszutauschen. Das legt nahe, dass auch bei gesunden Menschen ein Lernvorgang stattfindet, in dem die beiden Gehirnh&#228;lften lernen, was sie mit den Informationen anfangen sollen, die sie von der anderen H&#228;lfte erhalten. Die zwei Gehirnh&#228;lften sind unabh&#228;ngige kognitive Systeme, die systematisch Informationen miteinander austauschen und sich so aufeinander abstimmen.</p>
<p>Auch Menschen, die miteinander kommunizieren, sind kognitive Systeme, dich sich aufeinander abstimmen. Die Bandbreite gesprochener Sprache betr&#228;gt weniger als 500 Bits pro Sekunde. Das Datenkabel zwischen den Gehirnh&#228;lften &#252;bertr&#228;gt jede Sekunde mehr als 100 Millionen Bits. Wenn zwei Gehirnh&#228;lften lernen k&#246;nnen, mit derart gro&#223;en Datenmengen umzugehen, warum dann nicht auch zwei oder mehr Gehirne?</p>
<p>Die technologischen Anforderungen f&#252;r drahtlose Brain-to-Brain-Interfaces sind vergleichsweise gering, die gesellschaftlichen nicht abzusehen, wenn wir das erste Mal in der Menschheitsgeschichte ver&#228;ndern, was Identit&#228;t bedeutet. Die Zukunft ist nicht unsere Welt mit kleineren Handys, gr&#246;&#223;eren Bildschirmen und schnelleren Computern. Vielleicht ist allgemeine k&#252;nstliche Intelligenz unm&#246;glich, vielleicht wird es Eric Drexlers Nanoassembler nie geben wird und vielleicht ist unser Gehirn zu komplex, als dass wir je molekulare und psychologische Ebene umfassend miteinander verbinden k&#246;nnen. &#8220;Achtung, radikal anders!&#8221; steht auch dann auf allen Wegweisern.</p>
<p>Forschung findet hinter von au&#223;en verschlossenen T&#252;ren statt. <em>Spektrum der Wissenschaft</em> zeigt bunte Roboter und wir wissen, dass wir von dem, was unsere Welt ver&#228;ndert, nichts mitbekommen, weil sich <em>&#8220;Learning about a Categorical Latent Variable under Prior Near-Ignorance&#8221;</em> nicht gut verkauft. Wir sitzen im selben Boot, manche rudern, und wir sehen nur, dass das Gr&#252;n, das sich um den Fluss rankt, noch das gleiche ist wie gestern. Dabei h&#228;tten wir das Rauschen des Wasserfalls l&#228;ngst h&#246;ren k&#246;nnen.</p>
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		<title>Was bleibt?</title>
		<link>http://www.aiplayground.org/artikel/was-bleibt/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2007 22:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neurobiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Transhumanismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bleibt vom Menschen, wenn er die M&#246;glichkeit hat, selbst zu bestimmen, was ihn antreibt? Kleine &#196;nderungen im Motivationssystem unseres Gehirns haben gro&#223;e &#196;nderungen in unserem Verhalten und Denken zur Folge. Wenn wir selbst bestimmen k&#246;nnten, welche Aktivit&#228;ten und Stimuli welche Gef&#252;hle verursachen, w&#228;ren wir freier, als wir es so je sein k&#246;nnen. Die M&#246;glichkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was bleibt vom Menschen, wenn er die M&#246;glichkeit hat, selbst zu bestimmen, was ihn antreibt? Kleine &#196;nderungen im Motivationssystem unseres Gehirns haben gro&#223;e &#196;nderungen in unserem Verhalten und Denken zur Folge. Wenn wir selbst bestimmen k&#246;nnten, welche Aktivit&#228;ten und Stimuli welche Gef&#252;hle verursachen, w&#228;ren wir freier, als wir es so je sein k&#246;nnen. Die M&#246;glichkeit zu solchen Ver&#228;nderungen ist nicht fern &#8212; und wird ver&#228;ndern, was es hei&#223;t, ein Mensch zu sein.</p>
<p>Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, trinken oder Sex haben, wird in unserem Gehirn der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt. Was auch immer wir dann gerade tun, sehen und f&#252;hlen, Dopamin verkn&#252;pft es mit einem Gef&#252;hl von Gl&#252;ck und Belohnung und f&#252;hrt so dazu, dass wir, wenn unser Dopaminspiegel wieder auf einem niedrigeren Level ist, diese Sinneseindr&#252;cke und Aktivit&#228;ten wiederholen <em>wollen</em>. Dopamin ist der Grund daf&#252;r, dass wir ein Verlangen danach haben, uns ein St&#252;ck Pizza in den Mind zu schieben, es zu kauen und zu schlucken.</p>
<p>Schon wenn wir die knusprig braune Schinken-Thunfisch-Pizza vor uns sehen, wird im Hypothalamus, dem Steuerzentrum f&#252;r alles, was unbewusst in unserem K&#246;rper abl&#228;uft, etwas Serotonin freigesetzt. Mit den ersten Bissen und den damit aufgenommenen Kohlenhydraten steigt der Serotonin-Level im Hypothalamus weiter an, ein Gef&#252;hl der Zufriedenheit breitet sich aus. Wenn Schokolade gl&#252;cklich macht, dann deswegen, weil sie Tryptophan enth&#228;lt, eine Aminos&#228;ure, aus der im zentralen Nervensystem Serotonin aufgebaut wird. Serotonin f&#252;hrt dazu, dass es uns <em>gef&#228;llt</em>, zu essen.</p>
<p>Wenn wir selbst bestimmen k&#246;nnten, wonach wir verlangen und was uns gef&#228;llt, beispielsweise indem wir regulieren, wann welche Neurotransmitter freigesetzt werden, h&#228;tten wir ein Ma&#223; an Kontrolle &#252;ber unser Leben, das alles &#252;berschreitet, was man durch Selbstdisziplin erreichen kann. Wenn das, was wir wollen, weil es zu unseren &#220;berlebenschancen im Sinne der Evolution beitr&#228;gt und deswegen als &#8220;gut&#8221; in unseren Genen verdrahtet ist, nicht im Einklang mit dem ist, was wir bewusst wollen, k&#246;nnten wir es &#228;ndern.</p>
<p>Wir k&#246;nnten das Verlangen nach sozialem Status und die Beeinflussbarkeit durch den sozialen Status anderer abschalten und unbeeinflusst von Autorit&#228;tsdenken objektiver denken und handeln. Wir k&#246;nnten damit aufh&#246;ren, Menschen unbewusst danach zu beurteilen, wie symmetrisch ihr Gesicht ist, wie sehr es dem Durchschnitt entspricht und wie sehr das Verh&#228;ltnis zwischen Taillen- und H&#252;ftumfang dem entspricht, das unsere Gene bei Menschen des anderen Geschlechts am liebsten sehen. Wir k&#246;nnten uns daf&#252;r entscheiden, die romantische Liebe f&#252;r einen Partner nie enden zu lassen (ein ausgeglichener Oxytocinspiegel w&#228;re ein Anfang). Wir k&#246;nnten Wissen zur aufregendsten Sache der Welt machen, zu etwas, wonach wir mehr Verlangen haben als nach allem anderen. Wir k&#246;nnten daf&#252;r sorgen, dass wir in allem Sinn sehen &#8212; oder in nichts.</p>
<p>Unsere Gene legen die Konfiguration fest, die bestimmt, mit welchen Gef&#252;hlen wir auf welche Stimuli reagieren, wonach wir verlangen und was uns gef&#228;llt. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Ausstattung dem entspricht, was wir als bewusste, nicht oder nicht ausschlie&#223;lich an der Weiterverbreitung unserer Gene interessierte Wesen w&#228;hlen w&#252;rden, wenn wir die Wahl h&#228;tten. </p>
<p>Was von uns bleibt, wenn wir die Wahl haben, ist, wer wir wirklich sind.</p>
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		<title>Abre los ojos</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2007 04:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Singularität]]></category>
		<category><![CDATA[Transhumanismus]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Film Abre los ojos (Open your eyes) ist sehenswert. Zwischen Psychothriller, Liebesfilm und Science Fiction liegend, erz&#228;hlt er die Geschichte von César, der die Liebe seines Lebens findet und kurz darauf in einen Unfall verwickelt wird, der sein Gesicht v&#246;llig entstellt. Die &#196;rzte finden eine M&#246;glichkeit, sein Gesicht zu retten. Vielleicht tr&#228;umt er das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="centerimage"><img src='http://www.aiplayground.org/wp-content/uploads/2007/03/abrelosojos2.jpg' alt='Abre los Ojos' /></p>
<p>Der Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt0125659/">Abre los ojos</a> (Open your eyes) ist sehenswert. Zwischen Psychothriller, Liebesfilm und Science Fiction liegend, erz&#228;hlt er die Geschichte von César, der die Liebe seines Lebens findet und kurz darauf in einen Unfall verwickelt wird, der sein Gesicht v&#246;llig entstellt. Die &#196;rzte finden eine M&#246;glichkeit, sein Gesicht zu retten. Vielleicht tr&#228;umt er das auch nur. César lebt zwischen Traum, Wirklichkeit und Wahnsinn und wei&#223; bald nicht mehr, was er glauben kann. Mehr als das sollte man nicht wissen, bevor man sich den Film ansieht. <em>Abre los ojos</em> ist kein schneller Film. Leicht transhumanistisch, besonders zum Ende hin.</p>
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